Flames schreiben am Samstag Geschichte – Erstes internationale Spiel in Bensheim

Die Flames der HSG Bensheim/Auerbach schreiben am Samstag Geschichte in Bensheim, denn es ist die Premiere auf der internationalen Bühne für die HSG Bensheim/Auerbach und somit das erste internationale Spiel der Handballfrauen in Bensheim. Qualifiziert hatten sich die Flames als Vize-Pokalsieger, da der Doublegewinner SG BBM Bietigheim in der Champions League startet. Dass der Gegner kein internationales Team ist, sondern der Ligakonkurrent VfL Oldenburg tut der Vorfreude dabei überhaupt keinen Abbruch. Das Siegerteam aus Hin- und Rückspiel zieht in die Gruppenphase der European League ein, die 2024 startet. Anwurf der Partie ist am Samstag, 11.11.23 um 18:00 Uhr in der Weststadthalle Bensheim.

Während die Flames sich für den Wettbewerb direkt qualifizierten, bekam der VfL Oldenburg als Vierter der Saison 2022/23 in der Handball Bundesliga Frauen (HBF) eine Wildcard und musste daher schon in der 2. Qualifikationsrunde der EHF European League antreten. Die Handballerinnen des VfL Oldenburg bestritten beide Partien in Griechenland. In den Playoffs gewannen sie innerhalb von drei Tagen in Summe die beiden Begegnungen gegen den griechischen Vizemeister PAOK Thessaloniki. Nach dem deutlichen 37:22-Hinspielerfolg am Freitag, machte der VfL mit dem 25:25-Unentschieden am Sonntag das Weiterkommen in die 3. Runde perfekt und somit die beiden Spiele gegen die Flames.

„Am Wochenende ist das erste Eurocup-Spiel für Bensheim in der Geschichte. Wir sind voller Vorfreude. Die Spannung spürt man im Umfeld. Ich hoffe, dass die Halle Mega-voll wird, dass sie die Zuschauer uns wieder so unterstützen, wie gegen Bietigheim. Wir werden alles investieren, um uns in eine gute Ausgangslage zu bringen. Es wird ein Spiel auf Augenhöhe sein, das war in den letzten Spielen gegen Oldenburg schon immer so und das Gute bei internationalen Spielen ist, dass wir zwei Spiele haben. Das heißt, dass das am Samstag bei uns zu Hause erst der erste Schritt ist. Eine gute Ausgangslage ist daher wichtig. Wir  brauchen ein sehr gutes Abwehrverhalten und einen guten Rückzug. Wir müssen vorne die Dinge richtig umsetzen und die Chancen nutzen. Das haben schon direkt nach dem Spiel in Blomberg angesprochen und was wir verändern wollen. Wenn wir das umsetzen, dann haben wir eine ganz große Chance das Spiel auch zu gewinnen. So gehen wir auch ins Spiel“, erzählt Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm mit Blick auf das Hinspiel am Samstag.

Es ist das zweite von vier Spielen in dieser Saison gegeneinander. Erst am 18.10.23 standen sich beide Mannschaften in Oldenburg gegenüber. Die Flames konnten das Spiel mit 29:27 für sich entscheiden. In der Liga liegt der VfL Oldenburg mit 7:7 Punkten auf dem 7. Tabellenplatz. Am Mittwochabend musste der VfL, genau wie die Flames in Blomberg, ebenfalls eine Niederlage hinnehmen. Beim TSV Bayer 04 Leverkusen unterlag das Team von Trainer Niels Bötel mit 25:29 (9:16). Im DHB-Pokal feierte der VfL eine Woche zuvor gegen Leverkusen noch einen 26:22-Erfolg und den damit verbundenen Einzug ins Final 4 in Stuttgart.

In 15 Pflichtspielen (Liga und Pokal) standen sich beide Mannschaften bisher gegenüber. Achtmal ging der VfL als Sieger vom Feld, sechsmal die Flames und einmal trennte man sich unentschieden.

„Ich möchte, dass meine Mädels das genießen, weil man die Chance European League zu spielen, nicht so oft bekommt. Wir machen uns auch keine Gedanken darüber, dass es jetzt Oldenburg ist und kein internationaler Gegner, denn das wird am Samstag keine Rolle spielen. Wir werden am Samstag ein internationales Spiel haben und ob da jetzt eine deutsche Mannschaft kommt oder eine andere Mannschaft, das ist völlig egal und spielt, wie gesagt keine Rolle. Es sind internationale Schiedsrichter, ein internationales Kampfgericht und es wird das Feeling da sein und darum geht es. Es ist die Belohnung für das, was wir letzte Saison im Pokal geleistet haben. Ich möchte, dass meine Mädels ein geiles Spiel machen und sich nicht unter Druck setzen und dann haben wir auf jeden Fall auch eine Chance gegen Oldenburg zu gewinnen und das ist das große Ziel“, ist Heike Ahlgrimm voller Vorfreude auf die Begegnung.

Die Flames wollen die Weststadthalle zur „Weststadthölle“ machen und sich zu Hause eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am Sonntag, 19.11.202, in Oldenburg schaffen, damit sie sich den Traum zur Teilnahme an der  Gruppenphase der EHF European League erfüllen können.

Die eine oder andere Überraschung wird es am Samstag geben, sodass das Hinspiel zu einem absoluten Highlight für alle in der Halle wird.

Unter dem Motto " Alle in Rot" wird das Europa-Shirt am Samstag statt für 12,50 Euro zum Sonderpreis für 10 Euro im Fanshop in der Halle verkauft.

Für die jüngeren Fans haben sich die Flames auch was einfallen lassen: freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre!

 

 


Erste Saisonniederlage beim 26:28 in Blomberg

Am 7. Spieltag der Handball Bundesliga Frauen (HBF) hat es dann die Flames der HSG Bensheim/Auerbach auch erwischt. Mit 26:28 (13:13) unterlag das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm vor 803 Zuschauern in der Halle an der Ulmenallee der HSG Blomberg-Lippe. Für die Flames ist es die erste Saisonniederlage, den zweiten Tabellenplatz behalten sie mit 11:3 Punkten aber weiterhin. Blomberg verbesserte sich durch die Niederlage von Borussia Dortmund auf den  4. Tabellenplatz mit 10:4 Punkten. Beste Torschützinnen der Flames waren Isabell Hurst und  Lisa Friedberger (6/5) sowie bei der HSG Stefanie Kaiser mit jeweils 6 Treffern.

Es reicht einfach nicht, wenn man nicht die Leistung abruft und gegen Blomberg muss alles funktionieren, um zu gewinnen. Wir haben im Angriff nicht performt. Die Abwehr denke ich, war in Ordnung. In der zweiten Halbzeit haben wir da allerdings mit der Stefanie Kaiser ein paar Probleme gehabt. Ansonsten hat es aber im Angriff groß gehapert. Mit 20 Fehlwürfen und 10 technischen Fehler kann man kein Spiel gewinnen. Wir haben zwar viele Chancen kreiert, aber wenn man die dann nicht macht, dann wird es halt schwer gegen so einen Gegner. Trotzdem verlieren wir nur mit zwei Toren. Machst du nur ein paar rein, dann gewinnst du“, bilanzierte Heike Ahlgrimm nach dem Spiel.

Die Flames erwischten den besseren Start in die Partie. Nach Toren von Ndidi-Silvia Agwunedu, Lisa Friedberger und Alicia Soffel führten die Flames mit 3:1 (4. Minute), verpassten dann durch einen Lattenwurf die Chance auf 4:1 zur erhöhen. Laetitia Quist und Malina Marie Michalczik glichen anschließend zum 3:3 (6.) aus. Nach einem Doppelschlag von Sarah Dekker zum 7:4 (11.) lagen die Flames erstmals mit drei Toren vorn und HSG-Coach Steffen Birkner, der gestern seinen Vertrag für weitere zwei Jahre in Blomberg verlängerte, reagierte mit seinem ersten Team-Timeout. Trotzdem gelang es den Flames sich in der Folgezeit sogar auf vier Tore, nach einem Treffer von Isabell Hurst zum 11:7 (18.), abzusetzen.

Dies hätte den Flames eigentlich Sicherheit geben sollen, doch die Flames verloren völlig den Faden. Es folgten fast neun torlose und etwas kopflose Minuten im Angriff, so dass die HSG Blomberg-Lippe nicht nur zurück ins Spiel fand, sondern durch einen 5:0-Lauf sogar selbst erstmals beim 12:11 (27.) in Führung ging. Kim Naidzinavicius beendete die Durststrecke mit ihrem Treffer zum 12:12 (28.). Nieke Kühne brachte die Gastgeber wieder in Führung, doch Lucie-Marie Kretzschmar sorgte noch für den Ausgleich zum 13:13 vor der Pause.

Die Flames erwischten auch den besseren Start in den zweiten Abschnitt. Nach dem Treffer von Isabell Hurst zum 18:16 (40.) führten die Flames mal wieder mit zwei Toren. Es gelang ihnen aber nicht die Gastgeber abzuschütteln. Vor allem HSG-Kreisläuferin Stefanie Kaiser bekam die Flames-Abwehr überhaupt nicht in den Griff. So gelang es Kaiser innerhalb von dreizehn Minuten sechs Tore zu erzielen.

Blomberg konnte zweimal ausgleichen zum 21:21 (46.) und 22:22 (48.). Die Flames ließen in dieser spannenden Begegnung die Chance zur nächsten Führung aus. HSG-Coach Steffen Birkner nahm anschließend seine nächste Auszeit und Malina Marie Michalczik brachte ihr Team anschließend erstmals wieder mit 23:22 (49.) in Front, Isabell Hurst glich erneut aus (51.).

Bis zum 26:26 (57.) durch Isabell Hurst blieb es weiter ausgeglichen, allerdings sollte dies auch der letzte Flames-Treffer bleiben. Ona Vegue Pena verwandelte den einzigen Siebenmeter für Blomberg (58.) und Nationalspielerin Alexia Hauf sorgte in der Schlussminute mit ihrem Tor zum 28:26 für den Sieg der Gastgeber und die erste Saisonniederlage der Flames.

„Es war klar, dass es uns irgendwann erwischt und wir werden deswegen nicht den Kopf in Sand stecken. Vielleicht ist es mal ganz gut und zur rechten Zeit, dass das passiert ist. Jetzt können wir uns noch mal sammeln. Wir haben am Samstag ein sehr schweres Spiel und wir haben zum Glück nicht viel Zeit über die Niederlage nachzudenken. Wir müssen am Samstag performen und alles investieren, um das Spiel zu gewinnen und uns eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel zu holen. Deswegen bin ich gespannt, wie wir drauf reagieren. Wir sind gut, wir brauchen uns jetzt nicht verstecken und es wirft uns nicht um, aber man muss natürlich die Leistung abrufen. Das haben wir nach dem Spiel schon angesprochen und ab jetzt gilt voller Fokus auf die neuen Aufgaben und das Euro League-Spiel gegen Oldenburg“, freut sich Heike Ahlgrimm jetzt schon auf die Premiere in Bensheim.

Denn das gab es in Bensheim bisher noch nicht. Am 11.11.23 (18:00 Uhr, Weststadthalle) treffen die Flames der HSG Bensheim/Auerbach in der dritten und letzten Qualifikationsrunde zur EHF European League auf den Ligakonkurrenten VfL Oldenburg und spielen damit erstmals international. Die Flames wollen die Weststadthalle zur „Weststadthölle“ machen und sich zu Hause eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 19.11.2023 in Oldenburg schaffen, damit sie sich den Traum zur Teilnahme an der  Gruppenphase der EHF European League erfüllen können. Für die jüngeren Fans haben sich die Flames daher was einfallen lassen: freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre!

HSG Bensheim/Auerbach:
Vanessa Fehr, Helen van Beurden – Amelie Berger, Isabell Hurst (6), Leonie Kockel, Sarah Dekker (4), Alicia Soffel (1), Ndidi Agwunedu (4), Lisa Friedberger (6/5), Kim Naidzinavicius (4/1), Sarah van Gulik, Lucie-Marie Kretzschmar (1), Mia Ziercke, Sophia Ewald, Lilli Holste.

 

 

 

 

 

 


WM-STARTSCHUSS MIT 16 SPIELERINNEN

Bundestrainer Markus Gaugisch nominiert WM-Aufgebot / Vorbereitung beginnt am 20. November in Damp - Amelie Berger dabei, Isabell Hurst Reserve

Der personelle Rahmen für die Weltmeisterschaft steht: Bundestrainer Markus Gaugisch hat ein 16 Spielerinnen umfassendes WM-Aufgebot für die Endrunde in Schweden, Dänemark und Norwegen (29. November bis 17. Dezember) nominiert. Die DHB-Auswahl startet ihre WM-Vorbereitung am Montag, 20. November, in Damp.

Angeführt wird das Aufgebot vom Kapitäninnen-Duo Alina Grijseels und Emily Bölk, zehn Spielerinnen aus dem aktuellen WM-Aufgebot standen auch bei der EHF EURO im vergangenen Jahr im deutschen Kader. Mit Annika Lott, Sarah Wachter und Viola Leuchter stehen drei Akteurinnen vor ihrem WM-Debüt. Mit der 19-jährigen Leuchter hat es auch eine Spielerin aus dem aktuellen Elitekader des Deutschen Handballbundes in das WM-Aufgebot geschafft.

„Die 16 Spielerinnen, die wir jetzt nominiert haben, sollen beim Turnier die maximal mögliche Leistung abrufen. Mit Vorbereitungsstart und damit in jeder einzelnen Trainingseinheit, die wir noch haben, wollen wir uns voll auf diesen Kreis fokussieren. Daher haben wir uns bewusst für diese Kadergröße entschieden“, sagt Markus Gaugisch.

Im deutschen Aufgebot fehlt Linkshänderin Julia Maidhof, die sich beim Lehrgang Mitte Oktober in Großwallstadt eine Handverletzung zugezogen hat und seitdem in der Reha befindet. Gaugisch: „Wir bleiben mit Julia im engen Kontakt und halten uns die Option offen, sie einzubinden, wenn es möglich und sinnvoll ist. Priorität hat aber, dass sie nach der schwerwiegenden Verletzung erst einmal vollständig fit wird.“

Mit dem WM-Aufgebot steht auch der Rahmenfahrplan der deutschen Frauen-Nationalmannschaft in Richtung Weltmeisterschaft. Nach drei Trainingstagen in Schleswig-Holstein reist die DHB-Delegation für zwei Länderspiele nach Schweden. Am Freitag, 24. November, in Ystad (19.10 Uhr) sowie am Sonntag, 26. November, in Lund (16.30 Uhr) warten zwei Vergleiche mit dem WM-Co-Gastgeber. Am Mittwoch, 29. November, reisen Bölk, Grijseels und Co. nach Dänemark und beziehen im vom Spielort Herning 40 Kilometer entfernten Silkeborg ihr WM-Quartier. Zwei Tage später wartet zum WM-Auftakt Japan, es folgen weitere Vorrundenspiele gegen den Iran (2. Dezember) sowie Polen (4. Dezember).

Das aktuelle Aufgebot der Frauen-Nationalmannschaft:

Tor: Katharina Filter (Brest Bretagne/FRA), Sarah Wachter (Borussia Dortmund)
Feld: Amelie Berger (HSG Bensheim/Auerbach Flames), Jenny Behrend (SG BBM Bietigheim), Viola Leuchter (TSV Bayer 04 Leverkusen), Maren Weigel (TuS Metzingen), Alina Grijseels (Metz Handball/FRA), Annika Lott (Thüringer HC), Xenia Smits (SG BBM Bietigheim), Emily Bölk (Ferencvaros Budapest/HUN), Mia Zschocke (SCM Ramnicu Valcea/ROU), Antje Döll (SG BBM Bietigheim), Johanna Stockschläder (Thüringer HC), Meike Schmelzer (HC Dunărea Brăila/ROU), Lisa Antl (Borussia Dortmund), Julia Behnke (TuS Metzingen)

Reserve: Nicole Roth (Thüringer HC); Meret Ossenkopp (Borussia Dortmund), Alexia Hauf (HSG Blomberg-Lippe), Isabell Hurst (HSG Bensheim/Auerbach Flames), Mareike Thomaier (TSV Bayer 04 Leverkusen), Toni-Luisa Reinemann (VfL Oldenburg), Alicia Stolle (Borussia Dortmund), Julia Maidhof (SCM Ramnicu Valcea/ROU)


Flames in der Nelkenstadt gefordert

Für die Flames der HSG Bensheim/Auerbach geht es zum Start der beiden englischen Wochen am Mittwoch, 08. November, zu der HSG Blomberg-Lippe. Der Tabellenfünfte (4:8 Punkte) ist bisher zu Hause ungeschlagen und möchte gerne zu Hause seine Weiße Weste behalten, die Flames sind diese Saison bisher noch generell ungeschlagen und möchten mit einem Auswärtssieg den zweiten Tabellenplatz verteidigen. Der Anwurf der Partie erfolgt um 19:00 Uhr in der Sporthalle an der Ulmenallee in Blomberg. Die Begegnung kann im kostenfreien Livestream auf sportdeutschland.tv (ab 18:45 Uhr) verfolgt werden.

„Blomberg hat dieses Jahr Höhen und Tiefen. Seit Jahren machen die richtig gute Arbeit dort. Es ist eine richtig gute Mannschaft, sind fast komplett gleich geblieben gegenüber letztem Jahr. Sie haben wenige Spielerinnen verloren und sind eingespielt. Es fehlt nur die Langzeitverletzte Nele Franz, deren Ausfall natürlich schwerwiegt. Aber alle anderen sind da und sie haben mit Marie Michalczik, Laura Rüffieux und auch Melanie Veit im Tor, eine gute Achse. Dazu kommt auch mit Alexia Hauf auf Linksaußen eine Nationalspielerin. Sie haben auf jeden Fall eine sehr gute Mannschaft. Da wird einiges auf uns zukommen. Aber wir müssen uns dieses Jahr nicht verstecken und wir haben jetzt wieder Bock auf Bundesliga. Wir haben zwei Tage Pause gemacht, wir haben den Pokal abgehakt, weil wir in Thüringen ein gutes Spiel gemacht haben. Am Ende waren es dann eins, zwei kleine Fehler zu viel, die dann ausschlaggebend waren. Aber das ist jetzt abgehakt, weil wir nicht mehr zurückschauen. Jetzt gucken wir nur noch nach vorne und wir wollen in der Liga weiter ungeschlagen bleiben. Das ist das große Ziel“, erklärt Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm.

Erfolgreichste Torschützin im Team von HSG-Cheftrainer Steffen Birkner ist Nationalspielerin Alexia Hauf auf Linksaußen mit 24 Toren, gefolgt von Kreisläuferin Laura Rüffieux mit 23 Toren und den beiden Rückraumspielerinnen Nieke Kühne und Marie Michalczik mit je 22 Toren.

Bisher gab es sechszehnmal das Duell gegeneinander in Pflichtspielen (1. Liga und Pokal). Fünfzehnmal gingen die Nelkenstädterinnen als Sieger vom Platz und nur einmal konnten die Flames das Duell für sich entscheiden. Das war in der Saison 2021/22 durch ein 29:24 eben auch in der Sporthalle an der Ulmenallee.

„Wir wollen in Blomberg gewinnen, das wird sehr, sehr schwer. Aber wenn wir unsere Hausaufgaben machen und wenn wir unsere Leistung abrufen, dann ist es auf jeden Fall auch in Blomberg möglich. Wir werden alles investieren und wir haben uns gut auf Blomberg vorbereitet. Die Halle wird voll sein, darauf muss man sich einstellen. Nach Blomberg werden wir mit sehr viel Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein hinfahren und schauen, dass wir die zwei Punkte wieder mit nach Bensheim nehmen“, so der Plan von Heike Ahlgrimm.


"Alle in Rot" – Internationale Premiere – Freier Eintritt unter 18 Jahre

Das gab es in Bensheim bisher noch nicht. Am 11.11.23 (18:00 Uhr, Weststadthalle) treffen die Flames der HSG Bensheim/Auerbach in der dritten und letzten Qualifikationsrunde zur EHF European League auf den Ligakonkurrenten VfL Oldenburg und spielen damit erstmals international.

Lasst‘ Euch diese Premiere nicht entgehen – seid live dabei und macht die Weststadthalle zur „Weststadthölle“. Wir wollen uns am 11.11.2023 zu Hause eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 19.11.2023 in Oldenburg schaffen, damit unser Traum weiterlebt und wir die Gruppenphase der EHF European League erreichen!

Ganz wichtig für unsere jüngeren Fans: freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre!

Vorabanmeldungen können per Mail an Romina Heßler gerichtet werden: r.hessler@flames-handball.com

Unter dem Motto " Alle in Rot" wird das Europa Shirt am Samstag statt für 12,50 Euro zum Sonderpreis für 10 Euro im Fanshop in der Halle verkauft.

Die eine oder andere Überraschung wird es am Samstag auch geben, sodass das Hinspiel zu einem absoluten Highlight für alle wird.


Traum geplatzt – Flames verpassen nach packendem Pokalfight das FINAL 4

Ausgerechnet im Viertelfinale des DHB-Pokals ist es dann doch passiert: die Flames der HSG Bensheim/Auerbach kassierten ihre erste Niederlage (in Liga und Pokal) seit dem Start der neuen Saison 2023/24. In einem hart umkämpften Viertelfinale unterlag das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm am Mittwochabend dem Thüringer HC mit 33:35 (18:15) und verpasste damit den erneuten Einzug ins Final Four, das am 9./10. März 2024 in Stuttgart ausgetragen wird. Beste Werferinnen waren Lisa Friedberger mit 10/6 Toren bei den Flames und Nationalspielerin Annika Lott mit neun Toren beim THC

„Das ist für uns natürlich sehr, sehr bitter, weil wir wirklich ein gutes Spiel gemacht haben. Das habe ich eben meinen Mädels auch gesagt, dass wir stolz auf das sein können, was wir im Moment machen, weil wir wissen, wo wir herkommen. Wir sind dieses Jahr in die Saison gestartet und wollten Platz sechs oder sieben. Jetzt sind wir gefühlt auf einmal ein Top-Team geworden. Ich glaube, wir haben heute aber auch gezeigt, dass wir im Moment zurecht dort sind, wo wir sind, weil gut spielen. Am Ende entscheiden heute Kleinigkeiten. Die Halle war wieder voll und ihr habt eine großartige Stimmung gemacht. Wir machen am Ende zwei, drei Fehler zu viel, von daher geht der Sieg für den THC dann auch in Ordnung. Es ist sehr bitter für uns, weil wir das große Ziel hatten, zum Final Four zu fahren. Aber wir sind Sportler und wir werden daraus lernen. Wir werden wieder zurückkommen und wir haben noch ganz wichtige Spiele in den nächsten Wochen vor uns. Ich gehe davon aus, dass meine Mädels das beherzigen, was ich ihnen gerade gesagt habe. Heute bin ich einfach stolz Trainerin von Bensheim und von diesen Mädels zu sein“, sagte Heike Ahlgrimm bei der Pressekonferenz nach dem Spiel.

„Das war beste Werbung für den Frauen-Handball“, kommentierte THC-Trainer Herbert Müller den Handballfight.

Es war wirklich ein Pokal-Krimi und nichts für schwache Nerven. Vor 735 Zuschauern in der Salza-Halle fiel die Entscheidung erst in letzter Minute.

Es war ein temporeiches Spiel und von Beginn an war beiden Teams anzusehen, dass sie unbedingt nach Stuttgart wollten. Den ersten Treffer der Begegnung erzielte Isabell Hurst (1. Minute), die bereits nach drei Minuten ohne Verwarnung mit einer Zeitstrafe auf die Bank musste. Das gleiche Schicksal traf zwei Minuten später Lisa Friedberger. Der THC konnte sich zum 5:8 (10.) und 7:10 (13.) leicht absetzen. Doch die Flames kämpften sich auf 9:10 (15.) und 10:11 (16.) wieder heran. Lisa Friedberger sorgte mit einem verwandelten Siebenmeter für den 12:12-Ausgleich (20.). THC-Trainer Herbert Müller nahm direkt danach ein Team-Timeout. Johanna Reichert brachte im Anschluss den THC wieder mit 12:13 (22.) in Front. Die Flames wandelten danach den Rückstand durch einen 5:0-Lauf auf eine 17:13-Führung (27.) und Herbert Müller nahm seine zweite Auszeit.  Die Flames ließen weitere Möglichkeiten liegen, den Vorsprung weiter auszubauen und man ging mit einem 18:15 in die Halbzeitpause.

Der THC verkürzte nach der Pause durch Nathalie Hendrikse auf 16:18 (31.) und Lisa Friedberger scheiterte im Anschluss mit einem Siebenmeter. Bis zum 27:23 (42.) durch Sarah Dekker waren die Flames zunächst weiter auf der Siegerstraße, doch die Fehler nahmen zu, so dass der THC durch einen 3:0-Lauf auf 27:26 (44.) verkürzte und zurück im Spiel war. Fünf Minuten später war die Begegnung nach dem 28:28 (49.) durch Johanna Reichert wieder völlig offen.

Die Flames legten in der Folge einen Treffer vor, der THC glich aus. In der 55. Minute traf Annika Lott zur ersten Führung des THC im zweiten Durchgang (32:31). Lisa Friedberger gelang noch einmal der Ausgleich zum 33:33 (58.), doch Annika Lott brachte ihr Team wieder in Führung, die Flames ließen die Möglichkeit zum Ausgleich ungenutzt und der THC kam nochmal in Ballbesitz. Johanna Stockschläder sorgte mit ihrem Treffer fünf Sekunden vor Ende für den Sieg der Gastgeberinnen und das Ticket für das Final Four. Dem THC gelang damit auch die Revanche für die 29:30-Niederlage am 2. Spieltag der Handball Bundesliga Frauen.

Für das Haushahn Final 4 qualifizierten sich außerdem die SG BBM Bietigheim, der VfL Oldenburg und die Tus Metzingen. Hätten die Flames ebenfalls den Einzug geschafft, dann wäre es dasselbe Teilnehmerfeld, wie dieses Jahr.

HSG Bensheim/Auerbach:
Vanessa Fehr, Tabea Coors – Amelie Berger (1), Isabell Hurst (5), Leonie Kockel, Sarah Dekker (3), Alicia Soffel (4), Ndidi Agwunedu (2), Lisa Friedberger (10/6), Kim Naidzinavicius (2), Sarah van Gulik (6/3), Lucie-Marie Kretzschmar, Mia Ziercke, Sophia Ewald, Lilli Holste.

 

 


Der Sieger fährt zum FINAL 4 nach Stuttgart

Für die Flames der HSG Bensheim/Auerbach geht es am Mittwoch im Viertelfinale des DHB-Pokals zum Ligakonkurrenten Thüringer HC. Anwurf ist in der Salza-Halle um 19:30 Uhr. Der Sieger der Begegnung zieht in das Haushahn-FINAL4 in Stuttgart ein.

„Wir haben im Pokal in Thüringen ein ganz schweres Spiel vor uns. Mit der Auslosung hadern wir aber nicht. Es wäre leichter gegangen, es wäre aber auch schwerer gegangen. Im Endeffekt freuen wir uns auf das Spiel. Wir haben ein großes Ziel und das ist das Final4 in Stuttgart. Wenn wir dahin wollen, müssen wir Thüringen schlagen und dann ist es egal ob es auswärts oder zu Hause ist. Wir müssen uns im Moment nicht verstecken, denn wir haben gesehen, zu was wir in der Lage sind und welches Potenzial in uns steckt. Wir müssen es aber definitiv abrufen und wir werden alles investieren und alles dafür tun, dass wir unser großes Ziel erreichen, denn wir waren letztes Jahr da wissen, wie es dort ist. Dementsprechend werden wir auch so auftreten“, verspricht Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm.

Während die Flames am Wochenende spielfrei waren, da das Spiel gegen Bietigheim bereits am Mittwoch stattgefunden hat, musste der THC in der Liga gegen den SV Union Halle-Neustadt antreten und hatte ein leichtes Spiel. Mit 37:20 feierte das Team von Trainer Herbert Müller einen Kantersieg. Dabei konnte es sich Herbert Müller sogar leisten früh seine wichtigsten Spielerinnen, wie Annika Lott, Sonja Frey oder Johanna Stockschläder auf der Bank zu lassen. Im Tor wusste Dinah Eckerle, wie Vanessa Fehr gegen Bietigheim, zu überzeugen und kam auf eine Quote von fast 42% gehaltener Bälle.

„Thüringen hat am Wochenende ein leichtes Spiel gegen Halle gehabt und sie haben sehr souverän gewonnen. Dies war jetzt aber auch nicht unbedingt der Gegner, um sie in Gefahr zu bringen. Thüringen steht in meinen Augen am Mittwoch mehr unter Druck, wie wir. Sie haben auch das Final 4 als Ziel, sie haben auch noch die Niederlage bei uns im Kopf, für das sie die Revanche wollen und sie haben ein Heimspiel. Das kann förderlich sein, das kann aber auch hemmen. Wir können befreit aufspielen und wir wollen unbedingt nach Stuttgart. Dafür werden wir alles tun und wir gehen mit ganz viel Freude und mit ganz viel Selbstbewusstsein an die Sache und schauen, dass wir unsere Leistung abrufen. Dann können wir auch als Sieger vom Feld gehen“, ist Heike Ahlgrimm gewohnt optimistisch.

Im Kader des THC finden sich viele Nationalspielerinnen, u.a. Annika Lott. Die Rückraumlinke ist in der Liga mit 41 Toren auf Platz 3 der Scorer-Liste und keine Spielerin hat mehr Feldtore erzielt als sie.

Bisher gab es das Duell gegeneinander in Liga und Pokal fünfzehnmal. Zehnmal ging der THC als Sieger vom Platz, dreimal die Flames und zweimal trennte man sich Unentschieden.

Auch wenn die Flames das Bundesligaspiel in Bensheim knapp mit 30:29 für sich entscheiden konnten und gegen Bietigheim letzte Woche beim 29:29 einen Punkt gewinnen konnten, so ist der THC in der eigenen Halle vor eigenem Publikum mit seinem Kader immer noch Favorit und sie wollen sich für die Niederlage in der Bundesliga revanchieren. Aber die Flames sind in dieser Saison bisher ungeschlagen und der Punktgewinn gegen die Übermannschaft aus Bietigheim sollte zusätzliche Kräfte freigesetzt haben, um das große Ziel, die erneute Teilnahme am Haushahn-FINAL4 in Stuttgart, zu erreichen. Dazu muss unbedingt ein Sieg beim THC her und der Pokal hat ja bekanntlich seine eigenen Gesetze.

Danach folgt eine kurzen Länderspielpause wegen dem „Tag des Handballs“ am 5. November in München und dem damit verbundenen DHB-Länderspiel Deutschland gegen Ungarn. In dem Aufgebot stehen von den Flames auch Amelie Berger und Isabell Hurst.

Sportdeutschland.tv und DYN streamen das Pokalspiel live auf ihren Portalen.


Sensationell - Flames holen ein 29:29-Unentschieden gegen Bietigheim

Die Saison 2023/24 der Handball Bundesliga Frauen (HBF) hat ihre erste kleine Sensation. Gegen die Übermannschaft aus Bietigheim holten die Flames der HSG Bensheim/Auerbach vor 1539 begeisterten Zuschauern in der Weststadthalle ein 29:29 (15:15)-Unentschieden. Ein wichtiger Garant für den Punktgewinn war dabei Torfrau Vanessa Fehr, die einen herausragenden Tag erwischte und über 40% der Bälle parierte, so auch den letzten Wurf kurz vor Spielende. Dadurch bleiben beide Teams weiterhin ungeschlagen mit 11:1 Punkten auf den ersten beiden Tabellenplätzen. Beste Werferinnen bei den Flames waren Sarah van Gulik    mit 7/5 Toren und Kim Naidzinavicius mit 6:2 Toren. Bei der SG BBM war Kelly Dulfer mit 7/1 Toren am erfolgreichsten.

„Wir haben uns diesen Punkt absolut verdient. Wir haben heute gekämpft, wir haben heute alles investiert, Vanessa hatte natürlich einen Sahnetag, aber wir machen auch 29 Tore. Also ich kann das auch kaum beschreiben, ich bin fast sprachlos. Wenn das vorher jemand gesagt hätte, hätte man es nicht geglaubt. Denn Bietigheim ist auch nicht irgendjemand und man hat schon den Unterschied gemerkt zu so einer Spitzenmannschaft, wenn da zwei oder drei Spieler dann die Entscheidungen treffen. Ich glaube, heute können wir Megastolz sein auf das, was wir erreicht haben, auf den Punkt, den wir ihnen abgeknöpft haben, denn sie haben in den letzten drei Jahren national nur zwei Punkte verloren. Das war letztes Jahr einer gegen Oldenburg und heute gegen uns. Ansonsten fegen sie alles weg in der Liga. Wir werden das jetzt genießen und trotzdem schön auf dem Boden bleiben. Wir wissen auch, wo wir herkommen und wir wissen auch, dass es nochmal andere Zeiten geben wird. Aber was wir gerade machen, hat alles Hand und Fuß. Es ist alles harte Arbeit. Wir haben heute alles in die Waagschale geworfen und uns endlich mal gegen Bietigheim belohnt. Von daher sind wir Megastolz“, so eine überglückliche Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm.

Es war das angekündigte Spitzenspiel, denn nur beide Mannschaften hatten mit 10:0 Punkten noch eine weiße Weste und standen daher an der Tabellenspitze. Für Bietigheim eine Normalität, für die Flames bisher nicht, denn das war der bisher beste Saisonstart der Vereinsgeschichte in der ersten Liga. Durch den Heimsieg gegen den Thüringer HC und beim letztjährigen Vierten, dem VFL Oldenburg, standen die Flames zu Recht auf dem 2. Tabellenplatz.

Und dies spiegelte sich auf dem Feld wider. Die Begegnung verlief diesmal über 60 Minuten ausgeglichen. Die Führungen wechselten öfter mal, doch keiner der beiden Mannschaften gelang es sich mal mehr, wie mit zwei Treffern abzusetzen. Meistens legte eine Mannschaft vor und die andere glich aus. Richtig spannend wurde es nach einer 21:19-Führung (39.) der Flames. Mit einem 4:0-Lauf wandelte der Deutsche Meister den Rückstand in eine Zwei-Tore-Führung und Erinnerungen an den Supercup wurden wach, als die Flames 50 Minuten mithalten konnten und dann eingebrochen sind und noch deutlich unterlagen.

Doch diesmal war es anders. Die Flames gaben nicht auf. Sarah von Gulik verwandelte einen Siebenmeter zum 22:23 (44.) und Ndidi-Silvia Agwunedu sorgte für das viel umjubelte 23:23 (45.) – das Spiel war wieder ausgeglichen.

Es entwickelte sich endgültig ein Krimi. Die SG BBM legte immer wieder vor, die Flames glichen aus. Nationalspielerin Xenia Smits brachte ihr Team 90 Sekunden vor dem Ende mit 28:29 in Führung, Ndidi-Silvia Agwunedu egalisierte 30 Sekunden später auf 29:29. Jetzt mussten die Flames noch eine Minute überstehen und die Ahlgrimm-Sieben kämpften bis zum Umfallen und wollten unbedingt diesen Punkt. Das Publikum stand schon längst komplett und machte die Weststadthalle zur „Weststadthölle“ und brachten die Stimmung zum Kochen und die Flames hatten ja noch Vanessa Fehr, die auch den letzten Wurf von Bietigheim parierte. Dann gab es kein Halten mehr und die Party auf dem Feld ging los, denn ein Punkt gegen diese Übermannschaft ist für die Flames wie ein Sieg.

„Ein großer Dank an die überragenden Zuschauer und es waren heute über eintausendfünfhundert Zuschauer. Die haben uns heute angefeuert, die haben uns getragen. Ich kann mich nicht erinnern, wann wir das letzte Mal so viele Zuschauer hatten. Ich hoffe, sie kommen alle wieder, weil wir unsere Leistung dazu beigetragen haben. Wir haben alles dafür investiert und ich bin absolut stolz auf die Mädels, auf die Situation, auf das Umfeld, dass wir die Halle heute voll bekommen haben und wirklich alle, die heute ihren Beitrag dazu geleistet und gearbeitet haben. Bei allen kann ich mich nur bedanken und ein dickes DANKE sagen“, so die überwältigte Heike Ahlgrimm.

HSG Bensheim/Auerbach:
Vanessa Fehr (1), Tabea Coors – Amelie Berger, Isabell Hurst (1), Leonie Kockel, Sarah Dekker (2), Alicia Soffel (1), Ndidi Agwunedu (5), Lisa Friedberger (2/2), Kim Naidzinavicius (6/2), Sarah van Gulik (7/5), Lucie-Marie Kretzschmar (4), Mia Ziercke, Sophia Ewald, Lilli Holste.

 


Ligaprimus Bietigheim kommt zum Spitzenspiel nach Bensheim

Dies ist für die Flames der HSG Bensheim/Auerbach auch eine ganz neue Erfahrung. Nach fünf Spieltagen der Handball Bundesliga Frauen (HBF) gibt es nur noch zwei Teams, die verlustpunktfrei sind und mit 10:0 Punkten die ersten beiden Tabellenplätze belegen und eins davon sind die Flames. So kommt es diesen Mittwoch zum Spitzenspiel in der Weststadthalle Bensheim, wenn das Team von Heike Ahlgrimm den Ligaprimus, die SG BBM Bietigheim, zu Gast hat. Anwurf der Partie ist um 19:30 Uhr.

Trotz aller Euphorie bei uns, ist Bietigheim immer noch der absolute Topfavorit auf den Titel. Definitiv ist es das Spiel David gegen Goliath, daran hat sich nichts geändert. Bietigheim ist die Übermannschaft seit Jahren, die in der Liga kein einziges Spiel verloren hat. Dass wir jetzt die Situation haben, dass wir heute als Zweiter gegen den Ersten spielen und beide Teams als einzige Mannschaften bisher „zu null“ Punkte haben, ist schon sehr skurril. Ich glaube, damit hat niemand gerechnet. Aber wir werden schön auf dem Boden bleiben und wir gucken, dass wir ein Megageiles Spiel gegen Bietigheim machen“, freut sich Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm auf die Begegnung.

Auch wenn diese Saison der personelle Umbruch (6 Abgänge / 5 Neuzugänge, allesamt ausländische Nationalspielerinnen) bei der SG BBM Bietigheim etwas größer ausfiel, so ist die SG BBM national der Topfavorit für alle Titel. Den ersten Titel holte sich die SG BBM bereits mit dem Gewinn des Supercup durch den 34:23 (15:14)-Erfolg am 02.09.2023 über die Flames.

Mit Antje Döll steht diese Saison nur noch eine ehemalige Flames-Spielerin im Kader der SG BBM. Julia Maidhof wechselte zu SCM Ramnicu Valcea nach Rumänien und Kim Naidzinavicius kehrte zu den Flames zurück. Neu auf der Trainerbank bei der SG BBM ist Cheftrainer Jakob Vestergaard. Der ehemalige deutsche Bundestrainer löste den aktuellen deutschen Bundestrainer Markus Gaugisch ab, der ab dieser Saison nur noch seine Aufgaben als Bundestrainer der deutschen Frauen-Nationalmannschaft war nimmt.

National ist die SG BBM bereits in der 3. Saison ungeschlagen. Lediglich dem VfL Oldenburg gelang in der letzten Saison ein Achtungserfolg mit einem Unentschieden. In dieser Saison setzte die Vestergaard-Sieben in der Liga meistens sehr deutlich durch. Die bisherigen Siege waren gegen den HSV Solingen-Gräfrath 76 (43:20), bei der TuS Metzingen (31:25), gegen Bayer Leverkusen (33:23), beim Thüringer HC (33:29) und gegen die Sport-Union Neckarsulm (42:26).

Doch nicht nur national ist die SG BBM sehr erfolgreich. Der Deutsche Meister und Pokalsieger gewann am Sonntag souverän mit 30:21 (16:7) gegen IK Sävehof vor 821 Zuschauern in der MHPArena und feierte damit den fünften Sieg im fünften Spiel der Champions League.

Die Schlüsselspielerin im hochkarätigen Kader der SG BBM ist Nationalspielerin Xenia Smits, die für ihren Trainer Jakob Vestergaard eine der besten Spielerin der Welt und weltbeste Abwehrspielerin ist. Smits ist Spielführerin der SG BBM und als Spielmacherin die wichtigste Spielerin im Angriffsspiel der SG BBM und dies nicht nur durch ihre Übersicht, sondern selbst auch sehr torgefährlich. Mit 29 Toren ist sie die erfolgreichste Torschützin von Bietigheim und belegt damit Platz 6 der HBF-Scorerliste.

Die Favoritenlage ist somit klar bei Bietigheim. Neben dem Supercup im September gewann die SG BBM auch das Pokalfinale klar mit 39:25 und das letzte Ligaspiel in Bietigheim ging ebenfalls klar mit 34:21 an den Deutschen Meister und Pokalsieger. In der Weststadthalle dagegen konnten die Flames meistens enger gestalten. Im letzten Heimspiel am 30.12.22 unterlagen die Flames mit 5 Toren beim 27:32. Den letzten Punktgewinn gegen die SG BBM holte man in der ersten Saison nach dem Aufstieg, beim 24:24 am 27.12.2017. In 27 Begegnungen gegeneinander ging die SG BBM 22mal als Sieger vom Platz, einmal trennte man sich Unentschieden und viermal konnten die Flames gewinnen, davon dreimal in der 2. Liga und einmal in der 1. Liga, beim 30:26 am 08.01.2014, dies war zugleich der letzte Sieg der Flames gegen Bietigheim.

„Wir werden dieses Spiel genießen. Das ist für uns das einfachste Spiel des Jahres, weil keiner irgendwas erwartet. Es ist immer ein Highlight gegen eine solch hochkarätig besetzte Mannschaft zu spielen. Von daher freuen wir uns wahnsinnig auf das Spiel, auf unser eigenes Publikum und auf eine volle Halle.  Wir werden gut vorbereitet in dieses Spiel reingehen und alles investieren. Wir wollen sie schön ärgern und dann schauen wir was dabei herumkommt", so Heike Ahlgrimm.

Verzichten muss sie neben der Langzeitverletzten Dionne Visser weiterhin auf Torfrau Helen van Beurden nach ihrem Kopftreffer in Oldenburg. Wie bereits in Bad Wildungen steht dafür Tabea Coors im Aufgebot.

 

 

 


Flames gewinnen das Hessenderby mit 37:31

Es ist alles angerichtet für das Spitzenspiel am Mittwoch gegen die SG BBM Bietigheim. Die Flames der HSG Bensheim/Auerbach behalten ihre weiße Weste in der Handball Bundesliga Frauen (HBF). Mit 37:31 (19:14) gewinnt das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm das Hessenderby bei den HSG Bad Wildungen Vipers. Mit 10:0 Punkten  feiern die Flames gleichzeitig auch den erfolgreichsten Saisonstart seit dem Wiederaufstieg 2017 in das Oberhaus. Durch die zeitgleiche Niederlage von Borussia Dortmund gegen die TuS Metzingen sind Bietigheim und die Flames die einzigen Teams ohne Verlustpunkt. Durch den Sieg schoben sich die Flames in der Tabelle auf den zweiten Tabellenplatz. Beste Werferin bei den Flames war Kim Naidzinavicius mit 6/3 Toren, bei den Vipers erzielte Anouk Nieuwenweg mit 9/5 Toren die meisten Treffer.

„Das war von uns heute kein besonders tolles Spiel. Das war klar, gerade auch nach dem Mittwoch, wo man erst um 4:00 Uhr morgens nach Hause kommt, dann arbeiten muss und abends sich schon wieder auf das Samstagspiel vorbereiten muss. Dann ist Bad Wildungen immer ein Derby, immer irgendwas anderes, auch so vom Kopf her. Wir haben uns sehr schwer getan und sind schwer ins Spiel gekommen. Wir hatten das ganze Spiel keinen Zugriff in der Abwehr und kriegen daher 31 Gegentore, was natürlich nicht unser Anspruch ist. Auf der anderen Seite haben wir ab der 10. Minute das Spiel verwaltet. Wir haben immer souverän mit fünf bis sechs Toren geführt, von daher auch absolut verdient gewonnen. Wir waren die bessere Mannschaft und ich konnte sehr viel wechseln. Ich habe allen Spielanteile gegeben, jeder hat sich in die Torschützenliste eingetragen, was auch gut ist, dass auch mal andere Spieler eine Chance bekommen und sich beweisen können. Das war gut. So können wir ein bisschen Kräfte sparen, aber wir wissen natürlich auch, woran wir arbeiten müssen. Jetzt haben wir natürlich das, was wir uns gewünscht haben. Wir haben am Mittwoch das zu Null-Spiel gegen Bietigheim. Erster gegen Zweiter. Das ist schon kurios, wenn man drüber nachdenkt, weil Dortmund heute auch noch verloren hat. Aber wir werden schön auf dem Boden bleiben, wir gucken, dass wir uns, dass wir uns morgen erholen und ab dem Montag wieder angreifen und dann Mittwoch ein megageiles Spiel gegen Bietigheim machen. Wir freuen uns drauf, gerade bei uns zu Hause. Wir wollen sie schön ärgern und dann schauen wir was dabei herumkommt“, sagt Heike Ahlgrimm nach dem Spiel und mit Blick auf das Heimspiel zum Abschluss der englischen Woche gegen Bietigheim.

Die Flames erwischten keinen guten Start und lagen gleich 0:2 hinten, ehe Lucie-Marie Kretzschmar in der 4. Minute für den ersten Treffer zum 1:2 sorgte. Nach knapp 10 Minuten hatten sie sich gefangen und konnten durch einen verwandelten Siebenmeter von Kim Naidzinavicius zum 5:5 (10.) ausgleichen. Nach dem 7:8 durch Jolina Huhnstock gelang den Flames durch einen 3:0-Lauf und Toren von Ndidi-Silvia Agwunedu, Lisa Friedberger und Isabell Hurst erstmals die Führung und ein Zwei-Tore-Vorsprung zum 10:8 (15.). Die Vipers ließen sich aber nicht abschütteln und glichen immer wieder aus – zum letzten Mal beim 13:13 (22.) durch Anouk Nieuwenweg. Mit einem 5:0-Lauf setzten sich die Flames auf 18:13 (28.) ab. Mit einem Fünf-Tore-Vorsprung beim 19:14 ging es dann auch in die Kabine.

Auch im zweiten Abschnitt wechselte Heike Ahlgrimm munter durch und gab allen Spielerinnen Einsatzzeiten. Ihr Team konnte sich bis zur 51. Minute auf neun Tore (33:24) absetzen. Am Ende war es ein verdienter 37:31-Auswärtssieg, den man mit den vielen mitgereisten Fans in der Halle feierte.

Am Mittwoch, 25.10.2023 kommt es jetzt um 19:30 Uhr in der Weststadthalle zum Spitzenspiel gegen den großen Favoriten SG BBM Bietigheim und die Flames hoffen auf eine gut gefüllte Weststadthalle beim Duell Erster gegen Zweiter.

HSG Bensheim/Auerbach:
Vanessa Fehr (1), Tabea Coors – Amelie Berger (3), Isabell Hurst (4), Leonie Kockel (4), Sarah Dekker (3), Alicia Soffel (4), Ndidi Agwunedu (3), Lisa Friedberger (2), Kim Naidzinavicius (6/3), Sarah van Gulik (1), Lucie-Marie Kretzschmar (3), Mia Ziercke (1), Sophia Ewald (1), Lilli Holste (1).