Flames empfangen Waiblingen Tigers

Nach dem 34:20-Auswärtssieg beim BSV Sachsen Zwickau empfangen die Flames der HSG Bensheim/Auerbach am Samstagabend (29.04.23) den VfL Waiblingen. Der im letzten Heimspiel gegen die TuS Metzingen erstmals verlegte blaue Hallenboden wird auch diesmal wieder zum Einsatz kommen. Anwurf ist in der Weststadthalle um 18:00 Uhr.

Das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm will ihrer Favoritenrolle gerecht werden und an die, vor allem in der zweiten Halbzeit, gezeigte Leistung von Zwickau anknüpfen.

Der VfL Waiblingen hat nach dem Aufstieg in das deutsche Oberhaus bisher erst einen Sieg eingefahren und steht mit 2:40 Punkten abgeschlagen am Tabellenende. Im Falle einer heutigen Niederlage würden die Waiblingen Tigers vorzeitig als erster Absteiger feststehen.

Das Team von Trainer Thomas Zeitz, der in Waiblingen eine gute Arbeit leistet, hatte sich vor der Saison nicht nennenswert verstärkt. Die Mannschaft kämpft aber in allen Spielen bis zum Ende und überzeugt meistens zumindest eine Halbzeit lang. Ende des letzten Jahres wurde der Kampf dann auch belohnt und man feierte einen 35:33-Auswärtserfolg beim VfL Oldenburg.

Letztes Wochenende boten die Waiblingen Tigers einen tollen Kampf bei Borussia Dortmund. Nach 40 Minuten führte der VfL mit 18:15. Am Ende setzte sich dann der Favorit doch mit 29:22 durch. „Man darf Waiblingen nicht unterschätzen“, warnt daher auch Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm.

Erfolgreichste Torschützin des VfL ist die Rückraumlinke Lara Eckhardt mit 79/13 Toren, gefolgt von Linksaußen Rabea Pollakowski mit 70/12 Toren und Emma Hertha im rechten Rückraum mit 62 Toren.

Die Flames und der VfL Waiblingen trafen bisher erst viermal überhaupt in Pflichtspielen aufeinander. In allen Spielen gingen die Flames als Sieger vom Platz. Das Hinspiel in dieser Saison konnten die Flames am 26.12.2022 erst in den letzten Minuten mit 32:28 für sich entscheiden. Die Waiblingen Tigers werden auf jeden Fall auch in Bensheim ihre Chance suchen, vielleicht den zweiten Saisonsieg und den ersten Sieg über die Flames zu erringen.

„Wir sind definitiv Favorit und der Rolle müssen wir auch gerecht werden. Dass das kein Selbstläufer wird, wissen wir.  Wir haben im Hinspiel erlebt, wie schwer wir uns da getan haben, aber wir haben uns natürlich gefestigt und wir haben eine ganz andere Voraussetzung. Dementsprechend bin ich optimistisch, dass wir das auch gut über die Bühne bringen. Wir werden das mit viel Einsatz machen müssen und auch mit unseren Fans zusammen. Dann hoffe ich, dass wir es gemeinsam schaffen. Waiblingen hat in den letzten Wochen gute Ergebnisse erzielt, immer sehr knapp spiele und erst am Ende der Spiele verloren. Sie haben immer lange mitgehalten und sie haben nichts mehr zu verlieren. Das ist die Gefahr. Wir stehen unter Druck, weil wir gewinnen müssen. Aber ich bin davon überzeugt, dass wir dies schaffen. Wenn wir spielen, mit wem wir spielen kann. Derzeit haben wir einige angeschlagene Spielerinnen und wer am Samstag zur Verfügung steht, wird sich daher erst kurzfristig entscheiden. Trotzdem müssen wir mit den zur Verfügung stehenden Spielerinnen gewinnen“, fordert Heike Ahlgrimm.

 


Am Ende der Saison: Myrthe Schoenaker beendet Handball-Karriere

Die Entscheidung ist gefallen: Myrthe Schoenaker beendet aus gesundheitlichen Gründen ihre Handball-Karriere nach der laufenden Saison. Nach zwei Jahren bei den Flames der HSG Bensheim/Auerbach kehrt die 30-Jährige dem Handball den Rücken und setzt zukünftig andere Prioritäten. Gerne hätten beide Seiten die Zusammenarbeit verlängert, doch die Leistungsträgerin im Rückraum plagen diese Saison anhaltende Kniebeschwerden, die den weiteren Leistungshandball verhindern. Myrthe Schoenaker kehrt nach der Saison in ihre Heimat zurück und will ab dem Sommer den Fokus auf Beruf und Privatleben legen.

Die Niederländerin trägt seit der Saison 2021/22 das Trikot der Flames und entwickelte sich zum Glücksfall für beide Seiten. Myrthe Schoenaker fand immer mehr zu ihrer alten Stärke zurück und profitierte dabei auch von ihrer langjährigen Erfahrung im In- und Ausland. Schoenaker ist vierfache niederländische Meisterin und Pokalsiegerin mit dem SV Dalfsen. Für die niederländische A-Nationalmannschaft hat sie 14 Länderspiele bestritten. Bereits 2015 wagte die Rechtshänderin mit dem Wechsel zu den Füchsen Berlin den ersten Schritt in die Bundesliga. Nachdem Berlin zum Saisonende 2015/16 seine Mannschaft aus der Bundesliga zurückzog, wechselte sie zum dänischen Verein København Håndbold. Mit København Håndbold gewann sie 2018 die dänische Meisterschaft und kehrte im Sommer 2018 mit ihrem Wechsel zum VFL Oldenburg nach Deutschland zurück. Beim VfL Oldenburg gelang Schoenaker in ihrer ersten Saison 2018/19 auf Anhieb der Sprung unter die Top 10 der ligaweiten Scorerliste. Im Sommer 2020 wechselte sie dann zur HSG Blomberg-Lippe, wo sie verletzungsbedingt nur wenig Spieleinsätze hatte. Ein Jahr später folgte dann der Wechsel zu den Flames, mit denen sie dieses Jahr Deutscher Vize-Pokalsieger wurde.

„Myrthe muss leider ihre Karriere beenden. Ich glaube, Myrthe hat gezeigt, wie wichtig sie für uns ist, auch in den letzten Wochen und bereits auch im ersten Jahr. Ich bin froh, dass sie noch mal Spaß hatte bei uns und nochmal so zurückgekommen ist, was ihr ja auch keiner zugetraut hatte. Leider sagt ihr Knie, dass es nicht mehr weitergeht. Das ist manchmal schade, dass die Spielerin das nicht alleine entscheiden kann. Ich habe sehr gerne mit Myrthe gearbeitet. Myrthe war sehr professionell. Sie hat das Spiel verstanden und hat das Spiel lesen können. In den beiden Jahren hat sie uns sehr geholfen. Ich wünsche ihr, dass sie jetzt einen neuen Lebensweg ohne Handball geht und dass sie einen Job findet, der ihr Spaß macht und das Knie dann ohne Belastung Ruhe gibt und sie eine schöne Zeit hat. Ich kann mich bei Myrthe nur bedanken für die zwei gemeinsamen Jahre. Ich wünsche ihr für ihre Zukunft alles Gute und wir werden jetzt noch die letzten Spiele eine schöne Zeit haben. Dann wird Myrthe in den verdienten Handball-Ruhestand gehen und ihr Körper wird es ihr danken“, sagt Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm mit Blick auf die Entscheidung von Myrthe Schoenaker den zum Saisonende auslaufenden Vertrag nicht mehr zu verlängern und die Handballschuhe an den Nagel zu hängen.

„Ich habe in Bensheim zwei schöne Jahre erlebt. Bensheim ist ein toller Verein und ich habe mich hier sehr wohl gefühlt. Das Highlight war natürlich das Pokal Final4 - damit ist mein letzter Handballtraum noch in Erfüllung gegangen. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge werde ich meine Handballkarriere nach dieser Saison beenden. Leider haben Kniebeschwerden die Entscheidung für mich getroffen und es geht nicht mehr weiter. Ich bin Heike und unseren Physios sehr dankbar dafür, dass sie alles gegeben haben, damit ich diese Saison noch fertig spielen kann“, sagt Myrthe Schoenaker.

„Ich werde die Flames und generell das Handballspielen sehr vermissen. Aber nach vielen Jahren im Ausland freue ich mich auch darauf, die Zeit mit meiner Familie und Freunden in meiner Heimat genießen zu können. Ich möchte mich bei der Mannschaft, dem Trainerteam, den Betreuern, Mitarbeitern der Geschäftsstelle, unseren tollen Fans und den Sponsoren für die gemeinsame Zeit bedanken. Bensheim ist und bleibt in meinem Herzen. Ich hätte mir für mein Karriereende keinen anderen Verein wünschen können. Aber es ist noch nicht zu Ende. Ich werde gemeinsam mit der Mannschaft alles für die letzten Spiele geben, um die Saison erfolgreich zu beenden. Vielen lieben Dank! Nie ohne die Flames!“

Flames-Geschäftsführer Michael Geil bedauert ebenfalls das Karriereende von Myrthe Schoenaker: „Die kurzfristige Verpflichtung von Myrthe zur Saison 21/22 war für uns ein Glücksfall - handballerisch wie menschlich. Sie hat sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt und auch in schwierigen Situationen Verantwortung übernommen. Wir wünschen ihr für ihre Zeit nach dem Handball alles Gute.“

Die Kaderplanung der Flames für die Saison 2023/24 ist mit dieser Personalentscheidung abgeschlossen.

 


Überragende zweite Halbzeit

Dank einer gewaltigen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit konnten die Flames der HSG Bensheim/Auerbach in der Handball Bundesliga Frauen (HBF) einen souveränen Auswärtssieg beim BSV Sachsen Zwickau einfahren. Nach einer knappen 15:13-Pausenführung stand am Ende ein deutlicher 34:20-Auswärtssieg für das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm auf der Anzeigentafel. Beste Werferinnen waren Lisa Friedberger mit 8/6 Toren und Lucie-Marie Kretzschmar mit 6 Toren auf Seiten der Flames, bei Zwickau war Laura Nagy mit 5/1 Toren am erfolgreichsten. Zur besten Spielerin des Spiels bei den Flames wurde Isabell Hurst gewählt, bei Zwickau Diana Dögg Magnusdottir.

Nach drei Niederlagen in Folge festigten die Flames durch den Sieg ihren 8. Tabellenplatz mit 19:23 Punkten und liegen bei noch fünf ausstehenden Spielen drei Punkte hinter Platz sieben und 8 Punkte vor dem Relegationsplatz. Von dem ist das Team von Trainer Norman Rentsch nach der Niederlage allerdings nur noch einen Punkt entfernt, da die Sport-Union Neckarsulm durch den Heimsieg gegen den Buxtehuder SV zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammelte.

„Ich bin natürlich absolut froh, dass wir heute gewonnen haben, denn wir waren gewarnt vom letzten Jahr, wo wir mit 6 Toren verloren haben. In der ersten Halbzeit haben wir zu viel verworfen, deswegen war es ziemlich knapp. Ich habe zu meinen Mädels gesagt, dass wir als Sieger heute vom Feld gehen, wenn wir in der zweiten Halbzeit die Dinger vorne reinmachen. Man hat gesehen, dass wir Lösungen gefunden haben. Wir kriegen in der zweiten Halbzeit nur sieben Tore und von daher geht der Sieg hier in Ordnung. Ich bin heute sehr happy, dass wir das hier in Zwickau, was nicht einfach ist, souverän gemacht haben“, zog eine glückliche Heike Ahlgrimm eine positive Bilanz nach dem Spiel.

BSV-Coach Norman Rentsch fehlten etwas die Worte. „Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Ich bin nach den 60 Minuten noch etwas sprachlos. Ich glaube, wir haben die Möglichkeit gehabt in der ersten Halbzeit mitzuhalten. Wir haben uns Situationen am Kreis und der Sechs-Meter-Linie erarbeitet, wo wir gute Wurfmöglichkeiten hatten. Da sind wir nicht so konsequent gewesen, wie es notwendig gewesen wäre und gehen dann vielleicht mit der Führung in die Halbzeit und dann sieht es anders aus. Aber in der zweiten Halbzeit zwölf Tore minus. Das geht halt nicht und ist nicht erstligareif, das muss man so sagen. Wir haben im Angriff nicht die Möglichkeiten gefunden in die Nahwurfzone reinzukommen. Nur Laura Nagy hält uns mit paar Einzeltoren am Leben. Darüber müssen wir sprechen, und dann müssen wir, glaube ich, ganz konsequent, dann auch die Rückschlüsse finden.“

Die Flames erwischten einen guten Start ins Spiel und lagen nach neun Minuten mit 5:2 vorne und zwangen BSV-Trainer Norman Rentsch zur ersten Auszeit. Die Flames verpassten es, sich weiter abzusetzen und ihre Chancen konsequent zu nutzen. Dies rächte sich. Immer wieder gelang es Zwickau dranzubleiben und Diana Dögg Magnusdottir gelang sogar der Ausgleich zum 10:10 (24.). Bis zur Pause konnten die Flames dann wieder auf zwei Tore davonziehen und gingen mit einer knappen 15:13-Führung in die Kabine.

Heike Ahlgrimm fand in der Pause die richtigen Worte. „Wir haben in der zweiten Halbzeit die Dinge verändert, die wir in der ersten Halbzeit nicht richtig gemacht haben. In der zweiten Halbzeit kriegen wir nur noch sieben Tore. Das war der Schlüssel zum Erfolg.“

Ihr Team zog zu Beginn des zweiten Abschnitts nach knapp vier Minuten auf 5 Tore zum 18:13 (34.) davon. Bei Zwickau bäumte sich Laura Nagy auf und verkürzte bis zum 16:20 (38.) immer wieder auf vier Tore. Nach einem verworfenen Siebenmeter von Lisa Friedberger gelang Anna Frankova sogar der noch das 17:20 (40.).

Doch dann begann der Flames-Express zu rollen. Myrthe Schoenaker mit zwei Treffern, davon einer vom Siebenmeterpunkt stellten wieder den 5-Tore-Vorsprung beim 22:17 (43.) her und Norman Rentsch bat sein Team zur Auszeit.

Dies zeigte jedoch keine Wirkung. Es folgte ein Doppelschlag durch Lucie-Marie Kretzschmar zum 24:17 (46.) und BSV-Coach Norman Rentsch nahm sein letztes Team-Timeout.

Isabell Hurst erhöhte auf 25:17 (47.) und Laura Nagy verkürzte wieder auf 25:18. Das beeindruckte die Flames aber wenig. Innerhalb von fünf Minuten zog das Team von Heike Ahlgrimm auf 29:18 (52.) davon und ließ keinen Zweifel mehr an dem Auswärtssieg in Zwickau und der Revanche zur Niederlage an gleicher Stelle in der letzten Saison.

Den Schlusspunkt setzte Isabell Hurst mit ihrem Treffer zum 34:20-Endstand.

„Ich habe heute wirklich sehr gute Pässe bekommen von meinen Mitspielern und ich bin auch froh darum, dass ich eine gute Leistung zeigen konnte und so der Mannschaft auch helfen konnte. Aber ich bin ganz ehrlich, im Endeffekt bin ich einfach nur unfassbar froh, dass wir diese zwei Punkte geholt haben, die waren sehr wichtig und die wollten wir. Dafür wollten wir heute alles investieren und ich glaube, das hat man gerade in der zweiten Halbzeit gesehen, dass wir wirklich mit Leidenschaft gekämpft haben. Deshalb auf jeden Fall auch der Lob an meine Mitspieler, das war heute wirklich schön und hat Spaß gemacht“, so Isabell Hurst beim Pressegespräch.

Am nächsten Samstag, 29.04.2023, empfangen die Flames den Tabellenletzten VfL Waiblingen. Anwurf ist in der Weststadthalle um 18:00 Uhr.

HSG Bensheim/Auerbach:
Vanessa Fehr, Helen van Beurden – Amelie Berger (2), Isabell Hurst (3), Lotta Heider (4), Myrthe Schoenaker (4/3), Elisa Stuttfeld (1), Alicia Soffel (3), Ndidi Agwunedu, Lisa Friedberger (8/5), Lucie Kretzschmar (6), Lilli Holste (2), Dionne Visser (1).

 

 

 


Flames wollen wieder zurück in die Erfolgsspur

Nach drei Niederlagen in Folge steht dieses Wochenende für die Flames der HSG Bensheim/Auerbach in der Handball Bundesliga Frauen (HBF) die schwere Auswärtsbegegnung beim BSV Sachsen Zwickau auf dem Programm. Anwurf ist am Samstag, 22.04.2023, um 18:00 Uhr in der Sporthalle Neuplanitz.

Für die Flames gilt es in Zwickau von der ersten bis zur letzten Sekunde in Angriff und Abwehr zu kämpfen und konzentriert bis zum Abpfiff zu bleiben. Das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm hatte in den letzten drei Ligaspielen den Gegner jeweils bis kurz vor dem Ende im Griff und teilweise schon als sicherer Sieger ausgesehen, doch am Ende standen sie mit leeren Händen da. So wie auch am letzten Wochenende bei der unnötigen und ärgerlichen 31:32 Niederlage gegen die TuS Metzingen.

In der Tabelle änderte sich dadurch erstmal nichts für die Flames. Mit 17:23 Punkten blieben sie zwar Achter, jedoch beträgt der Rückstand zu Platz Sieben jetzt schon fünf Punkte. Der BSV Sachsen Zwickau liegt derzeit mit 12:28 Punkten auf dem 11. Platz und hat damit drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, den die Sport-Union Neckarsulm mit 9:31 Punkten belegt. Das Team von Norman Rentsch schaffte letzte Saison den Klassenerhalt erst durch zwei Siege in den Relegationsspielen. Dies möchte man diese Saison unbedingt vermeiden und vorher den Klassenerhalt sichern.

Erfolgreichste Torschützin der Sachsen ist die Rückraumlinke Ema Hrvatin mit 110/14 Toren, gefolgt von Diana Dögg Magnusdottir im rechten Rückraum mit 84/4 Toren und der Rechtsaußen Anna Frankova mit 63 Toren.

Die Flames und Zwickau trafen bisher in 25 Spielen aufeinander. Die Bilanz geht klar an die Flames mit 20 Siegen, einem Unentschieden und vier Niederlagen. Die letzte Niederlage war das Rückspiel letzte Saison in Zwickau. Während die Flames zu Hause mit 25:18 als Sieger vom Platz gingen, unterlagen sie in Zwickau mit 26:22 und boten eines der schlechtesten Saisonspiele. Das Hinspiel in dieser Saison konnten die Flames deutlich mit 30:22 für sich entscheiden.

Die Flames reisen als Favorit nach Zwickau und nehmen diese Favoritenrolle auch an und wollen sich endlich mal wieder mit Punkten belohnen. In den Trainingseinheiten diese Woche hat man zumindest wieder alles dafür getan, damit das auch gelingt und sich intensiv auf den Gegner vorbereitet.

„Es wird ein ganz, ganz schweres Spiel. In Zwickau erwartet uns eine enge volle Halle, es ist sehr laut und sie haben frenetische Fans. Wir sind gewarnt vom letzten Jahr, da sind wir dort untergegangen und haben hoch verloren. Ich glaube, dass wir dieses Jahr ein bisschen gefestigter sind. Wir fahren auf jeden Fall dorthin, um zwei Punkte zu holen und wir sind Favorit. Wir sind besser als Zwickau und das müssen wir auf die Platte bringen. Es ist wichtig, dass wir die Rückraumspielerinnen, vor allem die Ema Hrvatin und die Diana Dögg Magnusdottir in Griff zu bekommen. Wir freuen uns auf das Spiel und wir werden alles daransetzen, um zu gewinnen“, lautet die Marschroute von Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm.

Verzichten muss sie neben den beiden Langverletzten auch in Zwickau auf die erkrankte Sarah van Gulik sowie auf Leonie Kockel, die sich im Spiel gegen Metzingen eine Knieverletzung zugezogen hat.


Flames stehen am Ende mit leeren Händen da

Die Premiere auf dem schönen blauen Hallenboden ist nicht so verlaufen, wie es alle gehofft hatten und wie es 53 Minuten lang auch aussah. Am Ende kassierten die Flames der HSG Bensheim/Auerbach eine unnötige 31:32 (18:16)-Niederlage gegen die TuS Metzingen. Das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm hatte sich Anfang der zweiten Halbzeit eine Fünf-Tore-Führung beim 22:17 herausgespielt und stand am Ende wieder mit leeren Händen da. Beste Werferin bei den Flames war Alicia Soffel mit 9 Toren, bei den TUSSIES war Katharina Pandza mit 10/3 Toren am erfolgreichsten.

Glückwunsch an Metzingen zum Sieg. Im Endeffekt war es sehr knapp. Wir haben es halt einfach nicht geschafft unser Spiel bis zum Ende durchzuziehen. Wir haben ganz viele Fehler gemacht und hatten ein bisschen Angst vor der eigenen Courage. Wir haben viel geführt, wir haben fünfmal die Chance oder viermal die Chance auf das Fünfte wegzugehen, aber wir schaffen es nicht. Metzingen kommt immer wieder ran, Tor um Tor und wir fangen wieder an zu denken, was wir vorher nicht gemacht haben. Am Ende haben wir noch zwei Möglichkeiten ein Tor zu machen, schaffen es aber nicht. Von daher stehen wir heute mit leeren Händen da. Das ist sehr ärgerlich, weil wir heute mindestens einen Punkt verdient  gehabt hätten. Es war mehr drin, aber so ist es. Wir müssen weiterarbeiten, wir müssen einfach schauen, dass wir in den entscheidenden Situationen ein bisschen cleverer sind, ein bisschen mehr Mut haben und ein bisschen mehr Überzeugung. Wir müssen das abhaken und weitermachen. Nächste Woche kommt ein ganz schweres Spiel. Aber heute tut es schon weh“, bilanziert die enttäuschte Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm nach dem Spiel.

Ihre Gegenüber, TUS-Trainer Werner Bösch war dagegen glücklich über den Ausgang des Spiels. „Ich denke wir haben von beiden Mannschaften ein Auf und Ab gesehen, mit einem glücklichen Sieg auf Metzinger Seite. Es hätte auch genauso gut andersrum ausgehen können. Am Schluss hält uns Lea mit ihren Paraden den Sieg. Wir haben heute beide hier Werbung für den Handballsport gemacht“, so Bösch.

Die TUSSIES erwischten den besseren Start in die Partie und lagen nach zwei Minuten mit 0:2 vorne. Alicia Soffel (4.) und Lotta Heider glichen für die Flames aus. Es blieb ein ausgeglichenes Spiel. Alicia Soffel sorgte mit ihrem Treffer zum 9:8 (15.) für die erste Führung der Flames. Magda Balsam glich zum 9:9 (16.) aus. Maren Weigel erhielt eine Zeitstrafe und Myrthe Schoenaker verwandelte den Siebenmeter zum 10:9 (17.) und Flames-Torfrau Vanessa Fehr warf in das leere Metzinger Tor zum 11:9 und hätte sogar noch einen weiteren Treffer erzielen können, doch der Wurf landete knapp neben dem leeren Gehäuse.

Katharina Pandza konnte für die TUSSIES nochmal zum 12:12 24.) ausgleichen, doch bis zum Pausenpfiff hatten sich die Flames einen Zwei-Tore-Vorsprung herausgespielt. Mit einem 18:16 ging es in die Kabinen.

Die Flames erwischten den besseren Start in den zweiten Abschnitt. Alicia Soffel machte da weiter, wo sie in der Schlusssekunde der ersten Halbzeit aufgehört hatte und erzielte gleich das erste Tor in Halbzeit zwei. Drei Tore von Leonie Kockel und die Flames waren beim 22:17 (37.) erstmals mit fünf Toren weg. Die Flames hatten die Möglichkeit weiter davonzuziehen, doch scheiterten sie immer wieder an  der Schweizer Nationaltorhüterin Lea Schüpbach, die  ihr Team mit ihren Paraden nicht nur im Spiel hielt, sondern dafür sorgte, dass ihr Team zurück ins Spiel fand.

Leonie Kockel erzielte das 23:19 (41.) für die Flames und erhielt kurz danach in der Abwehr eine Zeitstrafe. Die Überzahl nutzten die TUSSIES  und verkürzten durch Magda Balsam und Dagmara Nocun auf 23:21 (43.) und Katharina Pandza eine Minute später auf 23:22. Die TUSSIES witterten ihre Chance und Flames-Coach Heike Ahlgrimm reagierte mit einem Team-Timeout. Lisa Friedberger erhöhte wieder auf 24:22 (45.) für die Flames.

Zehn Minuten vor dem Ende kam Metzingen zum 26:26 (50.), Alicia Soffel brachte ihr Team nochmals mit 27:26 (51.) in Führung.

Nationalspielerin Maren Weigel gelang mit ihrem Tor zum 27:28 (53.) die erste Führung der TUSSIES seit dem 7:8. Metzingen legte immer wieder vor, doch die Flames glichen jeweils aus. Katarina Pandza erzielte 90 Sekunden vor dem Ende das Führungstor zum 31:32 für die TUSSIES. Die Flames hatten noch die Chance mindestens einen Punkt zu holen, doch wie auch in den beiden letzten Ligaspielen gegen Oldenburg und in Buxtehude nimmt die Schlussphase kein gutes Ende für die Flames, die erneut mit leeren Händen dastehen.

Für die Flames geht es am nächsten Samstag, 22.04.2023, zum BSV Sachsen Zwickau.

HSG Bensheim/Auerbach:
Vanessa Fehr (1), Helen van Beurden – Amelie Berger, Isabell Hurst (2), Leonie Kockel (4), Lotta Heider (2), Myrthe Schoenaker (3/2), Elisa Stuttfeld (3), Alicia Soffel (9), Ndidi Agwunedu (1), Lisa Friedberger (4/1), Lucie Kretzschmar, Lilli Holste, Dionne Visser (3).

 

 

 

 


Liga-Neustart gegen Metzingen

Nach fast drei Wochen Pause fliegt der Ball wieder in der Handball Bundesliga Frauen (HBF). Nach dem erfolgreichen Pokalwochenende am 01./02.04.23 beim Haushahn Final4 in Stuttgart und einer Woche Urlaubspause geht es für die Flames der HSG Bensheim/Auerbach am Samstag, 15.04.2023, gegen die TuS Metzingen ebenfalls im Bundesligaalltag weiter. Anwurf in der Weststadthalle ist um 18:00 Uhr.

Nach einer Woche trainingsfrei sind die Flames am Ostermontag wieder ins Training eingestiegen und haben sich intensiv auf das Spiel vorbereitet.

„Ich bin froh, dass wir diese freie Woche hatten, weil wir das nach den ganzen Emotionen und der ganze Euphorie, die da war, gebraucht haben. Es war gut, dass wir ein bisschen den Kopf frei bekommen haben und wieder runterkommen konnten. Jetzt liegt der volle Fokus auf der Bundesliga. Wir haben noch sieben sehr schwere Spiele. Wir haben Spiele, die wir unbedingt gewinnen müssen, aber wir haben auch Spiele, wo wir keine Favoriten sind”, so Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm zum Re-Start in der Liga.

Die TUSSIES waren ebenfalls beim Final4, unterlagen aber in beiden Spielen. Im Halbfinale verlor man deutlich 29:39 gegen den späteren Pokalsieger, die SG BBM Bietigheim. Im kleinen Finale unterlag das favorisierte Team von Coach Werner Bösch mit 26:39 dem VfL Oldenburg, gegen den man in der Liga deutlich mit 35:24 gewonnen hatte.

Etwas Pokalfeeling erwartet beide Teams auch in der Weststadthalle. Der ab der kommenden Saison in der HBF vorgeschriebene blaue Handballboden wird für das Spiel erstmals in der Halle verlegt.

Dieser Boden ist auch Pflicht bei den internationalen Spielen und die sind auch das Saisonziel der TuS Metzingen, den diese Saison fand erstmals seit sieben Jahren der Europapokal ohne die TUSSIES statt. Den TUSSIES reichte letzte Saison der fünfte Platz nicht zur Teilnahme aus. Diesen Tabellenplatz belegen die TUSSIES aktuell auch mit 22:14 Punkten, haben allerdings ein Spiel weniger als die HSG Blomberg-Lippe auf dem 4. Platz mit 23:15 Punkten.

In der Liga macht man weitestgehend die Hausaufgaben zum Erreichen des Saisonzieles. Lediglich die beiden Niederlagen in Leverkusen (22:26) und in Zwickau (25:26) waren sicher nicht eingeplant.

Beste Torschützin der TUSSIES ist Linksaußen Dagmara Nocun mit 104/11 Toren, die damit Platz 8 der HBF-Scorerliste belegt. Ihr folgt auf Platz 2 der internen Statistik Nationalspielerin Lena Degenhardt mit 85/1 Toren, die verletzungsbedingt allerdings bis zum Saisonende ausfällt. Ihr folgt Rechtsaußen Magda Balsam mit 79/37 Toren. Magda Balsam war mit 17 Treffern auch beste Torschützin beim Haushahn Final4.

Die Flames und die TUSSIES standen sich bisher in 29 Pflichtspielen gegenüber. Davon gingen die TUSSIES fünfzehnmal als Sieger vom Feld, elfmal die Flames und viermal trennte man sich Unentschieden. Die Bilanz in der ersten Liga spricht allerdings klar für die TUSSIES, denn von den 15 Siegen stammen 11 aus den Erstligaduellen. Eine Erstligabegegnung ging Unentschieden aus und zweimal gewannen die Flames, zuletzt am 29.12.2021 mit 31:28 hier in der Weststadthalle. Das Hinspiel konnten die TUSSIES nach einem 15:17-Pausenrückstand am Ende noch mit 34:31 für sich entscheiden.

Die Zuschaer erwartet eine packendes Bundesligaduell, in dem beide Mannschaften als Sieger vom Platz gehen wollen. Favorit sind die TUSSIES, die für ihr Saisoniel auch beide Punkte aus Bensheim benötigen.

“Metzingen ist Favorit in diesem Spiel und muss unbedingt gewinnen, um oben zu dranzubleiben. Sie wollen international spielen, dafür müssen sie Platz vier erreichen und daher gilt für sie, dass verlieren verboten ist. Wir können befreit aufspielen und ich möchte, dass die Mädels das genießen. Ich hoffe, dass wir ein bisschen die Euphorie vom Pokal mitnehmen und dass es leichter wird nach dem, was wir erreicht haben und dass uns das ein bisschen trägt. Wir haben nichts zu verlieren, aber wir werden auch für die Fans kämpfen. Ich hoffe, dass wieder viele in die Halle kommen und wir wollen ihnen mit 2 Punkten nochmal Danke sagen”, wünscht sich Heike Ahlgrimm

Verzichten muss sie neben den beiden Langverletzten auch auf die erkrankte Sarah van Gulik. Ob Lucie-Marie Kretzschmar, die wegen einer Knieverletzung schon beim Final4 nicht eingesetzt werden konnte, spielen kann, wird sich kurzfristig entscheiden.

“Wir sind ein klein wenig gehandicapt. Auf der anderen Seite hat auch Metzingen mit Lena Degenhart einen sehr schwerwiegenden Ausfall sowie mit Rebecca Rott und Viktoria Woth. Aber wir werden das kompensieren. Wenn wir unsere Leistung abrufen und auch diese Emotionen und diesen Einsatz zeigen, den wir gegen Oldenburg im Halbfinale gezeigt haben, dann bin ich guter Dinge, dass wir gegen Metzingen zu Hause bestehen können. Gerade zu Hause, mit unserem achten Mann, mit der Roten Wand im Rücken. Von daher freue ich mich auf das Spiel. Wir werden alles dafür tun, die zwei Punkte mitzunehmen”, verspricht Heike Ahlgrimm.

 

 


Flames verlieren in letzter Sekunde

Dramatischer hätte das Spiel in Buxtehude für die Flames der HSG Bensheim/Auerbach am gestrigen Samstag nicht enden können. So nahe waren sie an einem Sieg oder zumindest einer Punktteilung dran – am Ende standen sie mit leeren Händen da und der Buxtehuder SV durfte sich beim  25:24 (9:6) über einen weiteren Sieg gegen die Flames in der Handball Bundesliga Frauen (HBF) freuen. Das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm wartet damit weiter auf den ersten Sie gegen den BSV. Beste Werferin bei den Flames war Dionne Visser mit 8 Toren. Beim BSV erzielte Maxi Mühlner ebenfalls 8/3 Tore.

„Glückwunsch an Buxtehude zum am Ende glücklichen, aber verdienten Sieg. Man muss das anerkennen, dass Buxtehude da war, trotz aller Verletzungen. Ich muss mich nochmal für die erste Halbzeit entschuldigen. Das habe ich den Mädels sehr deutlich gesagt, dass sechs Tore, nicht unser Anspruch ist. Wir haben die letzten 20 Minuten der ersten Halbzeit kein Tor mehr gemacht. Ich war sehr, sehr laut in der Kabine. In der zweiten Halbzeit kann ich meinen Mädels keinen Vorwurf machen. Es hätte auch kippen können und wir haben mit Leidenschaft gespielt. Wir haben die Chance für den Siegtreffer und bekommen stattdessen das Tor in der letzten Sekunde. Das ist sehr, sehr bitter, weil wir mit leeren Händen da stehen. Ich glaube, heute wären Punkte oder zumindest ein Unentschieden verdient gewesen. Aber so ist der Sport und es geht wieder weiter“, so die enttäuschte Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm nach dem Spiel.

Die Flames kamen gut ins Spiel und führten nach zwei Minuten durch zwei Treffer von Lucie-Marie Kretzschmar mit 2:0 und bauten die Führung auf 2:5 (9.) aus, auch weil der BSV immer wieder an Helen van Beurden zwischen den Pfosten scheiterte. Marie Andresen im Tor des BSV parierte einen Siebenmeter von Lisa Friedberger, der die erste Vier-Tore-Führung gewesen wäre. BSV-Trainer Adrian Fuladdjusch, der den erkrankten Chef-Trainer Dirk Leun vertrat, bat sein Team zur ersten Auszeit (11.). Maxi Mühlner verkürzte anschließend auf 2:5 für den BSV. Mit ihrem ersten Treffer zum 6:3 (13.) stellte Dionne Visser den alten Abstand her. Danach verloren die Flames im Angriff aber völlig den Faden. Chancen wurden vergeben, technische Fehler häuften sich und der Zug zum Tor fehlte zunehmend. So gelang in den verbleibenden knapp 18 Minuten bis zur Pause kein einziger Treffer mehr und der BSV konnte in dem torarmen Spiel bis zum Halbzeitpfiff aus dem 3:6 eine 9:6-Führung herstellen.

Der BSV nutzte dann auch gleich den ersten Ballbesitz und erhöhte durch Isabelle Dölle auf die erste Vier-Tore-Führung in diesem Spiel.

Die starke Dionne Visser brachte dann die Erlösung nach der 20minütigen Torflaute der Flames und netzte zum 7:10 (31.) ein. Durch einen Doppelpack von Lotta Heider waren die Flames wieder auf ein Tor beim 9:10 (34.) dran.

Lena Münzer legte wieder auf zwei Tore zum 9:11 (36.) vor. Der BSV konnte sich aber nicht mehr weiter absetzen. Sie gingen immer wieder zwei Toren vor, die Flames blieben dran. Erneute war es Dionne Visser, die erstmals wieder für die Flames zum 15:15 43.) ausgleichen konnte. Das Spiel war somit wieder völlig offen.

Sarah van Gulik sah dann aber eine Zeitstrafe und Maxi Mühlner verwandelte den fälligen Siebenmeter zur erneuten Führung für den BSV. In Unterzahl gelang den Flames durch einen Doppelpack von Dionne Visser zum 17:16 (46.) die erste Führung seit der ersten Halbzeit.

BSV-Trainer Adrian Fuladdjusch reagierte mit einem Team-Timeout.

Bis zum 19:19 (48.) durch Isabelle Dölle legten die Flames jeweils ein Tor vor, der BSV glich aus.

Durch einen 3:0-Lauf konnten sich die Flames auf drei Tore zum 22:19 (51.) absetzen und Adrian Fuladdjusch nahm seine letzte Auszeit. Beim 23:23 (56.) durch Liv Süchting war alles wieder ausgeglichen. Myrthe Schoenaker, die ebenfalls eine starke Leistung bot, sorgte wieder für die 24:23-Führung (57.) der Flames.

Es folgte die dramatische Schlussphase mit dem bitteren Ende für die Flames. Erst musste Dionne Visser mit einer Zeitstrafe auf die Bank. Den Strafwurf verwandelte Maxi Mühlner zum 24:24 (59.). Flames-Coach Heike Ahlgrimm reagierte folgerichtig mit einem Team-Timeout (59:19). Vierzig Sekunden blieben ihrem Team noch, nicht nur den Punkt zu sichern, sondern sogar den Siegtreffer zu erzielen.

Sarah van Gulik setzt ihren Wurf über das Tor. Buxtehude reagierte schnell und schaltete sofort auf den Angriff um, um in den verbleibenden sechs Sekunden vielleicht noch den Siegtreffer zu erzielen. Maxi Mühlner bekommt den Ball auf Außen und trifft in der Schlusssekunde mit ihrem achten Treffer zum 25:24 für den Gastgeber.

Für die Flames geht es am nächsten Wochenende zum Haushahn Final4 nach Stuttgart. In der Liga steht das nächste Spiel am 15.04.2023 um 18:00 Uhr gegen die TuS Metzingen auf dem Programm.

HSG Bensheim/Auerbach:
Vanessa Fehr, Helen van Beurden – Amelie Berger, Leonie Kockel, Lotta Heider (5), Myrthe Schoenaker (5/3), Elisa Stuttfeld (1), Alicia Soffel (1), Ndidi Agwunedu (1), Lisa Friedberger, Sarah van Gulik, Lucie Kretzschmar (4), Sophia Ewald, Lilli Holste (1), Dionne Visser (8).

 

 


Flames fahren optimistisch in den Norden

Die Flames der HSG Bensheim/Auerbach sind in der Handball Bundesliga Frauen (HBF) an diesem Wochenende im Norden gefordert. Am Samstagmorgen um 06.00 Uhr macht sich das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm auf den langen Weg zum Spiel beim Buxtehuder SV. Anwurf in der Halle Nord ist um 16:00 Uhr.

Mit dem bisherigen Verlauf der Rückrunde können die Flames sehr zufrieden sein. Zwar gab es nach vier Siegen in Folge am letzten Wochenende eine 26:28-Heimniederlage gegen den VfL Oldenburg, doch dieses Spiel stand auch unter besonderen Vorzeichen, denn für beide Mannschaften war es die „Generalprobe“ für das Halbfinale des Haushahn Final4 am nächsten Wochenende.

„Oldenburg wollte den Sieg etwas mehr. Wir haben zu viele technische Fehler gemacht und unsere klaren Chancen nicht verwertet“, so Heike Ahlgrimm nach dem Spiel. „Wir können da definitiv noch eine Schippe drauflegen.“

Der BSV holte sich letzte Woche beim 27:24-Auswärtssieg in Dortmund beide Punkte und kämpft noch um die internationalen Plätze. Derzeit liegt das Team von Trainer Dirk Leun mit 20:16 Punkten auf dem 6. Tabellenplatz und damit nur 2 Punkte hinter dem Vierten, dem TuS Metzingen. Die Flames belegen den 8. Tabellenplatz mit 17:19 Punkten und würden mit einem Sieg bis auf einen Punkt an den BSV anschließen können.

Die Statistik allerdings spricht klar für den BSV. In fünfzehn Pflichtspielen (Liga und Pokal) standen sich beide Mannschaften bisher gegenüber. In vierzehn Spielen ging der BSV als Sieger vom Platz. Lediglich in der Saison 2020/21 konnten die Flames am 28.02.2021 dem BSV beim 31:31 in der Weststadthalle einen Punkt abknöpfen. Das Hinrundenduell entschied die Mannschaft von BSV-Cheftrainer Dirk Leun in der Weststadthalle mit 30:27 für sich. Es würde also Zeit werden, mit dem ersten Sieg gegen Buxtehude.

Erfolgreichste Torschützin beim BSV ist Isabelle Dölle im rechten Rückraum mit 92/20 Toren, die im Hinspiel auch sieben Tore erzielte. In der BSV-internen Statistik folgen die Rückraummitte Charlotte Kähr mit 72/13 Toren und Maxi Mühlner am Kreis mit 54/18 Toren.

„Wir haben noch nie ein Spiel gegen Buxtehude gewonnen, nur einmal ein Unentschieden bei uns. Es wird an der Zeit, die Serie zu brechen. Wir haben uns ganz viel vorgenommen und wir fahren definitiv nach Buxtehude, um dort zu gewinnen. Das ist die klare Ansage. Wir brauchen uns nicht verstecken. Wir sind gut drauf und wir haben gute Ergebnisse erzielt. Das Spiel gegen Oldenburg muss man da ausklammern, weil das andere Voraussetzungen waren. Aber wir haben sehr viel Selbstvertrauen in der Liga, haben in der Tabelle Luft nach unten und wir können nach oben aufschließen, was unser großes Ziel ist. Mit einem Sieg sind wir einen Punkt an Buxte dran. Buxtehude muss zu Hause unbedingt gewinnen, um den Abstand zu halten. Also stehen sie mehr unter Druck“, so Flames-Coach Heike Ahlgrimm.

Verzichten muss sie in Buxtehude auf die beiden Langzeitverletzten Sarah Dekker und Neele Orth sowie, wie bereits gegen Oldenburg, auf Kreisläuferin Isabell Hurst. Dafür wird Sophia Ewald von den Junior Flames mit nach Buxtehude fahren.

„Das wird ein Spiel auf Augenhöhe, das wird kein einfaches Spiel, aber wir brauchen uns definitiv nicht verstecken und wir fahren auf jeden Fall nach Buxtehude, um die 2 Punkte zu holen. Bei uns sind alle soweit fit, außer Isi, die nicht spielen wird. Dafür kommt Sophia mit. Und dann werden wir dort ein Mega-Spiel machen. Ich freue mich darauf. Es wird eine volle Halle, dort ist immer eine super Stimmung und es macht immer Spaß in Buxtehude zu spielen. Umso schöner ist es, wenn man mit einer vollen Halle spielt und mit 2 Punkten wieder nach Hause fährt“, gibt sich Heike Ahlgrimm optimistisch, dass es mit dem  ersten Sieg gegen Buxtehude klappen könnte.

 

 


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Flames unterliegen dem VfL Oldenburg mit 26:28

Im fünften Spiel der Rückrunde hat es dann die Flames der HSG Bensheim/Auerbach in der Handball Bundesliga Frauen (HBF) auch erwischt. Nach vier Siegen in Folge unterlag das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm am Samstagabend vor 668 Zuschauern in der Weststadthalle mit 26:28 (14:13) gegen den VfL Oldenburg. Der VfL konnte somit die „Generalprobe“ für das Halbfinale des Haushahn Final 4 in zwei Wochen für sich entscheiden. Beste Werferinnen bei den Flames waren Amelie Berger, Dionne Visser und Lisa Friedberger mit jeweils 5 Toren, beim VfL erzielten Maike Schirmer und Toni-Luisa Reinemann jeweils 6 Tore.

„Diese Niederlage ist für uns bitter. Wir stehen heute mit leeren Händen da. Es war ein Spiel auf Augenhöhe, das durch Kleinigkeiten entschieden wurde. Wir haben in der zweiten Halbzeit zwei, drei Fehler zu viel gemacht und heute zu viele Chancen vergeben. Wir haben heute aber auch gesehen, dass wir im Halbfinale noch eine Schippe drauflegen können“, so die Analyse von Heike Ahlgrimm nach dem Spiel.

Bereits in der Anfangsphase des Spiels ließen die Flames klare Chancen liegen. Erst wurden von beiden Außenpositionen zwei Bälle verworfen,  dann setzten die Flames in Überzahl bei Würfen aus der eigenen Hälfte auf das leere VfL-Tor erst Torhüterin Helen van Beurden den Ball an den Pfosten und direkt danach Sarah van Gulik neben das Tor. Aber auch der VfL vergab Chancen oder scheiterte an Torhüterin Helen van Beurden. So blieb es das erwartete Spiel auf Augenhöhe. Nach dem 2:2 (5. Minute) führte der VfL beim 2:4 (7.) erstmals mit zwei Toren, die Flames verkürzten immer wieder und hatten durch einen verwandelten Siebenmeter von Lisa Friedberger beim 7:7 (14.) erstmals wieder ausgeglichen und gingen durch Dionne Visser mit 8:7 (15.) in Führung. Maike Schirmer glich für den VfL wieder aus. Lucie-Marie Kretzschmar brachte die Flames wieder mit 9:8 (18.) in Front, Merle Carstensen scheiterte mit einem Siebenmeter an Helen van Beurden und Lisa Friedberger sorgte mit ihrem Treffer zum 10:8 (20.) für die erste Zwei-Tore-führung der Flames.  Es blieb aber ausgeglichen.  Über 10:10 (21.), 11:11 (22.), 12:12 (24.) und 13:13 ((28.) ging es durch den Treffer von Myrthe Schoenaker mit einer knappen 14:13-Führung in die Halbzeitpause.

Die Flames erwischten einen guten Start in den zweiten Abschnitt und erhöhten durch Lucie-Marie Kretzschmar auf 15:13 (31.). Der VfL kam aber immer wieder zum Ausgleich zum 15:15 (34.) und 17:17 (38.). Dionne Visser brachte mit ihren beiden Treffern zum 19:717 (41.) die Flames wieder mit zwei Toren in Front und hatte die Chance sogar auf drei Tore zu erhöhen, doch ihr Gegenstoß landete am Pfosten. Da weitere Chancen liegen gelassen wurden, war der VfL durch den Treffer von Jane Martens zum 22:22 (49.) wieder im Spiel und ging durch zwei Tore von Paulina Golla wieder selbst mit 22:24 (54.) in Führung. Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm reagierte mit einem Team-Timeout. Lisa Friedberger und Elisa Stuttfeld sorgten anschließend wieder für den Ausgleich zum 24:24 (55.). Jetzt reagierte VfL-Coach Niels Bötel mit einer Auszeit und die letzten fünf Minuten waren an Dramatik kaum zu überbieten. Sein Team zog mit einem 3:0-Lauf vorentscheidend auf 24:27 (58.) davon. Die Flames verkürzten durch Lisa Friedberger und Lilli Holste auf 26:27 (59:06). VfL-Coach Niels Bötel nahm seine letzte Auszeit. Lucie-Marie Kretzschmar eroberte 30 Sekunden vor dem Ende in der Abwehr den Ball, wurde beim Abspiel von einer VfL-Spielerin dabei zu Fall gebracht, so landete der Pass nicht bei einer Mitspielerin, sondern bei Paulina Golla, die den entscheidenden Treffer zum 26:28 erzielte. Den Flames gelang in den verbleibenden 28 Sekunden kein Treffer mehr.

Durch die Niederlage blieben die Flames auf dem 8. Tabellenplatz, der VfL festigte seinen 7. Tabellenplatz und hat jetzt drei Punkte Vorsprung gegenüber den Flames.

Das nächste Spiel bestreiten die Flames am Samstag, 25.03.2023, um 16:00 Uhr beim Buxtehuder SV.

HSG Bensheim/Auerbach:
Vanessa Fehr, Helen van Beurden – Amelie Berger (5), Leonie Kockel, Lotta Heider (2), Myrthe Schoenaker (1), Elisa Stuttfeld (1), Alicia Soffel (1), Ndidi Agwunedu (1), Lisa Friedberger (5/2), Sarah van Gulik (1), Lucie Kretzschmar (4), Lilli Holste (1), Dionne Visser (5).