Flames empfangen Neptunes de Nantes zum letzten Heimspiel
Die Gruppenphase der EHF European League biegt so langsam auf die Zielgerade ein. Am vorletzten Spieltag der Gruppe C empfangen die Flames der HSG Bensheim/Auerbach im letzten Heimspiel die französische Mannschaft Neptunes de Nantes. Auch diese Begegnung findet wieder in der Untermainhalle in Elsenfeld statt. Anwurf ist um 16:00 Uhr.
Während die Flames in der Liga durch den sensationellen 27:26-Auswärtssieg beim Thüringer HC den zweiten Tabellenplatz in der Handball Bundesliga Frauen (HBF) festigten, sind die internationalen Spiele in der EHF European League dieses Jahr noch als „Lehrjahr“ zu bezeichnen.
„Das wird ein Megaschweres Spiel. Nantes steht mit dem Rücken zur Wand. Sie haben bereits beide Spiele gegen Gloria absolviert. Im ersten Spiel haben sie sich unentschieden getrennt und jetzt am Wochenende haben sie gegen Gloria verloren. Da dürfen sie sich keine Ausrutscher mehr leisten und von daher werden die natürlich hier mit breiter Brust auftreten und alles investieren, um die 2 Punkte zu holen. Sie wollen unbedingt weiterkommen und das geht nur wenn sie gegen uns gewinnen. Wir wissen, dass sie Favorit sind und wir wissen, was auf uns zukommt“, sagt Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm.
Nach der Niederlage letzte Woche bei MKS FunFloor Lublin dürfte das Erreichen des Viertelfinales in der EHF European League für die Flames nur noch theoretisch möglich sein. Als Gruppenletzter haben die Flames ebenso 2:6 Punkte, wie MKS FunFloor Lublin. Bereits qualifiziert für das Viertelfinale ist der rumänische Vertreter CS Gloria 2018 BN nach dem 34:29-Sieg letzte Woche gegen Neptunes de Nantes. Gloria führt die Tabelle mit 7:1 Punkten an, Nantes liegt mit 5:3 Punkten auf dem zweiten Platz und kann sich mit einem Sieg bei den Flames ebenfalls das Viertelfinale sichern, was auch das erklärte Ziel von Nantes und Head Coach Helle Thomsen ist. Die Dänin würde sich gerne mit einem Erfolg aus Nantes verabschieden.
Das Hinspiel in Frankreich verloren die Flames mit 27:39, was in dieser Höhe allerdings nicht notwendig gewesen wäre. Aber das Team mit den drei Weltmeisterinnen Lena Grandveau, Tamara Horacek und Oriane Ondono nutzte jeden kleinen Fahler gnadenlos.
„Wir werden wieder lernen, wir werden wieder das alles aufsaugen und mitnehmen. Wenn wir eine Chance haben, wollen wir sie nutzen. Wir wissen aber, dass das nicht so einfach ist, gerade gegen so einen starken Gegner. Das haben wir schon im Hinspiel gesehen, dass da alles passen muss. Da haben wir viele Dinge richtig gemacht, aber leider nicht getroffen. Und das muss beim nächsten Spiel besser werden. Wir werden in Elsenfeld noch mal alles investieren. Das ist ein Heimspiel für uns und mit unseren Fans zusammen werden wir alles in die Waagschale werfen und dann schauen wir, was am Ende dabei herauskommt. Wir müssen uns nicht verstecken, denn immer, wenn wir unsere Leistung bringen, dann sind wir für jeden Gegner gefährlich und das versuchen wir auch gegen Nantes zu machen. Aber wir wissen natürlich auch, was die für einen Etat haben, und wir wissen, was da für Mädels sind. Sie haben drei aktuelle Weltmeisterinnen im Team. Da wird einiges auf uns zukommen, aber im Endeffekt lernen wir dieses Jahr in jedem Spiel und werden schauen, dass wir alles gut über die Bühne bringen“, so Heike Ahlgrimm.
Verzichten muss sie dabei weiterhin auf ihre drei Kreisläuferinnen Dionne Visser, Isabell Hurst und Sophia Ewald. Ihr internationales Debüt im Flames-Trikot feiern kann dagegen Neuzugang Jill Kooij, da die Spielberechtigung von der EHF rechtzeitig erteilt wurde.
Flames unterliegen bei MKS FunFloor Lublin mit 32:34
Nach dem ersten Sieg in der EHF European League vor einer Woche im Heimspiel in Elsenfeld, mussten sich die Flames der HSG Bensheim/Auerbach jetzt im Rückspiel bei MKS FunFloor mit 32:34 (17:19) geschlagen geben. Nach drei Niederlagen in Folge holte Lublin dadurch auch die ersten Punkte in der Gruppenphase. Beide Teams haben jetzt 2:6 Punkte, die Flames rutschten allerdings aufgrund des schlechteren Torverhältnisses auf den vierten und somit letzten Platz. Beste Werferin bei den Flames war Sarah Dekker mit 8 Toren, die auch nach dem Spiel zum „Player of the Match“ bei den Flames gewählt wurde. Magda Wieckowka war mit ebenfalls acht Treffern für Lublin am erfolgreichsten.
Für beide Mannschaften gibt es nur noch geringe Chancen in das Viertelfinale einzuziehen, wofür sich die beiden Gruppenersten qualifizieren. Das Ergebnis bedeutet auch, dass CS Gloria 2018 BN heute durch den 34:29-Auswärtssieg bei Neptunes Nantes auf jeden Fall ins Viertelfinale einziehen wird.
„Die Flames haben nicht so viel gebrannt, wie sie könnten. Wir hatten große Probleme in der Verteidigung. In der ersten Halbzeit gab es fast keine Verteidigung. Wir haben 32 Tore erzielt, das ist ziemlich gut. Wir haben einige Fehler gemacht und einige Schüsse nicht getroffen. So ist das nun einmal. Wir sind enttäuscht, aber wir müssen weitermachen“, kommentierte Flames-Spielerin Kim Naidzinavicius das Spiel.
„Am Ende des Tages haben wir das Spiel in der ersten Halbzeit verloren, weil wir da keinen Zugriff in der Abwehr hatten und auch die Torhüter nicht so performt haben. Da haben wir zu viele Fehler gemacht. Wir waren gedanklich, nicht hundertprozentig da und vom Gefühl her so ein bisschen mental müde. Daher haben wir uns auch nicht rein gekämpft, haben uns mit vielen anderen Dingen beschäftigt, wie mit der mit der internationalen Härte und anderem. Wir waren gedanklich nicht schnell genug zurück und dann kam eins zum anderen. Der Angriff mit 17 Toren ist in Ordnung, aber wir kriegen halt 19. Dann haben wir nach der Halbzeit ein paar Dinge umgestellt. In der zweiten Halbzeit kann ich ihnen keinen Vorwurf machen. Wir haben gekämpft, aber am Ende des Tages haben wir einfach einen zu kleinen Kader, um dieses Spiel dann noch zu gewinnen. Wir waren sogar noch beim 30:31 dran und haben die Möglichkeit zum Unentschieden, doch dann machen wir wieder ein, zwei Fehler. Da haben wir aber in der Abwehr gut gedeckt, wir haben auch die 5:1-Deckung ausprobiert, das war in Ordnung, denn wir kriegen 26 Minuten lang nur 12 Tore. In Summe ist es ein Spiel, das man nicht verlieren hätte müssen, was wir aber verloren haben, weil wir in vielen Bereichen zu viele Fehler gemacht haben. Dann waren wir oft auch nicht so clever genug. Wir werden daraus lernen, denn das sind Dinge, die man definitiv abstellen kann. Wir müssen die positiven Dinge mitnehmen, und das werden wir machen. Dann werden wir auch gestärkt zurückkommen“, so Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm.
Vor 2150 Zuschauern in der Globus-Halle in Lublin bekamen die Flames in der ersten Halbzeit in der Abwehr fast keinen Zugriff. Da es auf der Gegenseite aber genauso war und auf beiden Seiten jeder Wurf im Tor landete, blieb die Partie ausgeglichen. Nach gut einer Viertelstunde hatte sich Lublin früher wieder gefangen und die Flames leisteten sich auch Fehlwürfe, so zog Lublin auf 13:10 davon. Zur Pause lagen die Gastgeber immer noch mit 19:17 in Front.
Nach dem Seitenwechsel steigerte sich der Abwehr und Helen van Beurden zwischen den Pfosten konnte einige Bälle der Gastgeber parieren. Die Flames machten allerdings zu wenig aus den in der Abwehr eroberten Bällen. So führte Lublin fünf Minuten vor Schluss mit 31:27 führten und schien den ersten Sieg schon in der Tasche zu haben. Doch dann legten die Flames einen 3:0-Lauf hin und verkürzten auf 30:31. Die Flames kamen noch zweimal auf ein Tor heran (32:31, 33:32), konnten aber nicht mehr ausgleichen. So feierte Lublin den ersten Sieg in der Gruppenphase.
In der EHF European League geht es für die Flames am 10. Februar um 16:00 Uhr in Elsenfeld weiter mit dem Rückspiel gegen Neptunes Nantes.
Davor geht es für die Flames in der Handball Bundesliga Frauen (HBF) weiter am Mittwoch, 07.02.2024 mit dem Auswärtsspiel beim Thüringer HC.
HSG Bensheim/Auerbach:
Vanessa Fehr, Helen van Beurden – Amelie Berger (2), Sarah Dekker (8), Alicia Soffel (2), Ndidi Agwunedu (3), Lisa Friedberger (6/4), Kim Naidzinavicius (4), Sarah van Gulik (1), Lucie-Marie Kretzschmar (6), Mia Ziercke, Lilli Holste.
Flames reisen zum Rückspiel nach Polen
Für die Flames der HSG Bensheim/Auerbach steht am Wochenende das erste Rückspiel in der Gruppenphase der EHF European League auf dem Programm. Am kommenden Samstag (16:00 Uhr) muss das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm beim MKS FunFloor Lublin antreten.
Das Hinspiel konnten die Flames am 20.01.2024 in Elsenfeld für sich entscheiden. Dies war der erste internationale Sieg in der Geschichte der HSG Bensheim/Auerbach. In der Vierergruppe belegen die Flames dadurch mit 2:4 Punkten den dritten Platz. Es führen Neptunes Nantes und CS Gloria 2018 BN, die beide 5:1 Punkte auf dem Konto haben. Lublin belegt nach drei Niederlagen den letzten Platz. Für das Viertelfinale qualifizieren sich die beiden Erstplatzierten.
„Das wird ein ganz, ganz schweres Spiel in Lublin und auch ein anderes Spiel als das Hinspiel. Ich glaube Lublin hat nicht damit gerechnet, dass sie bei uns verlieren und die werden jetzt mit ganz viel Wut vor eigenem Publikum alles daransetzen, um das Spiel gegen uns zu gewinnen. Uns erwartet eine volle Halle mit frenetischen Fans und wir müssen schauen, dass wir weiter an uns glauben. Ich denke, dass wir trotz unserer Personalsituation stark genug sind, um sie auch das zweite Mal zu schlagen. Aber man kann jetzt keine Wunder erwarten“, erklärt Heike Ahlgrimm, die mit einem ganz anderen Auftreten von Lublin rechnet.
Für die Flames beginnt die Reise nach Lublin bereits am Freitagmorgen, am Abend steht dann noch eine Trainingseinheit auf dem Programm. Diese nutzen die Gastvereine in erster Linie, um sich etwas an die Halle und die Lichtverhältnisse dort zu gewöhnen. Dies haben Nantes und Lublin bei ihren Gastspielen in Elsenfeld ebenfalls gemacht.
Für MKS FunFloor Lublin ist es am Wochenende das zweite Heimspiel. Im ersten Heimspiel unterlag man Neptunes Nantes mit 29:34. Am ersten Spieltag musste man sich bei CS Gloria 2018 BN mit 26:23 geschlagen geben.
Die Flames werden in Lublin mit demselben Kader antreten, wie am Dienstag im Ligaspiel gegen den Buxtehuder SV, da Isabell Hurst, Dionne Visser und Sophia Ewald weiterhin ausfallen.
„Ich bin stolz darauf, was wir gerade leisten und wie wir die Ausfälle kompensieren und Spielerinnen auch auf anderen Positionen ihre Sache gut machen. Wir müssen immer wieder improvisieren. Aber ich glaube, dass wir das in den letzten Wochen sehr gut machen, da können wir nur den Hut davor ziehen. Das zerrt natürlich an den Kräften und wir müssen schauen, wie das weitergeht. Aber ich bin davon überzeugt, dass wir nach Lublin fahren und gewinnen wollen und auch können, wenn wir alles in die Waagschale werfen. Wir freuen uns drauf, das haben wir uns verdient und werden in jedem internationalen Spiel lernen und neue Erfahrungen machen. Das werden wir genießen und dementsprechend fahren wir mit ganz viel Vorfreude und ganz viel Selbstbewusstsein nach Lublin, um natürlich die zwei Punkte mitzunehmen“, so Heike Ahlgrimm kämpferisch.
Flames schreiben weiter Geschichte – Erster Sieg in der Gruppenphase
Der Jubel kannte nach dem Schlusspfiff keine Grenzen mehr. Mit 35:29 (17:15) bezwangen die Flames der HSG Bensheim/Auerbach den polnischen Club MKS FunFloor Lublin. Für die Flames ist das ein historischer Sieg, denn es ist nicht nur der erste Sieg in der Gruppenphase der EHF European League, sondern gleichzeitig auch der erste Sieg gegen ein internationales Team. Erfolgreichste Torschützin der Flames war Sarah Dekker mit acht Toren, bei Lublin waren die ehemalige Metzingen-Spielerin Magda Balsam, Sara Kovarova, Omana Roszak und Kinga Achruk mit jeweils vier Tore am erfolgreichsten.
„Ich bin absolut stolz auf die Mädels. Das war heute auch sehr emotional und wir haben endlich den ersehnten erste Sieg gegen ein internationales Team. Wir haben auch in den letzten Spielen schon sehr viel investiert, haben aber einfach nicht die Leistung so abgerufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Am Montag haben wir sehr viel drüber gesprochen, was wir verändern müssen, was wir machen müssen und haben uns heute einfach belohnt. Wir haben heute wahnsinnig gekämpft und in der Abwehr versucht das Spiel des Gegners zu unterbinden. Im Angriff haben wir jeden Rückschlag weggesteckt. Im Training am Freitag hatte sich noch Sara van Gulik verletzt. Sie hätte sich heute zur Verfügung gestellt, war aber überhaupt nicht einsatzfähig. Meine dritte Kreisläuferin, die Sophia Ewald, hat sich jetzt verletzt, da bin ich mal gespannt, was da noch kommt. Sie ist jetzt zur Untersuchung im Krankenhaus. Das halt alles so Dinge, die sehr schwierig sind, dann zu kompensieren. Von daher wirklich Hut ab vor der Leistung meiner Mädels, das sie das so gemacht haben, dass wir heute unsere Fehlwürfe minimiert haben und ich bin sehr happy, dass wir uns endlich belohnt haben“, kommentierte eine überglückliche Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm das Spiel.
In den beiden vorangegangenen Spielen der aktuellen Gruppenphase hatte keine der beiden Mannschaften einen Punkt geholt, denn beide Teams unterlagen in ihren bisherigen Begegnungen jeweils CS Gloria 2018 BN (ROU) und Neptunes Nantes (FRA), die sich heute auch gegenüberstanden und 19:19 trennten.
Den besseren Start in die Begegnung erwischten vor 735 Zuschauern in der Untermainhalle in Elsenfeld die wesentlich erfahreneren Gäste aus Polen und kontrollierten das Spiel. Den ersten Treffer der Flames erzielte Sarah Dekker zum 1:2 in der 3. Minute. Die Flames leisteten sich in der ersten Viertelstunde einige einfache Fehler, die Lublin nutzte und teilweise mit drei Toren führte, so beim 1:4 (5.), 3:6 (10.), 5:8 (11.), 7:10 (15.) und 8:11 (16.). Mit einem 4:0-Lauf drehten die Flames den Rückstand und gingen durch Ndidi-Silvia Agwunedu erstmals mit 12:11 (21.) in Führung. Lucie-Marie Kretzschmar erhöhte direkt danach auf zwei Tore zum 13:11 (23). Mit diesem Zwei-Tore-Vorsprung gingen die Flames beim 17:15 in die Kabine.
Ndidi-Silvia Agwunedu und Lisa Friedberger mit einem verwandelten Siebenmeter zum 19:15 (34.) bauten den Vorsprung auf vier Tore aus. Die Flames dominierten die zweite Halbzeit und ließen recht schnell keinen Zweifel aufkommen, dass sie diesen ersten Sieg unbedingt wollen. So konnten sie es auch verkraften, dass Lucie-Marie Kretzschmar in der 56. Minute nach ihrer dritten Hinausstellung die Rote Karte sah. Insgesamt gab es elf Zeitstrafen gegen beide Teams, sechs davon gegen die Flames und fünf gegen Lublin, was zeigte, dass es ein kampfbetontes Spiel war und beide Mannschaften erstmals punkten wollten.
Den Schlusspunkt setzte Kapitänin Lisa Friedberger mit ihrem Treffer zum 35:29.
„Ich bin sehr, sehr stolz. Das gibt uns auch ein bisschen Selbstvertrauen und das zeigt uns, dass wir es auch international können, weil alle ja schon immer geunkt haben, warum wir da drin sind, obwohl wir nicht leistungsfähig sind. Daher bin ich sehr froh, dass wir es heute einfach mal gezeigt haben, dass wir das auch umsetzen können und dass wir auch zwei Punkte holen können und auch mal gewinnen können. Von daher genießen wir das jetzt. Jetzt haben wir ein bisschen mehr Luft, jetzt haben wir Mittwoch keine englische Woche und am nächsten Wochenende kommt Leverkusen. Das ist ein ganz wichtiges Spiel in der Liga, da haben wir den vollen Fokus drauf und dann schauen wir was dabei herumkommt“, sagt Heike Ahlgrimm.
In der EHF European League geht es für die Flames weiter am 03. Februar mit dem Rückspiel gegen FunFloor Lublin.
In der Handball Bundesliga Frauen (HBF) empfangen die Flames am Samstag, 27. Januar 2024 um 18:00 Uhr in der Weststadthalle das Team von Bayer Leverkusen.
HSG Bensheim/Auerbach:
Vanessa Fehr, Helen van Beurden (1) – Amelie Berger (5), Sarah Dekker (8), Alicia Soffel (5), Ndidi Agwunedu (4), Lisa Friedberger (6/3), Kim Naidzinavicius (2), Sarah van Gulik, Lucie-Marie Kretzschmar (3), Mia Ziercke (1), Sophia Ewald, Lilli Holste.
Flames hoffen auf ersten internationalen Sieg
Nachdem das Ligaspiel am Mittwochabend bei Borussia Dortmund der Witterungslage zum Opfer gefallen ist, hatten die Flames der HSG Bensheim/Auerbach ein paar Tage mehr Zeit sich zu regenerieren und auf das dritte Gruppenspiel in der EHF European League vorzubereiten. Am morgigen Samstag, 20. Januar 2024, kommt zum zweiten Heimspiel der polnische Vertreter MKS FunFloor Lublin, die wie die Flames bisher beide Gruppenspiele verloren haben. Anwurf der Partie in der Untermainhalle (Dammsfeldstraße 11, 63820 Elsenfeld) ist um 16 Uhr.
Die Ausgangslage ist für beide Mannschaften gleich, denn beide sind noch ohne Punktgewinn in der Gruppenphase der EHF European League, denn beide Teams unterlagen gegen Nantes und Gloria. Der polnische Vize-Meister aus Lublin möchte ins Viertelfinale, dementsprechend liegt auch der Druck bei der Mannschaft von Headcoach Edyta Majdzinska, denn dazu muss ihre Mannschaft bei den Flames punkten. Bei den Flames liegt der Fokus klar auf der Liga. Trotzdem möchte das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm auch den ersten internationalen Sieg in der Vereinsgeschichte.
Von daher kam es den Flames nicht ungelegen, dass das Ligaspiel bei Borussia Dortmund am Mittwoch den Witterungsverhältnissen zum Opfer gefallen ist und verlegt wurde. So konnten sich die erkälteten Spielerinnen auch noch einen Tag zusätzlich erholen. Bis auf die Langzeitverletzte Dionne Visser und die erkrankte Isabell Hurst kann Heike Ahlgrimm daher gegen Lublin auch auf den kompletten Kader zurückgreifen und tritt mit derselben Aufstellung, wie gegen Gloria an.
„Es erwartet uns das nächste Euro League Spiel mit dem dritten Gegner. Lublin ist auch wieder ein starker Gegner, der Favorit ist. Wir haben viel gesprochen diese Woche und sind ein Ticken ausgeruhter, dadurch, dass das Spiel in Dortmund ausgefallen ist. Ich erwarte von meinen Mädels wirklich ein geiles Spiel. Ich will, dass wir die Dinge, die wir angesprochen haben, ändern und umsetzen. Ich will, dass wir schauen, dass wir unsere Fehler minimieren, dass wir weniger Fehlwürfe machen und dass wir alles daransetzen, dieses Spiel zu gewinnen. Das wird nicht einfach, das wissen wir. Aber wir müssen uns nicht verstecken, nur wir müssen halt unseren Job machen und jetzt haben wir die nächste Gelegenheit dazu. Wir haben gegen Gloria gesehen, dass wir mithalten können. Daher wollen wir es definitiv besser machen, als im letzten Spiel und ein gutes Ergebnis erzielen. International wird halt alles bestraft. Von daher gehe ich davon aus, dass wir alles investieren, dass wir wieder mit Leidenschaft und Emotionen spielen. Ich hoffe, dass die Halle wieder voll wird, und dann schauen wir, dass am Ende dann die zwei Punkte mal auf unserer Seite stehen und wir vielleicht unser erstes internationales Spiel gewinnen. Das wäre natürlich Mega”, berichtet Heike Ahlgrimm.
Das Zünglein auf der Waage könnten hier die Zuschauer sein. Das erste Heimspiel in der Untermainhalle vor einer Woche besuchten 866 Besucher, davon auch viele Zuschauer aus dem Umkreis von Elsenfeld, die erstmals bei den Flames waren. Die Flames hoffen, dass mindestens wieder genau so viele Zuschauer in die Halle kommen. An der Tageskasse gibt es jedenfalls noch genügend Tickets für Kurzentschlossene.
Programmheft als Download
Ihr könnt' auch das Programmheft für das Spiel gegen MKS FunFloor Lublin wieder online lesen oder als PDF herunterladen.
Dazu müsst Ihr nur den QR-Code scannen oder diesen Link nutzen:
https://flames-handball.com/magazin-sonderausgabe-2-ehf-januar-2024
Anpassung der Ticketpreise
Wir haben die Ticketpreise für unsere Tagestickets bei den Ligaspielen in der Handball Bundesliga Frauen (HBF) und der EHF Euro League für die Saison 2023/24 angepasst und auf folgende einheitliche Preise umgestellt:
- Tageskarte Vollzahler = 15 €
- Tageskarte Ermäßigt Stufe 1 = 12 € (Rentner, Behinderte, Studenten, Auszubildende, Schüler)
- Tageskarte Ermäßigt Stufe 2 = 5 € (Kinder und Jugendliche von 12 – 17 Jahren)
- Kinder unter 12 Jahre haben freien Eintritt
2. Heimspiel am 20.01.24 gegen Lublin in Elsenfeld
Am Samstag, 20.01.2024 findet das zweite Heimspiel in der EHF European League gegen MKS FUNFLOOR LUBLIN in Elsenfeld statt.
Anwurf ist um 16:00 Uhr.
Flames verlieren auch ihr zweites Spiel in der EHF European League
Die Flames der HSG Bensheim/Auerbach mussten sich auch bei der Heimpremiere am zweiten Spieltag der Gruppenphase in der EHF European League geschlagen geben. Vor 866 Zuschauern in der Untermainhalle in Elsenfeld unterlag das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm dem Tabellendritten der rumänischen Liga, CS Gloria 2018 Bistrita Nasaud, mit 27:35 (15:21). Beste Torschützin bei den Flames war erneut Lucie-Marie Kretzschmar mit sechs Treffern. Die erfolgreichsten Werferinnen bei Gloria waren Tamires De Araujo Frossard und Bianca Bazaliu mit jeweils sieben Treffern.
„Ich denke, dass wir teilweise richtig gute Sachen gemacht haben, aber uns leider nicht belohnen. Und das hat wieder damit zu tun, dass wir einfach zu viele Fehler machen. Wir machen zu viele technische Fehler, zu viele Fehlwürfe und das wird eben international eiskalt bestraft. Heute haben wir erneut Lehrgeld bezahlt“, ärgerte sich Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm über die deutliche Niederlage.
Da die Weststadthalle in Bensheim nicht den Anforderungen der EHF entspricht, mussten die Flames nach Elsenfeld ausweichen, der Heimstätte des TV Großwallstadt. Die Halle, ausgestattet mit einem hochmodernen Glasboden, bot optimale Voraussetzungen für ein internationales Handballspiel. Von 2007-2009 fanden hier auch teilweise die Heimspiele des damaligen Frauen-Bundesligisten HSG Sulzbach/Leidersbach statt, die in der Saison 2008/09 unter dem Namen „Rhein-Main-Bienen“ spielten.
Von daher war alles angerichtet für die Heimpremiere der Flames. Während die Flames letztes Wochenende bei les Neptunes de Nantes mit 27:39 verloren, konnte sich Gloria mit 26:23 gegen MKS Lublin durchsetzen. Bis auf die langzeitverletzte Dionne Visser und die erkrankte Isabell Hurst standen Heike Ahlgrimm alle Spielerinnen zur Verfügung.
Ndidi-Silvia Agwunedu eröffnete den Torreigen für die Flames, doch dies sollte auch die einzige Führung für die Flames in dieser Begegnung bleiben. Bis zum 4:4 verlief die Begegnung ausgeglichen, doch dann zeigte Gloria, dass sie insgesamt über mehr Qualität und Erfahrung verfügen. Nach 13 Minuten hatte sich Gloria auf vier Tore zum 5:9 abgesetzt. Dieser Vorsprung blieb bis zum 7:11 in der 18. Minute. Durch den Treffer von Lucie-Marie Kretzschmar zum 9:11 (19.) hatten sich die Flames wieder auf zwei Tore herangekämpft. Dieser knappe Rückstand von zwei Toren hatte bis zur 24. Minute Bestand. In der 29. Minute stand es 15:18, doch die Flames kassierten dann durch individuelle Fehler noch drei Gegentreffer, so dass es mit einem 15:21-Rückstand in die Halbzeitpause ging.
„Bis kurz vor der Halbzeit sind es nur zwei, drei Tore und dann machen wir wieder zwei, drei Fehler kurz vor der Halbzeit und innerhalb von zwei Minuten kriegen wir drei Tempogegenstöße durch unsere Fehler. Das darf uns einfach nicht passieren. Damit machen wir uns viel kaputt. Wenn man nur mit zwei oder drei Toren Rückstand in die Pause geht, dann haben wir noch alle Möglichkeiten. In der Kabine war ich daher auch ein bisschen lauter, weil ich einfach sauer war, da das sich das wie so ein roter Faden durchzieht. Die zweite Halbzeit haben wir schwer angefangen. Dann waren wir teilweise wieder auf sechs Tore dran. Aber am Ende des Tages müssen wir uns auch eingestehen, dass wir den Ausfall von Isi nicht kompensieren können, weder in der Abwehr noch im Angriff. Teilweise haben wir aber auch richtig gute Sachen gemacht. Wir machen 27 Tore, wir erarbeiten uns das, aber wir kriegen halt auch 35 Tore und das ist eben international. Das ist was anderes und da werden diese Dinger bestraft. Das sind natürlich auch andere Kaliber, die da auf uns zukommen. Es wäre definitiv einfach mehr möglich gewesen“, haderte Heike Ahlgrimm über die Niederlage.
Im zweiten Abschnitt wurde das Spiel zwar ausgeglichener, aber es gelang den Flames nicht näher als sechs Tore an Gloria heranzukommen, was auch an Gästetorfrau Renata Lais de Arruda lag, die mit einer Effizienz von 42 % (16 Paraden) maßgeblichen Anteil am 35:27-Erfolg der Gäste hatte, die somit ihren zweiten Sieg in Folge einfuhren.
„Man muss gegen diese Mannschaft nicht mit acht Toren verlieren, von daher bin ich ziemlich enttäuscht, dass wir das nicht umsetzen konnten, was wir uns vorgenommen hatten und dass wir im Endeffekt, wie gegen Nantes, zu viele Fehler gemacht haben. Wir haben das Spiel mitentschieden, weil wir unseren Job nicht machen, unsere Aufgabe nicht machen und so viele Fehler machen. Das wird, wie gesagt, international bestraft. Jetzt müssen wir trotzdem weiter positiv sein. Wir können es jetzt nicht ändern. Wir müssen daraus lernen, aber genau das ist das Problem. Ich hoffe, dass wir das irgendwann auf die Reihe kriegen. Jetzt heißt es abhaken. Wir werden das noch mal ansprechen und vielleicht auch noch mal angucken. Das war jetzt das zweite Spiel und da muss jetzt was passieren und dann hoffe ich, dass wir es am Mittwoch besser machen und nächste Woche gegen Lublin“, so Heike Ahlgrimm.
Im zweiten Spiel der Gruppe unterlag MKS FunFloor Lublin (POL) gegen Neptunes Nantes (FRA) 29:34 (14:16).
In der EHF European League geht es für die Flames nächste Woche erneut mit einem Heimspiel weiter. In der Untermainhalle empfängt man am Samstag, 20. Januar 2024, um 16:00 Uhr den polnischen Vertreter MKS FunFloor Lublin, die wie die Flames bisher beide Gruppenspiele verloren.
Davor geht es für die Flames jedoch erst einmal in der Handball Bundesliga Frauen (HBF) weiter. Am Mittwoch, 17. Januar 2024, gastieren die Flames um 19:30 Uhr bei Borussia Dortmund.
HSG Bensheim/Auerbach:
Vanessa Fehr, Helen van Beurden – Amelie Berger (1), Sarah Dekker (3), Alicia Soffel (2), Ndidi Agwunedu (4), Lisa Friedberger (3), Kim Naidzinavicius (4/2), Sarah van Gulik (1), Lucie-Marie Kretzschmar (6), Mia Ziercke (2), Sophia Ewald (1), Lilli Holste.
Programmheft als Download
Ihr könnt' auch heute das Programmheft online lesen oder als PDF herunterladen.
Dazu müsst Ihr nur den QR-Code scannen oder diesen Link nutzen: Magazin Sonderausgabe-EHF-Januar-2024 – Flames Handball (flames-handball.com)










