Achtelfinale im DHB-Pokal – Flames erneut in Buxtehude gefordert

Es ist gerade einmal drei Wochen her, da begaben sich die Flames der HSG Bensheim/Auerbach auf die lange Fahrt in den Norden zum ersten Spiel der neuen Saison 2023/24 in der Handball Bundesliga Frauen (HBF). Nach einem Freilos in der ersten Runde des DHB-Pokals dürfen die Flames dieses Wochenende erneut die lange Reise antreten, denn die Flames sind im Achtelfinale wieder zu Gast beim Buxtehuder SV (Samstag, 30.09.23, 16:00 Uhr).

An die letzte Fahrt haben die Flames nur gute Erinnerungen, denn erstmals überhaupt gelang dem Team von Trainerin Heike Ahlgrimm beim 30:24 ein Pflichtspielsieg gegen den BSV. Dadurch hatte man viel Selbstvertrauen getankt und konnte etwas überraschend auch das zweite Saisonspiel gegen den Meisterschaftsfavoriten Thüringer HC gewinnen. Dabei boten die Flames eine richtig starke Leistung.

Nach einem spielfreien Wochenende will man jetzt natürlich im Pokal nachlegen, denn mit einem Sieg steht man im Viertelfinale und wäre nur noch einen Sieg von der erneuten Teilnahme am Final Four entfernt. „Wir wollen gewinnen, damit wir ins Viertelfinale einziehen und unser Traum vom Final Four weiterlebt“, so Trainerin Heike Ahlgrimm.

Erleichterung herrschte am letzten Wochenende beim BSV. Nach den beiden Niederlagen gegen die Flames und beim VFL Oldenburg (20:33) gelang dem BSV der erste Saisonsieg beim 30:24 gegen die HSG Bad Wildungen Vipers und man feierte den Erfolg als Befreiungsschlag.

Von daher wird der BSV gegen die Flames auch ganz anders auftreten, als vor drei Wochen.

„Das wird diesmal ein ganz anderes Spiel. Wir können uns nicht auf den Ligaerfolgen ausruhen und brauchen auch nicht zurückschauen, denn Pokal ist immer was anderes und er hat seine eigenen Gesetze. Wir sind gut drauf, wir haben Selbstvertrauen und wir haben gut trainiert. Amelie Berger fällt leider aus. Aber wir haben mit Dekki noch eine richtig gute Spielerin auf dieser Position. Dafür sind Sarah und Lilli wieder zurück. Von daher freue ich mich, dass die beiden ihr erstes Spiel bestreiten können. Wir wollen natürlich eine Runde weiterkommen, dafür werden wir alles investieren und wir fahren mit Selbstvertrauen hin. Buxtehude spielt zu Hause und sie werden natürlich alles wieder gut machen wollen und werden alles investieren. Dementsprechend werden wir den Kampf annehmen, wir werden sie sehr ernst nehmen, weil wir ein großes Ziel vor Augen haben. Wir müssen Lösungen finden gegen ihre 5:1 und 6:0-Abwehr. Das haben wir diese Woche trainiert und da gute Lösungen gefunden. Wir werden versuchen die Rückraumwürfe zu unterbinden. Vor allem Isabelle Dölle war im letzten Spiel gut drauf und da wollen wir ihnen, mit unserer guten Abwehr, den Wind aus den Segeln nehmen. Ich freue mich auf das Spiel und ich hoffe, dass die Halle voll wird, was beim Pokal ja immer sehr schwierig ist. Aber wir werden auf jeden Fall mit breiter Brust hinfahren und sie sehr ernst nehmen, um uns den Traum weiter zu erfüllen, denn mit zwei Siegen kann man ins Final Four einziehen und das ist das Ziel, unser Traum. Dafür werden wir alles in die Waagschale werfen, mit ganz viel Emotionen, Leidenschaft und allen unseren Tugenden. Dann schauen wir, was am Ende dabei rauskommt. Wir haben im Vorfeld wieder alles dafür getan. Am Freitagmittag trainieren wir, dann fahren wir die erste Hälfte der Strecke und am Samstag den Rest, damit wir nicht die lange Busfahrt in den Knochen haben“, erklärt Heike Ahlgrimm.

Die Voraussetzungen sind also geschaffen für den Einzug ins Viertelfinale – jetzt müssen es die Flames noch auf dem Spielfeld umsetzen. Verzichten müssen sie, neben der erkrankten Amelie Berger, nur auf die Langzeitverletzte Dionne Visser.


MIT BEWÄHRTEM STAMM IN DIE EHF EURO QUALIFIERS

Bundestrainer Markus Gaugisch nominiert Aufgebot / Gaugisch: „Wollen der Favoritenrolle gerecht werden“

Mit einer eingespielten Basis in den heißen Handball-Herbst: Die Frauen-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes bestreitet ab Sonntag, 8. Oktober, in Großwallstadt ihren ersten gemeinsamen Lehrgang der neuen Länderspiel-Saison. Für die Maßnahme hat Bundestrainer Markus Gaugisch 18 Spielerinnen nominiert. Angeführt wird das Aufgebot vom Kapitäninnen-Duo Emily Bölk und Alina Grijseels, 15 Spielerinnen aus dem aktuellen Kader waren im April bei den WM-Play-offs gegen Griechenland dabei, bei denen sich die DHB-Auswahl mit zwei Siegen das Ticket für die Weltmeisterschaft in Norwegen, Schweden und Dänemark (30. November bis 17. Dezember) sicherte.

„Das Aufgebot besteht aus einem starken Stamm, der seit letztem Jahr dabei ist und unsere Spielidee daher bestens kennt. Diesen Weg wollen wir weitergehen“, sagt Gaugisch. „Im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt der vergangenen Saison haben viele Spielerinnen mehr internationale Erfahrung gesammelt. Emily Bölk und Alicia Stolle haben beispielsweise das Champions League-Final Four gespielt, die Spielerinnen vom Thüringer HC und Borussia Dortmund das European League-Final Four und auch die Bietigheim-Spielerinnen eine weitere Saison Champions League. Das sind alles wertvolle Erfahrungen, die uns als Team weiterhelfen werden.“

Erstmals im Aufgebot unter Bundestrainer Gaugisch steht am Kreis Julia Behnke von der TuS Metzingen. Die 30-Jährige lief zuletzt bei der EHF EURO 2020 in Dänemark für die DHB-Auswahl auf. Gaugisch: „Nach einem schweren letzten Jahr, wo sie noch mit den Folgen ihrer Verletzung zu kämpfen hatte, ist Julia aktuell in einer körperlich sehr guten Verfassung. Sie wird mit ihrer Erfahrung eine weitere Alternative am Kreis sein.“

Neben gemeinsamen Trainingstagen in Großwallstadt sind die ersten beiden EHF EURO Qualifiers-Spiele Teil der Maßnahme. Den Auftakt macht die Partie gegen die Ukraine in der Buderus Arena in Wetzlar. Anwurf ist am Donnerstag, 12. Oktober, um 20.15 Uhr (live auf SPORT1), Karten sind via dhb.de/tickets erhältlich. Für diese Partie gibt es zudem eine besondere Solidaritätsaktion des Deutschen Handballbundes und der Stadt Wetzlar: Der DHB stellt ukrainischen Flüchtlingen 500 Freikarten zur Verfügung, die über die Stadt Wetzlar verteilt werden. Im Anschluss an das Spiel reist die DHB-Delegation am Freitag, 13. Oktober, nach Tel Aviv, wo am Folgetag um 18.30 Uhr die erste Auswärtspartie der EHF EURO Qualifiers gegen Israel auf dem Programm steht (live auf Sportdeutschland.TV).

„Wir sind in beiden Spielen Favorit und wollen dieser Rolle auch gerecht werden“, sagt Gaugisch. „Da es aber auch nicht mehr lange bis zur WM ist, wollen wir als Mannschaft unser Tempospiel weiterentwickeln und die Inhalte festigen, an denen wir auch bereits in den vergangenen Lehrgängen gearbeitet haben.“

Im Anschluss an die Oktober-Woche trifft sich die Frauen-Nationalmannschaft bereits Anfang November zu einem Kurzlehrgang in München wieder. Teil dieser Maßnahme ist am 5. November ein Länderspiel gegen Ungarn beim „Tag des Handballs“ in der Olympiahalle München (Anwurf: 14.30 Uhr/Karten via dhb.de/tickets). Die unmittelbare WM-Vorbereitung startet am Montag, 20. November, und beinhaltet zwei Auswärtsvergleiche mit WM-Gastgeber Schweden in Ystad (24. November) und Lund (26. November).

Ihren WM-Auftakt bestreiten die Frauen am Donnerstag, 30. November, gegen Japan, es folgen weitere Gruppenspiele gegen den Iran (2. Dezember) und Polen (4. Dezember). Für deutsche Fans wird es auch einen deutschen Fanblock für die Partien in Herning geben, Karten sind via aimtoexcite.com erhältlich.

Das aktuelle Aufgebot der Frauen-Nationalmannschaft:

Tor: Katharina Filter (Brest Bretagne/FRA), Sarah Wachter (Borussia Dortmund), Nicole Roth (Thüringer HC)
Feld: Amelie Berger (HSG Bensheim/Auerbach Flames), Jenny Behrend (SG BBM Bietigheim), Julia Maidhof (SCM Ramnicu Valcea/ROU), Viola Leuchter (TSV Bayer 04 Leverkusen), Alicia Stolle (Borussia Dortmund), Alina Grijseels (Metz Handball/FRA), Annika Lott (Thüringer HC), Xenia Smits (SG BBM Bietigheim), Emily Bölk (Ferencvaros Budapest/HUN), Mia Zschocke (SCM Ramnicu Valcea/ROU), Antje Döll (SG BBM Bietigheim), Johanna Stockschläder (Thüringer HC), Meike Schmelzer (HC Dunărea Brăila/ROU), Lisa Antl (Borussia Dortmund), Julia Behnke (TuS Metzingen)

PM DHB - (Foto: Marco Wolf)


Jugendhandball: Berichte vom letzten Wochenende

+++ Ergebnisse und Berichte vom letzten Wochenende +++

Flames weibliche C- Jugend

Weibliche C1-Jugend – Oberliga

Eigener Bericht C1

TV Büttelborn - HSG Bensheim/Auerbach   14:23 (7:10)

Klarer Auswärtssieg

Nach dem Spiel gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden stand dieses Wochenende das erste Auswärtsspiel der noch jungen Saison an. Am Samstag den 23.09.23 ging es zum TV Büttelborn. Büttelborn hatte das erste Saisonspiel gegen Bruchköbel mit 50:13 gewonnen, also war man gespannt auf das Team, aber auch gut vorbereitet.

Das erste Tor des Spiels erzielte Lilli vom Kreis, danach kam eine abwechslungsreiche Phase mit einigen vergebenen Großchancen auf beiden Seiten. Nach knapp elf Minuten stand es 3:3 auf der Anzeigetafel, da zog Sarah die grüne Karte und nahm ihre erste Auszeit. Anschließend kamen die Flames besser ins Spiel zurück und erzielten zwei schnelle Tore zum 3:5..Es blieb aber weiter spannend, der TV Büttelborn kämpfte sich immer wieder heran, in der 20. Minuten fiel das 7:7, danach spielte aber nur noch die Gastmannschaft und wir konnten mit einem 7:10-Vorsprung in die Pause gehen.

Aus dieser kamen die Flames deutlich wacher zurück als die Heimmannschaft. Über 7:14 zog man bis zur 31. Minute auf 7:17 davon bevor dem TV Büttelborn sein erstes Tor nach Wiederanpfiff gelang. Doch es war nur ein leichtes Aufbäumen über einige Minuten, zu sehr hatten die Bensheimer Mädels nun den Gegner im Griff. Und hinten standen dann ja auch noch Merle und Kira die heute einen super Job gemacht haben. Über 10:18 und 11:21 erspielten sich die Flames einen 14:23-Auswärtserfolg bei dem zudem alle Spielerinnen eingesetzt werden konnten.

Am kommenden Sonntag geht es um 12.00 Uhr in der Geschwister-Scholl-Schule gegen die SKG Roßdorf.

Für die Flames spielten: Merle (Tor), Kira (Tor), Magdalena (5), Helene (4), Greta, Mariella (2), Martha (1), Lina, Lilli (3), Maja (4), Marie, Mara (1), Carla, Matilda (3)

Flames weibliche D- Jugend

Weibliche D1-Jugend – Bezirksoberliga

Eigener Bericht D1

HSG Bensheim/Auerbach - JSG Lorsch/Einhausen 36:17 (23:11)

Zweiter Sieg im zweiten Spiel! Die D1 sichert sich durch ein 36:17 weiterhin den Platz an der Tabellenspitze.

Die Zuschauer auf den gut gefüllten Rängen hatten bereits nach den ersten 10-15 Minuten das Gefühl, dass beide Mannschaften beim Doppelpasstraining im Angriff sehr gut aufgepasst hatten, aber irgendwie beim Abwehrverhalten gegen Doppelpässe eher nicht anwesend waren. Das Spiel ging relativ schnell hin und her und es gab zahlreiche Torchancen auf beiden Seiten, da immer wieder durch Doppelpässe Lücken gefunden wurden. Der D1 gelang es über ein 10:4 bis zur Pause auf eine komfortable 23:11 Führung davonzuziehen. Wirklich schöne Kombinationen mit den Kreisspielerinnen Alia und Lucia, sowie den gut einlaufenden Außen, ergänzten das schnelle Konterspiel von Nika, Marie und Darija.

Es gibt das Sprichwort: „Der Wert einer Idee liegt in der Umsetzung“– leider scheiterten jedoch beide Mannschaften sehr häufig in der zweiten Hälfte an der Umsetzung. Sehr risikoreiche Pässe, fehlende Konzentration und unnötige Fehler führten immer wieder zum Kopfschütteln auf der Trainerbank von Claudia Richter. Glücklicherweise war die Führung nach einem Zwischenspurt zu Beginn der Hälfte auf 32:11 sehr deutlich, so dass nichts mehr anbrennen konnte.

Mit nunmehr 4:0 Punkten und einem Torverhältnis von 68:20 Toren steht die D1 gemeinsam mit der HSG Langen als einzig ungeschlagene Teams auf Platz 1. Das nächste Spiel gegen den Tabellendritten Büttelborn findet am 1.10 um 10 Uhr statt und die D1 würde sich natürlich wieder über eine gut besuchte Halle freuen.

Tore: Sarah Huber, Alia di Guilio 2, Nika Bonerz 4, Lucia Schürer 3, Marie Müller 1, Laura Hammes, Eva Achtmann 1, Mila Rettig 2, Marie Krauss 12, Lea Weber 1, Lisanne Meichsner 3, Helena Rosenkranz 1, Darija Ramonaite 6.

 

 

 

 


6. FLAMES HERBST-CAMP vom 26. - 27. Oktober 2023

KIDS AUFGEPASST!

In den Herbstferien lädt der TSV Rot-Weiß Auerbach zum 2-tägigen HERBST CAMP nach Bensheim ein. Unter Anleitung von ausgebildeten Trainern arbeitest du intensiv an deinen Fähigkeiten, erlernst neue Finten und Würfe und lernst ganz nebenbei viele neue Freunde kennen!

Wer kann teilnehmen? Jungs & Mädchen Jahrgang 2010-2014

JETZT ANMELDEN!!!!

Alle weiteren Infos sowie findet ihr auf unserem Flyer, den ihr euch hier herunterladen könnt: 05_6. Herbst Camp 2023

Auch das Anmeldeformular kann hier direkt heruntergeladen werden:  03_Anmeldeformular Herbstcamp


Junior Flames: Die Junior Flames starten mit 3 Siegen in die neue Saison

Nach einer intensiven Vorbereitung starteten die Junior Flames am 2.9.23 mit dem Auswärtsspiel bei der 2. Mannschaft von Bayer Leverkusen in die neue Saison.

Mit einem klaren 28:19 Sieg kehrte die Mannschaft aus Leverkusen zurück.

Am 2.Winzerfest-Wochenende empfing die Mannschaft zum 1.Heimspiel der Saison den Aufsteiger HSG DJK Marpingen-SC Alsweiler. Mit einem souveränen Sieg von 31:19 konnte das Team die 2 Punkte in Bensheim behalten.

Am Samstag stand das schwere Auswärtsspiel beim 1.FC Köln an.

Das Kölner Team ist eine erfahrene Mannschaft, dass sich schon viele Jahre in der 3.Liga etabliert hat.

Das Spiel war sehr körperbetont und durch intensive Deckungsarbeit auf beiden Seiten geprägt.

Die Mannschaft wollte unbedingt das Spiel gewinnen und konnte mit einem starken Willen letztendlich mit 22:21 die 2 Punkte mit nach Hause nehmen.

Mit 6:0 Punkten ein gelungener Start in die neue Saison.

Am kommenden Sonntag um 17 Uhr steht das nächste Heimspiel der Junior Flames in der Geschwister-Scholl Halle an.

Der Gegner ist kein geringerer als die 1.Damenmannschaft von Fortuna Düsseldorf. Düsseldorf konnte bisher ein Spiel gewinnen und ist wie der 1.FC Köln eine erfahrene 3.Liga Mannschaft, die ebenfalls sehr körperbetont spielen wird.

Daher können wir uns sicherlich auf ein spannendes Spiel mit vielen Toren freuen.

Die Mannschaft hat es sicherlich nach diesem erfolgreichen Auftakt verdient, wenn am Sonntag viel Fans den Weg in die Halle finden und das Team lautstark anfeuern.

Wir freuen uns auf euer Kommen

Die Junior Flames


KURZLEHRGANG IN KAISERAU - Amelie Berger und Isabell Hurst dabei

Frauen-Nationalmannschaft läutet neue Länderspiel-Saison ein / Gaugisch: „Eine wichtige Zwischenetappe in Richtung Oktober“

Das Nationalmannschaftsjahr 2023/24 ist eröffnet: Die Frauen-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes startet mit einem Kurzlehrgang in Kamen-Kaiserau in die kommenden Handball-Monate. Für die Maßnahme, die am 25. und 26. September stattfinden wird, hat Bundestrainer Markus Gaugisch 16 Spielerinnen nominiert, darunter auch einige Akteurinnen aus dem erweiterten Kader der Frauen-Nationalmannschaft.

„Zwei Dinge werden in Kaiserau im Fokus stehen: Zum einen kann ich mir ein Bild über den aktuellen Leistungsstand der Spielerinnen kurz nach dem Saisonstart machen. Zum anderen wollen wir taktisch in Kleingruppen wie auch als Mannschaft an den Automatismen weiterarbeiten, die wir in der Play-offs-Maßnahme im April umgesetzt haben und so auch unsere Perspektivspielerinnen an unsere Spielidee weiter heranführen“, sagt Gaugisch. „Daher ist dieser Kurzlehrgang eine wichtige Zwischenetappe vor dem ersten regulären Lehrgang im Oktober und wird uns so noch einmal wertvolle Informationen mit Blick auf die finale Nominierung für die Oktober-Woche liefern.“

Bereits zwei Wochen nach dem Kurzlehrgang in Kaiserau startet die DHB-Auswahl am Sonntag, 8. Oktober, in Großwallstadt in ihren ersten regulären Lehrgang des neuen Länderspiel-Jahres. Teil der Maßnahme sind die zwei EHF EURO Qualifiers-Partien gegen die Ukraine und Israel. Das Heimspiel gegen die Ukraine wird am Donnerstag, 12. Oktober, um 20.15 Uhr in der Buderus Arena Wetzlar angepfiffen (Karten via dhb.de/tickets), bereits zwei Tage später steht in Tel Aviv das erste Auswärtsspiel auf dem Programm (Anwurf: 18.30 Uhr).

Der November startet mit Lehrgangstagen in München inklusive der Partie gegen Ungarn im Rahmen des „Tag des Handballs“ in der Olympiahalle (Anwurf 14.30 Uhr, Karten via dhb.de/tickets). Die unmittelbare WM-Vorbereitung startet am Montag, 20. November, und beinhaltet zwei Auswärtsvergleiche mit WM-Gastgeber Schweden in Ystad (24. November) und Lund (26. November).

Ihren WM-Auftakt bestreiten die Frauen am Donnerstag, 30. November, gegen Japan, es folgen weitere Gruppenspiele gegen den Iran (2. Dezember) und Polen (4. Dezember). Für deutsche Fans wird es auch einen deutschen Fanblock für die Partien in Herning geben, Karten sind via aimtoexcite.com erhältlich.

Das Aufgebot der Frauen-Nationalmannschaft:

Lisa Antl (Borussia Dortmund), Amelie Berger (HSG Bensheim/Auerbach Flames), Lena Degenhardt (Borussia Dortmund), Alexia Hauf (HSG Blomberg-Lippe), Kim Hinkelmann (Sport-Union Neckarsulm), Isabell Hurst (HSG Bensheim/Auerbach Flames), Nieke Kühne (HSG Blomberg-Lippe), Viola Leuchter (TSV Bayer 04 Leverkusen), Marie Michalczik (HSG Blomberg-Lippe), Meret Ossenkopp (Borussia Dortmund), Laetitia Quist (HSG Blomberg-Lippe), Alicia Stolle (Borussia Dortmund), Mareike Thomaier (TSV Bayer 04 Leverkusen), Sarah Wachter (Borussia Dortmund), Anna-Lena Hausherr (Borussia Dortmund), Marie Andresen (Buxtehuder SV), Toni-Luisa Reinemann (VfL Oldenburg/nur 26. September)

PM DHB - Foto: Marco Wolf


Jugendhandball: Berichte vom letzten Wochenende

Flames weibliche C- Jugend

Weibliche C1-Jugend – Oberliga

Eigener Bericht C1

HSG Bensheim/Auerbach – HSG Rodgau/N-Roden 25:22 (11:10)          

Am 17.9.2023 startet die diesjährige C1 unter der Leitung von Sarah van Gulik, Isabell Hurst und Rolf Freudenberger in die Saison 23/24. Der Gegner ist die HSG Rodgau/N-Roden.

Voller Vorfreude, aber auch Nervosität kommen die Spielerinnen aus der Kabine. Unsere Flames können mit 1:0 in Führung gehen. Die Abwehr hat sich schnell gefunden und zeigt eine gute Leistung. Merle kann in dieser frühen Phase im Tor gleich den ersten Siebenmeter parieren. Unsere Spielerinnen kommen insgesamt besser ins Spiel, führen zunächst mit 5:1. Aber auch die gegnerische Mannschaft, nutzt ihre Chancen und kann wieder auf 6:5 herankommen. Insgesamt gibt es bei beiden Mannschaften noch technische Fehler und Ungenauigkeiten, es ist ein sehr spannendes Spiel auf Augenhöhe. Nach unserer ersten Auszeit sind die Spielerinnen wieder deutlich konzentrierter. Die Flames machen weiter Druck nach vorne und mit einem knappen 11:10 geht es in die Halbzeitpause.

Nach der Pause gibt es einige schöne Tore von den Außenpositionen. Das Spiel funktioniert deutlich besser, wenn die Flames es schaffen, die nötige Ruhe ins Spiel reinzubringen. Zwischendurch geht es immer wieder hin und her, so dass es in der 30. Minute mit 13:13 wieder einen Ausgleich gibt. Einige 2-Minuten-Strafen bringen das Spiel durcheinander, damit kommen die Flames insgesamt besser zurecht. Sie treten zunehmend mit mehr Selbstbewusstsein auf und können am Ende verdient mit 25:22 gegen einen starken Gegner siegen.

Ein toller Auftakt!

Es spielten:
Merle Hechler (Tor), Magdalena Bähr (2), Helene Roth (6), Emilia Grimm, Mariella Koumtoudji Tchatat (7), Marta Müller, Annika Will, Lilli Jäger (3), Maja Hülsmann (2), Eleonore Ida Dönges (4), Mara Dirion, Kira Marie Lohrer (Tor), Matilda Mehner (1), Chiara Freudenberger

Flames weibliche D- Jugend

Weibliche D1-Jugend – Bezirksoberliga

Eigener Bericht D1

HSG Groß-Gerau/Dornheim - HSG Bensheim/Auerbach 3:32 (1:14)     

Gelungener Start in die neue Handballsaison für die D1!

In einer sehr einseitigen Partie übernahm die D1 von der ersten Minute an das Kommando und zog durch zahlreiche Konter sowie schöne Spielzüge schnell davon. Einzig die teilweise ungenauen Pässe verhinderten ein noch höheres Pausenergebnis. Insgesamt war die Abwehr sehr wachsam und es gelang den Spielerinnen insgesamt 16-mal den Ball herauszuspielen, was ein sehr guter Wert ist. Kam dann doch mal ein Ball auf das Tor, stand eine blendend aufgelegte Sarah Huber im Tor und verhinderte weitere Gegentreffer.

Gleiches Spiel in Halbzeit 2, nach einer Pausenansprache durch die Trainerin Claudia Richter wurden die Abspiele besser und immer uneigennützig der besser postierten Mitspielerin zugespielt. Im gesamten Spiel wurden nur sechs Tore durch Einzelleistungen erzielt, allen anderen Toren gingen schöne Vorlagen und Ballstafetten voraus, was sehr zur Freude der mitgereisten Fans war.

Der erste Sieg in der neuen Saison ist nun gesichert, jedoch werden bald schwerere Prüfsteine auf die D1 zukommen. Am kommenden Sonntag geht es zuhause um 10 Uhr gegen die JSG Lorsch/Einhausen, die ihr erstes Spiel knapp gegen die starke SV Erbach verloren haben.

Tore: Sarah Huber, Alia di Guilio 3, Nika Bonerz 4, Lucia Schürer, Marie Müller, Laura Hammes 3, Eva Achtmann 2, Milla Rettig 2, Marie Krauss 10, Lea Weber, Lisanne Meichsner 1, Carolin Streng 5, Darija Ramonaite 1.

 

 


30:29 gegen den Meisterschaftsfavoriten – Flames bringen die Weststadthalle zum Kochen

Wenn es einen perfekten Saisonstart gibt, dann haben den die Flames hingelegt. Nach dem 30:24-Auswärtssieg in Buxtehude, dem ersten Sieg gegen den BSV überhaupt, folgte am Samstagabend der 30:29 (12:11)-Heimsieg gegen den Meisterschaftsfavoriten Thüringer HC. Für die Flames war es der dritte Sieg gegen den THC und nach dem 05.02.2022 der zweite Heimsieg. Beste Werferinnen waren Isabell Hurst und Lisa Friedberger bei den Flames sowie Annika Lott beim THC mit je sieben Treffern.

Nach 42 Minuten hatte sich das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm einen Acht-Tore-Vorsprung herausgespielt. Auch wenn es am Ende nochmal eng und spannend wurde, so ließen sich die Flames die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und feierten einen laut umjubelnden Sieg vor 680 Zuschauern in der Weststadthalle, die seit langem mal wieder zur Weststadthölle wurde. So feierten die Flames und ihre Fans ein Handballfest und die Stimmung in der Halle war fantastisch. Die letzten fünf Spielminuten stand nahezu die ganze Weststadthalle und feuert ihre Flames an.

„Wir haben zwei Punkte gegen Thüringen und nur das zählt. Natürlich gehört am Ende auch Glück dazu, aber wir haben uns das heute verdient. Wir haben wie die Löwen gekämpft und in der Abwehr alles investiert. Ich bin heute einfach nur glücklich, weil diese zwei Punkte haben wir jetzt“, freute sich Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm nach dem Spiel.

„Als wir volles Risiko gingen, hatten wir sogar noch die Möglichkeit, das Ding zu drehen. Aber wir haben heute zu viele Chancen liegengelassen. Da hat Bensheim einfach besser getroffen“, so das Fazit von THC-Coach Herbert Müller.

In der Anfangsphase zeigte sich die Nervosität auf beiden Seiten und die Flames konnten sich bei Helen van Beurden bedanken, die ein starker Rückhalt war und bei Vanessa Fehr, die kurz vor der Pause beim Stande von 12:11 einen Siebenmeter von Kathrin Pichlmeier parierte. So ging es mit einer knappen Führung in die Kabine.

Die Flames erwischten einen wesentlich besseren Start in den zweiten Abschnitt. Kurz nach Wiederanpfiff verwandelte Lisa Friedberger einen Siebenmeter sicher zum13:11 und Torfrau Helen van Beurden netzte zum 14:11(32.) ins leere THC-Tor ein. Siebenmeterkiller Vanessa Fehr wechselte bei einem Strafwurf wieder ins Tor und parierte erneut. Diesmal gegen Nathalie Hendrikse. Josefine Huber erhielt eine Zeitstrafe, weil sie zu früh das Feld betrat und in Überzahl erhöhte Amelie Berger auf 15:11 (34.). Die Flames spielten sich jetzt in einen Rausch. Nach dem Treffer von Lisa Friedberger zum 18:12 (37.) reagierte THC-Trainer Herbert Müller mit einer Auszeit.

Die zeigte aber nur bedingt Wirkung, weil auch Heike Ahlgrimm diese Zeit nutzte und ihr Team entsprechend einstellte. So erhöhten die Flames auf einen Acht-Tore-Vorsprung zum 22:18 (42.) durch Alicia Soffel und Herbert Müller reagierte mit seinem letzten Team-Timeout.

Seine Mannschaft gab sich noch nicht geschlagen und verkürzte innerhalb von vier Minuten auf 23:19. Jetzt reagiert Heike Ahlgrimm und nahm eine Auszeit.

Der THC setzte zwar seine Aufholjagd fort, doch die Flames behielten die Nerven und dank Kim Naidzinavicius, die das Team hervorragend auf dem Feld führte, die Ruhe. Der THC kam zwar noch dreimal bis auf ein Tor beim 24:23 ((50.), 25:24 ((52.) und 27:26 (57.), doch die Flames ließen sich diesen Heimsieg und zweiten Saisonsieg nicht mehr nehmen. Das 30:27 (60.) durch Isabell Hurst mit ihrem siebten Treffer brachte die Vorentscheidung. Der THC konnte nur noch auf 30:29 verkürzen.

Das nächste Ligaspiel ist am 07.10.23 (18:00 Uhr, Weststadthalle) gegen die Sport-Union Neckarsulm. Davor geht es am 30.09.2023 für die Flames wieder zum Buxtehuder SV im Achtelfinale um den DHB-Pokal.

HSG Bensheim/Auerbach:
Vanessa Fehr, Helen van Beurden (1) - Amelie Berger (2), Isabell Hurst (7), Leonie Kockel, Sarah Dekker, Alicia Soffel (4), Ndidi Agwunedu (3), Lisa  Friedberger (7/4), Kim Naidzinavicius (4/2), Lucie-Marie Kretzschmar (2), Mia Ziercke, Sophia Ewald.


Flames freuen sich beim ersten Heimspiel auf den Deutschen Vizemeister Thüringer HC

Nach dem 30:24-Auswärtssieg zum Saisonauftakt der Handball Bundesliga Frauen (HBF) beim Buxtehuder SV, freuen sich die Flames der HSG Bensheim/Auerbach auf ihr erstes Heimspiel der Saison 2023/24 in der Weststadthalle Bensheim. Anwurf ist am Samstag, 16.09.2023 um 18:00 Uhr.

Der letzte Heimspielgegner 2022/23 ist gleichzeitig der erste Heimspielgegner 2023/24. Mit dem Thüringer HC erwarten die Flames zum Saisonstart gleich eines der TOP-Teams der Liga. Seit dem Aufstieg 2005 in die 1. Bundesliga wurde der THC 7 x Deutscher Meister (2011-2016 und 2018). Außerdem wurde man 3 x DHB-Pokalsieger (2011, 2013 und 2019) und gewann 3 x den DHB-Supercup (2015, 2016 und 2018). Alle Erfolge gehen auf das Konto von Trainer Herbert Müller, der seit 2010 Cheftrainer ist.

„Thüringen ist der absolute Favorit in diesem Spiel und wie ich schon mehrfach gesagt habe, für mich mein Meisterschaftsfavorit dieses Jahr. Jeder, der Herbert Müller kennt, weiß, dass er sehr ehrgeizig ist und dass ihn das fuchst, dass er die letzten Jahre nicht Meister geworden ist. Das Gros der Mannschaft ist zusammengeblieben und er hat sich punktuell verstärkt. Von daher hat er eine sehr starke Mannschaft. Er hat mit Pichl, hat jetzt einige gute Spielerinnen neu dazu gekriegt, mit Pichlmeier, Kündig und Gullberg sowie Eckerle im Tor. Darüber müssen wir nicht sprechen. Von daher hat eine sehr starke Mannschaft. Nichtsdestotrotz müssen wir uns nicht verstecken. Wir werden alles dafür tun, um sie zu ärgern. Thüringen spielt nicht gerne gegen uns, wir spielen zu Hause vor eigenem Publikum und da wollen wir natürlich mit dem Publikum zusammen direkt ein Feuerwerk abfackeln“, wünscht sich Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm.

Letzte Saison wurde der THC Deutscher Vizemeister. Das Saisonziel des THC ist erst einmal in allen drei Wettbewerben (DHB-Pokal, Meisterschaft und EHF European League) so lange wie möglich mitzumischen. „Wir wollen aufs Podium“, formulierte Herbert Müller seine Erwartungen. Er will ins FINAL4 nach Stuttgart im DHB-Pokal und erneut das Finalturnier der European League erreichen. Für die EHF European League ist der THC bereits für die Gruppenphase gesetzt und muss keine Qualifikation mehr spielen.

Durch die Rückkehr von Kerstin Kündig (aus Bietigheim), Josefine Huber nach Kreuzbandriss, Dinah Eckerle sowie die Zugänge von Kathrin Pichlmeier (VFL Oldenburg) und Ida Gullberg (H 65 Höörs HK/SWE) wurde das Team, wie bereits erwähnt, punktuell verstärkt. Die beiden zuletzt genannten waren im ersten Saisonspiel gegen Leverkusen beide je fünfmal erfolgreich.

Die Schlüsselspielerin im Team ist weiterhin Nationalspielerin Annika Lott, die letzte Saison beste Spielerin der Liga wurde und außerdem beste Torschützin im Final4 der European League war.

Das erste Saisonspiel gegen den TSV Bayer 04 Leverkusen entschied der THC mit 32:22 klar für sich.

Bisher gab es das Duell gegeneinander in Liga und Pokal vierzehnmal. Zehnmal ging der THC als Sieger vom Platz, zweimal die Flames und zweimal trennte man sich Unentschieden. Gerne würden die Flames dem Favoriten ein Bein stellen und mit den Fans im Rücken den dritten Sieg einfahren.

„Wir haben Selbstvertrauen durch unsere Vorbereitung und das Spiel gegen Buxtehude. Wir wissen an welchen Stellschrauben wir noch drehen müssen und haben uns diese Woche auf Thüringen sehr gut vorbereitet. Von daher freue ich mich auf ein schönes Spiel, auf ein spannendes Spiel, auf eine volle Halle, auf Mega-Unterstützung, so dass wir wieder die Weststadthölle haben. Jedenfalls wollen wir sie schön ärgern und vielleicht können wir ja auch was Zählbares mitnehmen. Das ist auf jeden Fall das Ziel und dafür werden wir alles investieren“, verspricht Heike Ahlgrimm mit Blick auf das Spiel am Samstag.

Rund um das Spiel wird auch noch einiges geboten. So gibt es eine Tombola, ein Flames-Euro-Shirt zu kaufen und vor der Halle wartet auch ein Food-Truck von Pono Bowls mit leckeren Bowls auf die Zuschauer.

 

 

 

 

 

 


Rückblick auf die Vorbereitung und Ausblick auf die Saison – Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm im Interview

Mit der Begegnung beim Buxtehuder SV startet für die Flames der HSG Bensheim/Auerbach die neue Saison 2023/2024 in der Handball Bundesliga Frauen (HBF). Seit Anfang Juli bereitete Coach Heike Ahlgrimm die Flames intensiv auf die siebte Saison im Oberhaus vor. Wie bereits in den letzten Jahren führte Flames-Mitarbeiterin Andrea Müller kurz vor Saisonbeginn ein ausführliches Interview mit Heike Ahlgrimm über die Vorbereitung und die bevorstehende Saison.

Heike, die lange Vorbereitung befindet sich auf der Zielgeraden. Freut Ihr Euch auf den Start in die neue Saison?

Heike Ahlgrimm: Wir freuen uns riesig auf den Start der neuen Saison und das Ende der Vorbereitung. Ich glaube, das ist immer so, denn Vorbereitung mag niemand wirklich. Von daher sind wir voller Vorfreude und froh, dass es endlich losgeht. Jetzt kommt das, wofür wir so hart gearbeitet haben, jetzt geht es um Punkte, jetzt geht es um Wettkampf, um Sieg und Niederlage. Alles, was bis jetzt war, zählt nicht mehr. Wir sind sehr motiviert und haben uns viel vorgenommen für diese Saison. Deshalb kann ich sagen: ja, endlich.

Wie ist die Vorbereitung in Deinen Augen gelaufen und was habt Ihr so gemacht?

Heike Ahlgrimm: Die Vorbereitung ist sehr gut gelaufen. Wir haben dieses Jahr das Trainingslager wieder in Imst in Österreich gehabt. Das war sehr schön und dort sind gute Bedingungen. Wir haben wieder unsere beiden Turniere gespielt in Fritzlar und unseren Dentsply Sirona Cup, die sehr erfolgreich waren. Aber du darfst natürlich die Vorbereitung nicht überbewerten, weil das jetzt alles nicht mehr zählt. Wenn wir jetzt nicht punkten, dann war alles wie vorher und es war für die Katz. Wir sind aber auf einem sehr guten Weg und haben sehr viele Dinge schon richtig gut gemacht. Es wird aber weiter ein Prozess sein und wir werden uns weiterentwickeln. In der Vorbereitung haben wir natürlich ein paar Events gemacht, wie Paddeln, Dartspielen und vor allem beim Powerplay konnten wir wirklich auch als Team nochmal zusammenfinden und das hat uns sehr gutgetan.

Für Euch ist die Saison eigentlich schon eine Woche vorher gestartet. Als Vize-Pokalsieger der letzten Saison durftet ihr im Supercup gegen den deutschen Meister und Pokalsieger SG BBM Bietigheim antreten. Über 52 Minuten habt Ihr einen großartigen Kampf geliefert und erst am Ende deutlich mit 34:23 verloren. Welche Erkenntnisse konntet Ihr aus dem Spiel mitnehmen?

Heike Ahlgrimm:  Ich habe ja von Anfang an gesagt, dass wir so ein wenig zwiegespalten sind. Das war für uns ein Zusatzspiel, was uns weitergebracht hat, wo wir viel mitgenommen und dass wir genossen haben. Es war ärgerlich, dass in der siebten Minute durch die Rote Karte für Lisa Friedberger schon etwas das Herzstück weggefallen ist. Sarah van Gulik konnte auch nicht spielen. Das ist natürlich in so einem Spiel ärgerlich. Wir haben trotzdem bis zur 52. Minute mitgehalten, haben nur mit drei Toren hinten gelegen, verlieren dann aber in den letzten 8 Minuten so ein bisschen den Kopf, wo wir einfach auch tot waren, weil wir über unsere Grenzen hinausgehen mussten. Wir haben sehr viele Dinge gut gemacht und wirklich gekämpft. Im Angriff haben wir gegen Bietigheim Lösungen gefunden und wir werden weiter daran arbeiten. Man kann aus solchen Spielen nur lernen. Ich glaube, dass wir trotz der hohen Niederlage am Ende mit erhobenem Haupt vom Spiel gehen können und von daher schauen wir mal, wie es weitergeht.

Zu Deinem Kader. Nach 17-monatiger Verletzungspause ist Sarah Dekker zu Beginn der Vorbereitung ins Mannschaftstraining zurückgekehrt und gehört wieder fest zum Kader. Beim Turnier in Fritzlar wurde sie sogar zur besten Spielerin ausgezeichnet. Wie geht es Sarah und was kann man nach der langen Pause von ihr schon erwarten?

Heike Ahlgrimm: Dekki geht es gut und ich bin sehr froh, dass sie zurück ist. 17 Monate sind eine lange Zeit. Wir haben aber immer hinter ihr gestanden. Das haben wir damals bei Alice schon gemacht. Dekki hat jetzt eine komplette Vorbereitung mitgemacht und hat keine Schmerzen mehr im Knie. Sie hat wieder Vertrauen in den eigenen Körper, was ganz wichtig ist. Mit Dekki und Bergi (Anm.: Amelie Berger) haben wir zwei Mega-Rechtsaußen im Team, die sich gut ergänzen. Von daher freue ich mich darauf. Zum einen freue ich mich, dass sie wieder da ist, weil man bei so einer Verletzung nie weiß, wie es weitergeht und zum zweiten freue ich mich, dass sie uns wirklich weiterhilft und schon wieder so gut zurückgekommen ist und wir da auf einem guten Weg sind. Das braucht logischerweise noch viel Zeit und die werden wir Sarah geben. Aber ich bin sicher, dass sie sich von Spiel zu Spiel und von Training zu Training weiterentwickelt und dass es weiter vorangeht.

Mit Kim Naidzinavicius ist den Flames quasi ein Königstransfer gelungen. Die ehemalige Nationalspielerin kehrte, bepackt mit vielen Jahren Erfahrung und Erfolgen, vom Deutschen Meister SG BBM Bietigheim an die Bergstraße zurück, wo sie bereits von 2008-2011 in der zweiten Liga spielte. Was bedeutet dieser Verpflichtung für die Flames und welche Rolle spielt Kim im Team?

Heike Ahlgrimm: Über Kim müssen wir rein theoretisch wenig sagen. Kim ist das i-Tüpfelchen, was uns gefehlt hat. Wir haben jetzt schon in der Vorbereitung, im Training und im Spiel gemerkt, wie wichtig sie für uns ist. Dies nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch sie als Persönlichkeit. Sie strahlt eine wahnsinnige Ruhe aus. Kim hat immer gute Laune, sie ist für die für die Mädels da, die gucken auf sie hoch. Das ist schon was Besonderes, dass so eine Spielerin sich für uns entscheidet. Kimi ist sehr geerdet, worüber ich sehr froh bin, was man auch merkt und sieht. Sie hat in den Vorbereitungsspielen und im Supercup schon gezeigt, wie wichtig sie werden kann. Das geht nicht von heute auf morgen, aber sie wird natürlich eine tragende Rolle für uns einnehmen und auch die anderen Spielerinnen, wie Lisa und Sarah oder auch Amelie, profitieren wahnsinnig von ihr, von ihrer Erfahrung und sie lernen von ihr. Ich bin sehr froh und wir werden noch sehr viel Spaß mit Kimi haben. Wir sind wir da auf einem guten Weg und es macht Spaß mit Kimi zu arbeiten. Wie gesagt, wir werden noch viel Freude mit ihr haben und dadurch auch erfolgreich sein.

Die weiteren Neuzugänge sind drei junge Spielerinnen mit Linksaußen Mia Ziercke (von der HSG Blomberg-Lippe), Torfrau Tabea Coors (1. FSV Mainz 05) und Kreisläuferin Sophia Ewald aus der eigenen Jugend, die letzte Saison bereits einige Kurzeinsätze hatte. Damit bleiben die Flames ihrer Linie treu immer wieder junge Talente zu verpflichten und zu entwickeln. Kannst Du uns kurz, was zu den dreien sagen? Wie ist der erste Eindruck nach der Vorbereitung und was erwartest Du von ihnen?

Heike Ahlgrimm: Das machen wir ja in den letzten Jahren schon immer. Wir haben mit Mia Ziercke auf Linksaußen eine junge Deutsche als Nachfolge für Elisa Stuttfeld geholt, die noch Zeit braucht, um reinzukommen. Sie ist noch jung, macht sich im Kopf noch viel zu viele Gedanken. Wenn wir Ruhe bewahren, dann können wir von ihr noch einiges erwarten. Sie hat auf jeden Fall ein Wurf-Repertoire, was relativ Wenige haben und sie kann gut Siebenmeter werfen. Jetzt braucht sie nur noch das Vertrauen in sich selbst. Mit Tabea haben wir eine Torhüterin, die schon mal bei uns im Verein war und uns auf der Torhüterposition ergänzen soll, wenn was unseren beiden Torhüterinnen passiert. Sie ist eine junge Spielerin, die noch viel lernen kann und sie hat in der Vorbereitung schon gezeigt, dass sie mithalten kann und hat gute Spiele gemacht. Sie trainiert zweimal in der Woche bei uns mit, ist aber für die zweite Mannschaft eingeplant, um dort mit den Junior Flames die Klasse in der dritten Liga zu halten.  Sophia Ewald war letztes Jahr schon dabei und hat dieses Jahr einen kleinen Vertrag bekommen. Sie haben wir jetzt schon direkt gebraucht, was eigentlich nicht eingeplant war. Sie wurde direkt ins kalte Wasser geworfen. Sophia macht ihre Sache aber richtig gut, zahlt natürlich Lehrgeld, was ganz normal ist. Ich bin sehr froh, sie in unseren Reihen zu haben, gerade durch den Ausfall von Dionne Visser hilft sie uns im Moment wahnsinnig. Wir werden in aller Ruhe mit allen dreien die Entwicklungen weitergehen, ihnen Zeit geben und mit ihnen arbeiten. Ich denke, dass sie alle Drei großartig ins Team passen und mit uns den gemeinsamen Weg weitergehen.

In der Vorbereitung hattet ihr gleich mit Dionne Visser und Lilli Holste zwei Verletzte zu beklagen, die beide operiert wurden. Wie geht es ihnen und wie lange werden sie ausfallen?

Heike Ahlgrimm: Lilli hat nächste Woche nochmal eine Nachuntersuchung, aber das sieht richtig gut aus. Wir gehen davon aus, dass sie nächste Woche mit ein bisschen prellen und werfen anfangen kann und die Woche darauf wird sie wieder ins Training einsteigen können. Da sind wir voll im Soll. Es ist zum Glück bei ihr die rechte Hand. Als Linkshänderin ist das ein bisschen von Vorteil. Von daher sind wir da guter Dinge. Bei Dio müssen wir abwarten, das kann sich so schnell nicht entscheiden. Da brauchen wir jetzt erstmal sechs bis acht Wochen absolute Ruhe. Dann müssen wir gucken, wie sich das entwickelt. Die OP ist sehr gut verlaufen, aber bei so einer Verletzung ist das nie einfach zu sagen, wann sie wieder da ist und wie lange sie ausfällt. Das ist bei dem Mittelhandbruch von Lili einfacher, die wird in 2-3 Wochen wieder anfangen. Aber bei Dio gibt es kein gewisses Datum. Da werden wir ihr aber alle Zeit der Welt geben, bis sie wieder fit ist und der Rücken nicht mehr schmerzhaft ist, da sie in den letzten Jahren schon öfter Probleme damit hatte. Den Weg werden wir mit ihr gemeinsam gehen, damit sie irgendwann ihr Comeback feiern kann.

Letzte Saison war Lisa Friedberger als Kapitänin Dein verlängerter Arm auf dem Spielfeld. Wird die Dienstälteste Spielerin der Flames auch diese Saison das Team führen?

Heike Ahlgrimm: Lisa Friedberger wird wieder meine Kapitänin sein. Das stand auch gar nicht zur Diskussion. Das hat nichts mit der Dienstältesten Spielerin zu tun, sondern sie ist die Spielerin, die immer vorangeht, die das Team leitet, lenkt und führt, und das schon seit Jahren. Sie gibt für den Verein alles und ist ein Vorbild für viele Spielerinnen, daher war das für mich klar, dass sie wieder Kapitänin und mein verlängerter Arm auf dem Feld bleibt. Es gibt keinen Co-Captain, sondern ich habe mich entschieden, dass wir einen kleinen Mannschaftsrat bilden. Das sind dieses Jahr Sarah von Gulik und Isabel Horst. Beide Spielerinnen sind schon sehr lange bei uns im Verein. Sie sind unterschiedliche Typen und sind Spielerinnen, die auch immer vorweggehen, vollen Einsatz und sehr viele Emotionen zeigen und sollen Lisa unterstützen. Dieses Dreiergespann kann dann auch dieses Jahr die Mannschaft leiten und führen.

Apropos „Dienstälteste“... Auch Du bist mittlerweile schon seit 2015 in Bensheim und seit 2016 für die Bundesligamannschaft verantwortlich, mit der Du direkt in die 1. Liga aufgestiegen bist. Somit gehörst Du zu den Dienstältesten Trainern in der 1. Liga. Lediglich Tessa Bremmer (seit 2014 bei der HSG Bad Wildungen), Herbert Müller (seit 2010 beim Thüringer HC) und Dirk Leun (seit 2008 beim Buxtehuder SV) sind länger bei ihren Vereinen im Amt. Die Mannschaft und der Verein haben sich durch Dich kontinuierlich weiterentwickelt. Für die Voraussetzungen in Bensheim hast Du eigentlich schon fast alles erreicht als deutscher Vizepokalsieger, dem Spiel um den Supercup und der Teilnahme an der EHF European League. Was ist für Dich nach der langen Zeit noch Motivation und welche Ziele hast Du noch?

Heike Ahlgrimm: Ich stehe noch sehr gerne in der Halle und das ist das, was ich liebe. Natürlich gibt es auch manchmal andere Momente, nachdenkliche Momente, Momente, wo es sehr anstrengend ist. Es geht immer um Sieg und Niederlage, man steht da schon unter Druck, aber mir macht das wirklich noch sehr viel Spaß. Ich habe aber auch dieses Jahr, was vieles einfacher macht, eine sehr gute Mannschaft. Ich bin sehr glücklich darüber, dass wir das mit Kimi und Bergi möglich gemacht haben, so dass wir dieses Jahr wirklich, für mich, die beste Mannschaft haben, seitdem ich hier bin. Jetzt sind wir in der Pflicht und der Druck ist groß, um das umzusetzen, um das aufs Spielfeld zu bringen und um den nächsten Schritt zu machen, denn jetzt kann es auch einen Schritt nach oben gehen. Dementsprechend habe ich das Ziel mit dieser Mannschaft wieder einen weiteren Schritt nach oben zu machen. Wir haben das Ziel international weiterzukommen, das Ziel wieder ins Final4 einzuziehen und das Ziel, dass man das umsetzt, was man sich vornimmt. Ich werde weiter mit der Mannschaft hart arbeiten, die Mädels unterstützen, versuchen sie voranzubringen und versuchen sie weiterzuentwickeln. Das sind alles die Ziele, die man als Trainerin hat und von daher geht es auf jeden Fall weiter.

Mit dem Spiel um den Supercup und der Teilnahme an der der EHF European League habt ihr bereits einen historischen Erfolg für Bensheim erreicht und Geschichte geschrieben. In der Qualifikation spielt ihr gegen Oldenburg oder Thessaloniki.  Wie siehst Du die Chancen die Gruppenphase zu erreichen?

Heike Ahlgrimm: Die Chance auf die Gruppenphase ist da, aber wir müssen erstmal abwarten, wer weiterkommt. Oldenburg spielt zweimal in Griechenland. Ich gehe davon aus, dass Oldenburg weiterkommt. Es ist wahrlich nicht das Los, das man sich gewünscht hat, weil eine deutsche Mannschaft natürlich nicht international das ist. Wir hätten gern eine andere Mannschaft gehabt. Wir werden aber, egal ob es jetzt Oldenburg oder Thessaloniki ist, alles dafür tun, um in die Gruppenphase einzuziehen. Das wird nicht einfach. Wir werden erst zu Hause spielen, dann auswärts in Oldenburg oder in Griechenland. Von daher wird es ein schweres Unterfangen. Wir haben aber so viel Selbstbewusstsein, dass wir diese einmalige Chance nutzen wollen, um danach noch weitere sechs Spiele in der Gruppenphase zu haben. Es ist eine Riesenmöglichkeit, dies mit nur zwei Spielen, einem Hin- und Rückspiel, zu erreichen und dafür werden wir alles investieren. Wir werden uns ordentlich darauf vorbereiten und dann schauen wir, was geht.

Das Erreichen der Gruppenphase ist auf der einen Seite das Ziel, das alle erreichen wollen, auf der anderen Seite ist es ein finanzieller und logistischer Kraftakt, der gestemmt werden muss. Die Flames dürfen in der Gruppenphase nicht in der Weststadthalle spielen. Gibt es hierfür schon Lösungen und was kann die Region und das Umfeld dazu beitragen?

Heike Ahlgrimm: Es ist definitiv ein finanzieller und logistischer Kraftakt. Wir suchen immer noch Sponsoren, wir brauchen immer noch Unterstützung, denn wenn wir wirklich in die Gruppenphase einziehen, ist das eine sehr große finanzielle Herausforderung für uns und für so einen kleinen Verein sehr, sehr schwierig. Ich hoffe, dass wirklich noch einige Sponsoren aufspringen und uns unterstützen, weil wir alles dafür tun, um da erfolgreich zu sein. Wir dürfen nicht in der Weststadthalle spielen, das steht schon mal fest. Wir werden nach Elsenfeld umziehen. Das ist eine Halle mit zwei Seiten, die einen sehr modernen Boden hat. Der wird von unten beleuchtet mit blau und den Linien, sodass man den blauen Boden nicht legen muss. Ich bin sehr froh, dass wir das als Verein hinbekommen haben. Natürlich hätten wir gerne in unserer Weststadthalle gespielt, aber die Auflagen der EHF sind ganz klar definiert und das steht daher nicht zur Diskussion. Dementsprechend bin ich froh, dass wir eine Lösung gefunden haben und umziehen werden. Ich hoffe, dass wir trotzdem genügend Publikum bekommen, vielleicht auch noch ein neues Publikum dazubekommen und dass die eingefleischten Fans trotzdem den Weg dorthin auf sich nehmen, um uns da zu unterstützen, weil es wirklich für Bensheim was Einmaliges und was ganz Besonderes ist, dass wir international spielen. Von daher hoffe ich, dass jeder dazu beiträgt uns da zu unterstützen und als achter Mann hinter uns steht.

Die letzte Saison habt Ihr auf dem 8. Tabellenplatz abgeschlossen. Ihr habt eine sehr erfolgreiche Vorbereitung gespielt und alle Testspiele sowie das Turnier in Fritzlar und den selbst ausgerichteten 3. Dentsply Sirona Cup gewonnen und dabei auch gegen viele Ligakonkurrenten gespielt und testen können. Welche Erkenntnisse konntest Du gewinnen und glaubst Du, dass die Erwartungen im Umfeld dadurch gestiegen sind?

Heike Ahlgrimm: Die Erwartungen sind definitiv gestiegen, aber das ist ja immer so: Man will immer höher, weiter, schneller etc. Das ist klar. Wir werden uns davon aber nicht beirren lassen. Alles, was in der Vorbereitung war, zählt jetzt nicht mehr. Ja, wir haben eine gute Mannschaft und ja, wir haben auch schon gute Spiele gemacht in der Vorbereitung. Aber wir müssen das jetzt umsetzen. Wir müssen jetzt die Punkte sammeln in der Liga. Wir werden uns stetig weiterentwickeln und wir dürfen uns nicht ausruhen. Natürlich schielen wir schon dieses Jahr ein bisschen weiter nach oben, aber wichtig für mich ist, dass wir uns nicht unter Druck setzen lassen, sondern dass wir weiter unseren Weg gehen, von Spiel zu Spiel schauen, Schritt für Schritt gucken. Da gehören so viele Faktoren dazu. Da gehört das Umfeld dazu, das uns unterstützt. Ich hoffe, dass wir wieder viele Leute in die Halle bekommen und dass in der Halle mal wieder über 1000 Zuschauer sind. Ich hoffe auch, dass wir attraktiven Handball spielen und so dazu beitragen, dass die Leute kommen. Dann hoffe ich, dass die Sponsoren uns weiter die Stange halten. Da sind sehr viele Erwartungen von unserer Seite und von Seite der Sponsoren. Von daher freue ich mich auf die neue Saison, die hoffentlich eine Mega-Saison wird. Wir werden sportlich alles dafür tun.

Die Liga wird am Ende der Saison um zwei Mannschaften reduziert. Somit gibt es drei direkte Absteiger und keine Relegation. Wer sind für Dich die Kandidaten, die um den Abstieg spielen und wer ist für Dich der Meisterschaftsfavorit?

Heike Ahlgrimm: Es gibt drei Absteiger und keine Relegation, weil die Liga verkleinert soll. Das heißt natürlich, dass es dieses Jahr ein Hauen und Stechen gibt. Bietigheim gehört wieder zu den Meisterschaftsfavoriten. Ich sehe dieses Jahr aber Thüringen ein Ticken stärker, von daher lege ich mich fest, dass Thüringen Meister wird und Bietigheim Zweiter. Dann hat man die üblichen Verdächtigen da oben mit Dortmund, Oldenburg, Metzingen, Buxtehude und Blomberg. Ich hoffe, dass wir auch einen Schritt nach oben machen, dass wir mit den oberen Plätzen ein bisschen liebäugeln. In meinen Augen streiten sich fünf Mannschaften, um die drei Abstiegsplätze. Da gehört Bad Wildungen und Halle dazu, ebenso Solingen, als Aufsteiger sowie Zwickau und Neckarsulm. Auf der anderen Seite weiß man auch, wie schnell es im Handball geht. Man darf sich keine Ausrutscher leisten, damit man nicht da unten reinrutscht. Von daher wird es für uns wichtig sein, so schnell wie möglich Punkte zu sammeln und erfolgreich zu sein. Wir brauchen den Flow und wenn man den bekommt, dann kann man auch erfolgreich Handball spielen und dann kann man auch das Positive mitnehmen und Pünktchen sammeln. Dafür werden wir alles tun und dann gucken wir, wo die Reise hingeht.

Reden wir über den Liga-Auftakt. Für die Flames geht es dieses Wochenende mit dem Auswärtsspiel beim Buxtehuder SV los, dann kommen die beiden Heimspiele gegen den Deutschen Vizemeister Thüringer HC und die Sport-Union Neckarsulm. Dazwischen geht es im Achtelfinale des DHB-Pokals erneut zum Buxtehuder SV. Wie siehst Du Eure Chancen in den ersten Spielen und im Pokal?

Heike Ahlgrimm:  Buxtehude ist gleich ein sehr schweres Auswärtsspiel, weil alle von uns jetzt erwarten, dass wir gewinnen, weil wir in der Vorbereitung gewonnen haben. Aber ich habe ja schon am Anfang angesagt, dass das alles nicht mehr erzählt. Buxte spielt zu Hause, hat den Heimvorteil und wir haben eine lange Anfahrt. Aber dieses Jahr haben wir alles dafür getan, dass es erfolgreich wird, indem wir einen Tag vorher losfahren. Von daher bin ich da guter Dinge, dass es dieses Jahr, endlich zum ersten Sieg gegen Buxtehude reicht.

Dann haben wir ein ganz, ganz schweres Spiel zu Hause. Unser erstes Heimspiel geht gegen meinen Meisterschaftsfavoriten, den Thüringer HC. Auf der anderen Seite müssen wir uns jetzt nicht vor Thüringen verstecken, denn wir haben immer gute Spiele gegen Thüringen gemacht und Thüringen mag es nicht unbedingt gegen uns zu spielen. Danach ist das Spiel gegen Neckarsulm. Das ist ein Spiel, das wir unbedingt gewinnen wollen. Das sind zwei fest eingeplante Punkte. Dementsprechend werden wir dieses Spiel fokussiert angehen. Im Achtelfinale des Pokals geht es wieder nach Buxtehude. Aber es ist, wie es ist und wir können es nicht ändern. Wenn wir wieder zum Final Four wollen, dann müssen wir jeden Gegner, der uns zugelost wird, schlagen. Dementsprechend werden wir versuchen in Buxtehude das Pokalspiel zu gewinnen, weil das Final Four in Stuttgart das große Ziel ist, und dafür werden wir alles investieren.

Vize-Pokalsieger und Tabellenplatz 8 in der Saison 2022/23. Was ist das Saisonziel für die Saison 2023/24?

Heike Ahlgrimm: Wir wollen in die Gruppenphase im Europapokal, wir wollen wieder ins Final Four und wir wollen einen Platz besser als Platz 8 sein. Also wir wollen auf jeden Fall nach oben schielen. Mit dieser Mannschaft ist das möglich, aber nur dann, wenn wir alle an einem Strang ziehen, wenn wir alle fokussiert sind, wenn wir unsere Leistung abrufen, wenn wir mit unseren Fans jedes Spiel genießen und ein Fest in der Weststadthalle machen und bei den Auswärtsspielen vielleicht der eine oder andere mitkommt. Dann ist dieses Jahr einiges möglich. Dafür werden wir alles investieren und alles tun.

Zum Abschluss: Hast Du einen persönlichen Wunsch?

Heike Ahlgrimm: Ich wünsche mir, dass wir verletzungsfrei bleiben beziehungsweise keine weiteren Verletzungen hinzukommen, dass meine beiden verletzten Spielerinnen wieder zurückkommen, dass wir uns wirklich mit der Mannschaft kontinuierlich weiterentwickeln, immer einen Schritt nach vorne machen, dass wir diese Saison wirklich Spaß haben und jedes Spiel genießen. Dann schauen wir, was am Ende dabei rumkommt.

Vielen Dank für das nette Gespräch und viel Erfolg für die neue Saison.