Flames gewinnen Duell um Platz zwei
Beim Blick auf die Tabelle muss man sich schon mal die Augen reiben, denn was derzeit bei den Flames der HSG Bensheim/Auerbach geleistet wird, ist einfach nur sensationell. Mit 27:26 (13:12) gewann das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm beim Favoriten Thüringer HC den Kampf um Platz 2 der Tabelle. Lucie-Marie Kretzschmar war mit acht Treffern beste Werferin der Flames. Josefine Huber war mit sieben Toren erfolgreichste Schützin des THC.
„Ich bin immer noch fassungslos und eigentlich fehlen mir auch die Worte. Das, was wir im Moment machen oder was die Mädels heute wieder geleistet haben, da kann ich nur den Hut ziehen und da bin auch absolut stolz über diese Energieleistung heute und so ein Spiel hinzulegen. Wir haben absolut verdient gewonnen, so ehrlich sind wir. Wir haben Thüringen in der Abwehr in der zweiten Halbzeit am Ende auch nicht mehr zur Entfaltung kommen lassen. Wir haben gekämpft und alles in die Waagschale geworfen. Dann haben wir vorne die richtigen Entscheidungen getroffen und dann führt man auf einmal mit vier. Wir sind schwer ins Spiel reingekommen, haben uns dann aber schon in der ersten Halbzeit gefangen und haben zur Pause auch schon geführt und wussten eigentlich, dass wir das noch viel, viel besser können. In der zweiten Halbzeit haben wir am Anfang viele Dinge gut gemacht, dann war es pari, dann liegst du auf einmal beim 19:18 mit einem zurück, wo man denkt, es hätte kippen können. Aber wir haben halt auch ein Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein und ich glaube, dass das alles keine Selbstverständlichkeit ist. Gerade das heute ist uns sehr, sehr hoch anzurechnen und keiner hat uns irgendwas zugetraut, keiner hat uns zugetraut, dass wir diese Energieleistung haben, und jetzt haben wir beim THC zwei Punkte geholt und uns oben festgebissen und liegen weiter auf Platz 2. Wer hätte das geglaubt? Wir können sehr, sehr stolz sein. Ich bin wahnsinnig stolz, aber es ist auch verdient. Das haben wir gut gemacht und das ist jetzt auch keine Eintagsfliege mehr. Wir genießen das, wir wissen aber auch, dass noch mal andere Spiele kommen, aber wir werden einfach weitermachen“, berichtet eine überglückliche Heike Ahlgrimm nach dem Spiel.
Bereits vor dem Anwurf gab es eine personelle Überraschung bei der Aufstellung der Flames, denn die Flames verpflichteten wegen der Verletzungen von Isabell Hurst, Sophia Ewald und Dionne Visser kurzfristig die holländische Kreisläuferin Jill Kooij. Die 27-Jährige hat bereits Bundesligaerfahrung aus ihrer Zeit von 2019-2022 bei der Sport-Union Neckarsulm. Die Spielfreigabe kam rechtzeitig vor der Partie, so konnte Jill Kooij eingesetzt werden und kam auch direkt auf zwei Tore.
Der Thüringer HC und die Flames standen sich diese Saison bereits zum dritten Mal gegenüber. Die Flames gewannen das Hinspiel und scheiterten im Viertelfinale des DHB-Pokales am THC, der sich dadurch das Ticket für das Haushahn Final 4 in Stuttgart sicherte. Das Team von THC-Coach Herbert Müller ging als Favorit in die Begegnung und wollte sich mit einem Sieg wieder auf Platz 2 der Tabelle schieben, den die Flames mit 22:4 Punkten belegten. Der THC hatte mit 20:4 Punkten eine Begegnung weniger ausgetragen.
Die Anfangsphase dominierte auch der THC durch eine aggressive Abwehr und ein schnelles Tempospielarbeit sowie einer gut aufgelegten Dinah Eckerle zwischen den Pfosten. Die Flames ließen in der Abwehr die notwendige Aggressivität vermissen und lagen direkt mit 0:2 hinten. Nach drei Minuten gelang Kim Naidzinavicius der Anschlusstreffer zum 1:2. Nach 11 Minuten hatte sich der THC auf vier Tore zum 3:7 abgesetzt und etwas später zum 5:9 (15.). Flames-Coach Heike Ahlgrimm bat ihr Team kurz davor beim 4:8 zur Auszeit und ihr Team kam immer besser ins Spiel und die Abwehrarbeit funktionierte immer besser. So konnte sich jetzt auch Torfrau Helen van Beurden immer mehr mit Paraden auszeichnen, vor allem später in der zweiten Halbzeit, und kam bei 14 Paraden auf die gute Quote von 35,9 % gehaltener Bälle, Dinah Eckerle beim THC kam auf 10 parierte Bälle und 29,41%. Die Flames hatten einen 8:11-Rückstand (20.) und kämpften sich heran. Ndidi-Silvia Agwunedu sorgte in der 27. Minute für den 11:11-Ausgleich. Neuzugang Jill Kooij und Kim Naidzinavicius brachten die Flames sogar mit zwei Toren zum 13:11 in Front. Kathrin Pichlmeier erzielte noch den Anschlusstreffer für den THC zum 13:12-Halbzeitstand.
Die Flames starteten gleich gut in den zweiten Abschnitt mit einem Treffer von Amelie Berger zum 14:12. Die Flames blieben immer mit einem oder zwei Treffern vorne. Der THC ließ sich aber nicht abschütteln und kam erstmals wieder durch einen verwandelten Siebenmeter von Kathrin Pichlmeier zum 16:16-Ausgleich (42.) und lag durch einen Treffer von Johanna Stockschläder beim 19:18 (46.) für den THC wieder vorne. Die Flames blieben aber ruhig und gingen durch zwei Tore von Lucie-Marie Kretzschmar wieder selbst mit 20:19 (48.). in Führung. Sonja Frey dufte noch zum 20:20 ausgleichen, dann legten die Flames einen 4:0-Lauf hin und setzten sich durch das 24:20 (54.) von Kim Naidzinavicius mit vier Toren ab.
THC-Coach bat danach seine Mannschaft zum Team-Timeout, um das Spiel noch zu drehen und agierte in der Schlussphase mit sieben Feldspielerinnen, schaffte die Wende aber nicht. Lisa Friedbergers Treffer ins leere Tor zum 27:23 (59.) brachte die endgültige Entscheidung. Der THC konnte nur noch Ergebniskorrektur zum 26:27 betreiben.
Die Flames bleiben dadurch mit 24:4 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz hinter der SG BBM Bietigheim. Der THC liegt mit 20:6 Punkten auf Platz 3.
HSG Bensheim/Auerbach:
Vanessa Fehr, Helen van Beurden – Amelie Berger (3), Sarah Dekker (3), Alicia Soffel, Ndidi Agwunedu (2), Lisa Friedberger (4/2), Jill Kooij (2), Kim Naidzinavicius (5/1), Sarah van Gulik, Lucie-Marie Kretzschmar (8), Mia Ziercke, Lilli Holste (2).

Flames reagieren auf Ausfall von drei Kreisläuferinnen
Die Flames der HSG Bensheim/Auerbach vermelden einen Neuzugang für die laufende Spielzeit 2023/24. Von VOC Amsterdam wechselt die niederländische Kreisläuferin Jill Kooij mit sofortiger Wirkung an die Bergstraße. Sie erhält einen Vertrag bis zum Saisonende.
Nach dem Ausfall aller drei Kreisläuferinnen, Dionne Visser, Isabell Hurst und Sophia Ewald, waren die Verantwortlichen der Flames zum Handeln auf dieser Position gezwungen und fanden in Jill Kooij einen erfahrenen Ersatz. Die 27-Jährige verfügt bereits über Erfahrung in der Bundesliga, denn sie trug von 2019-2022 das Trikot des Ligakonkurrenten Sport-Union Neckarsulm. Nach der Saison 2022 wechselte sie auf eigenen Wunsch zurück in die Heimat. Dort ist die Niederländerin in der Saison 2022/23 für den VOC Amsterdam aufgelaufen. Danach hielt sie sich individuell fit.
Jill Kooij feierte nach zwei Trainingseinheiten direkt gestern Abend im Spiel beim Thüringer HC ihr Debüt im Flames-Trikot und konnte sich zweimal in die Torschützenliste eintragen.
„Ich bin sehr froh, dass Jill sich bereit erklärt hat, uns zu helfen und dass alles so schnell geklappt hat und sie bereits gegen den THC spielberechtigt ist. In unserer jetzigen Situation, ohne etatmäßigen Kreisläufer, ist das ein richtiges Geschenk und Jill ist Feuer und Flamme. Schon bei dem ersten Telefonat hat das gepasst. Sie ist super in der Mannschaft aufgenommen worden und wir haben schon richtig gut trainieren können. Ich bin ihr sehr, sehr dankbar, dass das funktioniert hat und dass sie sich bereit erklärt hat uns zu helfen. Wir genießen das jetzt zusammen und sind froh, dass wir wieder eine Option mehr haben. Vielleicht kann dann auch die eine oder andere Spielerin wieder auf ihre normale Position gehen und wir haben uns durch Jill natürlich auch noch mal verstärkt und haben bei den vielen Spielen auch eine Entlastung der anderen“, freut sich Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm sehr über ihren Neuzugang.
Jill Kooij zeigt sich ebenfalls erfreut über ihre kurzfristige Verpflichtung und die Rückkehr auf die Handballbühne: „Letzte Woche erhielt ich eine Nachricht von meinem Spieleragenten Gerhard. Er fragte mich, ob ich Lust auf ein Abenteuer hätte. Ich fragte ihn, was das für ein Abenteuer sei? Ich bekam die Antwort, sofort nach Bensheim zu kommen. Da ich erst vor ein paar Monaten mit Handball aufgehört hatte und vor anderthalb Jahren die 1. Bundesliga verlassen hatte, bekam ich sofort wieder Lust. Nach dem herzlichen Empfang in Bensheim dachte ich bei mir: Wenn du es jetzt nicht machst, wirst du es nie tun! In der Bundesliga zu spielen ist eine Sache, aber in einem super Team zu sein, das auch noch auf dem 2. Platz in der Liga steht? Das lehnt man doch nicht ab, oder? Also habe ich den Vertrag unterschrieben! Nachdem ich unterschrieben hatte und die Genehmigung vom Verband zum Spielen erhalten hatte, stand sofort Thüringen auf dem Programm. Wir haben als Team gespielt und die Punkte mit nach Hause genommen. Der Verein, die Mädels und die Trainerin sowie das Team geben mir ein so warmes Gefühl! Ich fühle mich hier ganz zu Hause und werde alles dafür tun, meinen Beitrag zu leisten und in den kommenden Monaten alles zu geben. Ich freue mich auf das Heimspiel nächsten Samstag in unserer eigenen Halle und darauf, auf unsere "rote Wand" zu treffen“, erzählt die sympathische Niederländerin.
Geschäftsführer Michael Geil ist erleichtert über den Transfer: „Wir haben viele Szenarien durchgespielt, um unsere Ausfälle am Kreis zu kompensieren. Letztendlich gab es dadurch immer wieder eine Lücke auf anderen Positionen. Wir sind sehr froh in der aktuellen Doppelbelastung aus nationalen und europäischen Spielen jemanden gefunden zu haben der uns sofort weiterhilft. Danke auch an Spielerberater Gerhard Husers für die schnelle Abwicklung des Transfers.“
Schweres Spitzenspiel beim Thüringer HC
Keine Erholungspause bei den englischen Wochen gibt es derzeit für die Flames der HSG Bensheim/Auerbach. Nach dem Auswärtsspiel am Samstagabend bei MKS FunFloor Lublin steht am Mittwochabend beim Thüringer HC das zweite Rückrundenspiel in der Handball Bundesliga Frauen (HBF) auf dem Programm. Anwurf der Partie in der Salza-Halle in Bad Langensalza ist um 19.30 Uhr.
Vor der Saison hätte sicher niemand darauf gewettet, dass es sich bei dem Rückrundenspiel der Flames in Thüringen um ein Spitzenspiel handelt, denn es treffen der Zweite (Flames mit 22:4 Punkten) und der Dritte der Tabelle (THC mit 20:4 Punkten) aufeinander. Der Sieger der Begegnung ist Tabellenzweiter.
Es ist bereits das dritte Aufeinandertreffen beider Teams in dieser Saison. Das Hinspiel in Bensheim entschieden die Fans knapp mit 30:29 gegen den haushohen Favoriten für sich. Der THC revanchierte sich am 01.11.23 im Viertelfinale des DHB-Pokals und sicherte sich in eigener Halle nach einem umkämpften Spiel mit einem 35:33 das Ticket für das Haushahn Final 4 in Stuttgart.
Im vierten Spiel der Gruppenphase der EHF European League behielt der Thüringer HC am Samstag mit einem 29:22 (14:9)-Sieg gegen Chambray Touraine Handball aus Frankreich die weiße Weste und zog dadurch vorzeitig ins Viertelfinale ein. Während die Flames am Samstag in Gruppe C gegen Neptunes Nantes ihr letztes Heimspiel haben, trifft der THC im rumänischen Buzau auf den H.C. Dunarea Braila und könnte sich bereits den Gruppensieg in Gruppe B sichern.
Doch das ist erst am Wochenende. Jetzt kommt erst einmal der Ligaalltag.
Im Kader des THC finden sich viele Nationalspielerinnen, u.a. Annika Lott. Die Rückraumlinke ist in der Liga mit 69 Toren auf Platz 6 der Scorer-Liste. Lott gewann mit 86 Treffern die Torschützenkrone der EHF European League 2022/23. Ab dem Sommer 2024 steht sie beim französischen Erstligisten Brest Bretagne Handball unter Vertrag.
Bisher gab es das Duell gegeneinander in Liga und Pokal sechszehnmal. Elfmal ging der THC als Sieger vom Platz, dreimal die Flames und zweimal trennte man sich Unentschieden. Nicht nur aufgrund des starken Kaders ist der THC auch diesmal in eigener Halle klarer Favorit.
„Ich glaube, beim THC sind wir in der jetzigen Verfassung und mit unserem kleinen Kader der absolute Underdog. Sie spielen zu Hause und sind Favorit. Gegen uns müssen sie unbedingt gewinnen, weil sie ja Zweiter oder Dritter werden wollen, um international zu spielen. Wir können daher absolut befreit aufspielen und haben nichts zu verlieren. Wir wissen, dass wir sie schlagen können und wir wissen, dass wir sie ärgern können. Dafür werden wir alles tun, aber das wird nicht einfach. Wir haben zwei Tage gut trainieret und jetzt schauen wir, dass wir dort ein gutes Spiel machen. Der THC spielt nicht gerne gegen uns, das wissen wir. Aber sie sind voll besetzt und wir haben immer noch die Ausfälle zu beklagen. Von daher sind sie absoluter Favorit, gerade bei sich zu Hause, vor eigenem Publikum“, sagt Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm mit Blick auf die Partie in der Salza-Halle.
Verzichten muss sie beim THC weiterhin auf ihre drei Kreisspielerinnen Isabell Hurst, Sophia Ewald und Dionne Visser.
Lilli Holste verlässt die Flames im Sommer
Die Flames der Bensheim/Auerbach und Lilli Holste gehen ab der kommenden Saison getrennte Wege. Nach zwei Spielzeiten wird der im Sommer auslaufende Vertrag der 22-jährigen Rückraumspielerin nicht verlängert.
In der Jugend gelangte die Linkshänderin über Stationen beim VfL Bardenberg und die HSG Würselen 2017 in Leverkusen und feierte dort 2020 ihr Bundesligadebüt. Mit der A-Jugend des TSV Bayer 04 Leverkusen wurde sie 2018 Deutscher Meister und 2019 Deutscher Vizemeister. Außerdem bestritt sie 12 Juniorinnen-Länderspiele für den DHB und nahm 2019 an der Juniorinnen EM teil. Zur Saison 2022/23 wechselte Lilli dann zu den Flames an die Bergstraße.
„Lilli muss für ihre Weiterentwicklung spielen. Wir haben uns daher entschieden den Vertrag mit Lilli nicht zu verlängern, da sie bei uns nicht die Spielpraxis bekommt, die sie für ihre Entwicklung benötigt. Ich hoffe, dass sie einen Verein findet, wo sie größere Spielanteile bekommt. Sie hat immer gut trainiert und war immer vorbildlich. Von daher wünsche ihr für ihren weiteren Weg alles Gute und viel Erfolg“, so Trainerin Heike Ahlgrimm.
„Ich habe meine kurze Zeit bei den Flames und an der Bergstraße sehr genossen und sowohl das Team als auch den Verein sehr ins Herz geschlossen. Es ist schade, dass die Zeit nun so schnell vorbei geht, aber ich freue mich dennoch, nun neue Herausforderungen annehmen zu können“, sagt Lilli Holste.
Geschäftsführer Michael Geil ergänzt: „Lilli hat sich bei uns gut eingelebt und wohlgefühlt. Leider hat sie ihr spielerisches Potenzial nur bedingt abrufen und sich nicht zu einer Stammkraft auf der rechten Rückraumseite entwickeln können. Wir wünschen ihr den Wechsel zu einem Verein, bei dem sie die für ihre Entwicklung notwendige Spielpraxis bekommt.“
Erfolgreicher Rückrundenstart für die Flames – 30:26 gegen Buxtehude
Die Flames der HSG Bensheim/Auerbach sind vor 569 Zuschauern in der Weststadthalle erfolgreich in die Rückrunde der Handball Bundesliga Frauen (HBF) gestartet. Mit 30:26 (16:16) bezwangen die Flames am Dienstagabend den Buxtehuder SV. Es war das dritte Aufeinandertreffen in dieser Saison in Liga und Pokal und alle drei Siege gingen an die Flames, die vor dieser Saison noch kein Pflichtspiel gegen den BSV gewinnen konnten. Erfolgreichste Torschützinnen bei den Flames waren Kim Naidzinavicius und Ndidi-Silvia Agwunedu mit jeweils sechs Treffern. Bei den Gästen war Maj Nielsen mit 7/4 Toren am erfolgreichsten.
„Ich bin absolut froh, dass wir das Spiel gewonnen haben. Das war ein sehr, sehr schweres Spiel. Buxtehude hat uns vor große Herausforderungen gestellt. Ich kann nur immer wieder vor meiner Mannschaft den Hut ziehen, dass wir das mit dem kleinen Kader im Moment so gut machen. In der zweiten Halbzeit haben wir Buxte wieder rankommen lassen. Dann haben wir zehn Minuten, wo wir mit sechs weggehen. Wir haben auf beiden Seiten viele Fehlwürfe, Vanessa hat dann in der entscheidenden Phase relativ viel gehalten, was für gut war. Das war kein schönes Spiel, aber am Ende des Tages haben wir zwei Punkte. Die sind auf unserer Seite, das ist das, was wir wollten“, freute sich Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm.
BSV-Coach Dirk Leun haderte etwas mit den vergebenen Chancen seines Teams. „Definitiv war mehr drin für uns, aber Glückwunsch an die Flames zu dem Sieg, der am Ende natürlich verdient ist. Sie haben die Phasen, wo wir ein bisschen die Kontrolle über das Spiel verloren haben, eiskalt genutzt. Gerade in der zweiten Halbzeit, um sich entscheidend abzusetzen. Wir müssen uns den Vorwurf machen, dass wir mit unseren 100-prozentigen Chancen im ganzen Spiel zu fahrlässig umgegangen sind, um das enger zu gestalten. Aber ich denke auch, dass man, wenn wir beide Mannschaften gegenüber den ersten Spielen sehen, dass wir qualitativ ein deutlich stärkeres Spiel gesehen haben als zum Saisonbeginn. Das ist gut. Wir machen eine Entwicklung, wir spielen besser Handball und ich finde auch, dass wir die Flames heute vielleicht nicht über 60 Minuten, aber über 50 Minuten voll gefordert haben. Und das macht mich stolz“, so Leun.
Bis zehn Minuten vor dem Ende war es ein spannendes Spiel mit offenem Ausgang, dass beide Mannschaften nervös und mit Fehlwürfen und Ballverlusten begannen. Den ersten Treffer des Spiels erzielte Kim Naidzinavicius nach knapp drei Minuten. Es war ein ausgeglichenes Spiel in der ersten Halbzeit, in dem die Flames immer mit einem oder zwei Toren in Front lagen. Beim 10:7 (16.) durch Ndidi-Silvia Agwunedu betrug der Vorsprung erstmals drei Tore, durch den Treffer von Sarah Dekker zum 15:11 (26.) sogar vier Tore. Buxtehude ließ sich aber nicht abschütteln und konnte durch einen 4:0-Lauf zum 15:15 (30.) das Spiel egalisieren. Amelie Berger legte nochmal für die Flames vor, doch Sinah Hagen traf zwanzig Sekunden vor dem Pausenpfiff noch zum 16:16-Halbzeitstand.
Beide Trainer nahmen zur zweiten Halbzeit einen Wechsel auf der Torhüterposition vor. Bei den Flames rückte Vanessa Fehr für Helen van Beurden zwischen die Pfosten, beim BSV kam Laura Kuske für Marie Andresen und konnte sich gleich auszeichnen und gleich drei 100%ige Torchancen der Flames vereiteln, denn erst scheiterte Lucie-Marie Kretzschmar an Kuske, dann auch noch Ndidi-Silvia Agwunedu und Lisa Friedberger mit ihren Nachwürfen. Diese Gelegenheit nutzte Maxi Mühlner im Gegenzug zum 16:17 (32.). Dies sollte die erste und einzige Führung des BSV im ganzen Spiel bleiben.
Beim BSV musste dann Cara Hartstock für zwei Minuten auf die Bank. Die Flames nutzten die Überzahl und holten sich durch einen Doppelschlag von Sarah Dekker die Führung zum 18:17 (35.) zurück. Ndidi-Silvia Agwunedu setzte noch einen drauf zum 19:17 (36.). BSV-Coach Dirk Leun reagierte mit einer Auszeit.
Die Flames setzten sich weiter auf 24:20 (47.) ab und Dirk Leun nahm sein letztes Team-Timeout und fand offensichtlich die richtigen Worte. Sein Team verkürzte durch einen 3:0-Lauf wieder auf 24:23 (51.).
Mit Charlotte Kähr und Mie Elen Rakstad mussten dann gleich zwei Spielerinnen mit einer Zeitstrafe auf die Bank. Die doppelte Überzahl nutzten die Flames zum 25:23 (53.) durch Alicia Soffel. Jetzt nahm Heike Ahlgrimm ein Team-Timeout und ihr Team setzte anschließend die Vorgaben um und kamen durch vier Treffer von Sarah Dekker, Alicia Soffel und zweimal Kim Naidzinavicius zum 29:23 (58.) und das Spiel war entschieden. Am Ende freuten sich die Flames über einen 30:26-Erfolg und den vorübergehenden Sprung auf den 2. Tabellenplatz (22:4 Punkte), da der Thüringer HC (20:4) noch ein Spiel weniger absolviert hat.
Am Mittwoch gibt es einen Tag trainingsfrei, am Donnerstag wird sich dann auf das Rückspiel in der EHF European League am Samstag bei MKS FunFloor Lublin vorbereitet.
HSG Bensheim/Auerbach:
Vanessa Fehr, Helen van Beurden – Amelie Berger (3), Sarah Dekker (5), Alicia Soffel (3), Ndidi Agwunedu (6), Lisa Friedberger (4/1), Kim Naidzinavicius (6/1), Sarah van Gulik (1), Lucie-Marie Kretzschmar (2), Mia Ziercke, Lilli Holste.
Buxtehuder SV:
Marie Andresen, Laura Kuske - Maj Nielsen (7/4), Lotta Heider, Larissa Kroepel, Sinah Hagen (5), Maxi Mühlner (5); Isabelle Dölle (2), Magda Kasparkova (2), Mie Elen Rakstad (2), Teresa von Prittwitz (1), Charlotte Kähr, Cara Reiche (1), Cara Hartstock (1).
Rückrundenstart gegen den Buxtehuder SV
Viel Zeit zur Erholung nach dem 32:26-Sieg über den TSV Bayer 04 Leverkusen am Samstag und zur Vorbereitung auf den Rückrundenstart in der Handball Bundesliga Frauen (HBF) blieb den Flames der HSG Bensheim/Auerbach nicht. Bereits am heutigen Dienstag (30. Januar 2024) kommt der Buxtehuder SV zum 14. Spieltag und Start in die zweite Saisonhälfte. Anwurf der Partie in der Weststadthalle ist um 19.30 Uhr.
Klappe die Dritte, trifft diese Saison zu, denn bereits zum dritten Mal kommt es diese Saison zum Aufeinandertreffen der Flames mit dem Buxtehuder SV. Zum Saisonstart gelang den Flames zum ersten Mal ein Pflichtspielsieg gegen den BSV. In Buxtehude setzten sich die Flames zum Saisonstart mit 30:24 durch, drei Wochen später an gleicher Stelle im Achtelfinale des DHB-Pokals mit 27:24.
BSV-Trainer Dirk Leun, der bereits seine 16. Saison als Cheftrainer im Amt ist, erwartete nach der Vorbereitung eine schwere Saison des BSV und behielt damit nicht ganz Unrecht. Bisher belegt man mit 12:14 Punkten den 8. Tabellenplatz, kommt aber immer besser in Fahrt. Am Samstagabend unterlag man zu Hause nur ganz knapp Borussia Dortmund mit 25:26.
„Buxtehude hat am Wochenende nur ganz knapp gegen Dortmund verloren. Dementsprechend wissen wir, was auf uns zukommt. Es ist ein Gegner, der nicht mehr vergleichbar ist mit dem Anfang der Saison. Sie haben ein paar verletzte Spielerinnen zurück im Kader, wie zum Beispiel Sinah Hagen, haben aber auch Spielerinnen verloren, wie Kalia Klomp, die ihre Karriere beenden musste. Es ist auf jeden Fall eine Mannschaft, die wir nicht unterschätzen dürfen und wo wir alles investieren müssen“, warnt Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm.
Auf den ersten Auswärtssieg der Saison musste der BSV allerdings etwas warten, denn der gelang erst am 21. Januar mit dem knappen 31:30 beim SV Union-Halle Neustadt. Die anderen fünf Siege holte der BSV gegen die HSG Bad Wildungen Vipers (30:24), den HSV Solingen Gräfrath (33:22), gegen den TSV Bayer 04 Leverkusen (26:24), die Sport-Union Neckarsulm (26:24) und im ersten Spiel des Jahres 2024 gegen den BSV Sachsen Zwickau (35:20).
Beste Torschützin des BSV ist im rechten Rückraum Isabelle Dölle mit 71/7 Toren. Ihr folgt auf Platz 2 der internen Statistik auf Rückraummitte Charlotte Kähr mit 60 Toren sowie Kreisläuferin Maxi Mühlner, die nächste Saison für die HSG Blomberg-Lippe auflaufen wird, mit 40/6 Toren. Ex-Flames-Spielerin Lotta Heider kam bisher auf 26 Tore.
Starker Rückhalt zwischen den Pfosten ist Kapitänin Marie Andresen, die zu den stärksten Torhüterinnen in Deutschland zählt.
Die Bilanz spricht zwar noch für den Buxtehuder SV, denn in achtzehn Pflichtspielen ging der BSV fünfzehnmal als Sieger vom Platz, einmal trennte man sich Unentschieden (am 28.02.2021 in Bensheim) und zweimal gewannen die Flames und dies war, wie bereits erwähnt, in dieser Saison.
„Wir sind leichter Favorit. Deswegen nur leichter Favorit, weil es mit diesen englischen Wochen und nur zehn Spielerinnen, die ich im Moment zur Verfügung habe, nicht so selbstverständlich und einfach ist. Wir müssen immer wieder improvisieren, auch im Training. Wenn wir unsere Leistung abrufen, dann gehen wir auch als Sieger vom Feld. Ich hoffe, dass die Halle wieder voll wird und wir die entsprechende Unterstützung bekommen. Jetzt fängt die Rückrunde an und wir erwarten einen schweren Gegner. Wir freuen uns drauf, dass wir die Hinrunde so gut überstanden haben und jetzt werden wir alles dafür investieren, dass wir gerade zu Hause mit dem eigenem Publikum im Rücken gegen Buxtehude gewinnen“, erklärt Heike Ahlgrimm.
Verzichten muss sie gegen Buxtehude weiterhin auf ihre etatmäßigen Kreisläuferinnen Dionne Visser, Isabell Hurst und Sophia Ewald.
Programmheft als Download
Ihr könnt' auch das Programmheft für die Spiele gegen den TSV Bayer 04 Leverkusen und den Buxtehuder SV wieder online lesen oder als PDF herunterladen.
Dazu müsst Ihr nur den QR-Code scannen oder diesen Link nutzen: https://flames-handball.com/magazin-ausgabe-05-saison-2023-2024
Letzte Chance: Trikotbestellung bis 02.02.2024 möglich!!
Ihr wollt' noch das aktuelle Trikot für die Saison 2023/2024?
Dann habt Ihr noch die letzte Chance ... Bis einschließlich 02.02.24 besteht noch die Möglichkeit das Flames-Trikot zu bestellen!
Du kannst zwischen dem Heim-Trikot und dem Auswärts-Trikot wählen oder Du kannst natürlich gerne auch beide Trikots kaufen ...
Dazu musst Du Dir beigefügtes Bestellformular herunterladen, ausfüllen und das ausgefüllte Bestellformular an fanshop@flames-handball.com senden.
Bestellungen können auch am Fanshop in der Halle am Dienstag, 30.01.2024 beim Spiel gegen den Buxtehuder SV abgegeben werden.
Hier ist das Formular als PDF zum Download: Trikot-Bestellformular-Saison-2023_24 (1)

32:26 gegen Leverkusen – Flames festigen den 3. Tabellenplatz
Den 13. und letzten Spieltag der Hinrunde in der Handball Bundesliga Frauen (HBF) haben die Flames der HSG Bensheim/Auerbach genauso erfolgreich gestaltet, wie den Start in die Saison. Das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm konnte sich vor fast 1000 Zuschauern in der Weststadthalle gegen den TSV Bayer 04 Leverkusen souverän mit 32:26 (17:12) durchsetzen und somit mit 20:4 Punkten den dritten Tabellenplatz festigen. Zum finalen Abschluss der Hinrunde steht für die Flames allerdings noch das Nachholspiel bei Borussia Dortmund aus (Termin steht noch nicht fest). Beste Werferinnen bei den Flames waren Lisa Friedberger (9/3 Tore), Sarah Dekker (7) und Amelie Berger (6), bei den Gästen waren Mariana Ferreira Lopes (11/3) und Mareike Thomaier (6/1) am erfolgreichsten.
„Ich bin natürlich froh, dass wir das Spiel gewonnen haben. Wir hatten ein bisschen mehr Zeit gehabt, uns auf Leverkusen vorzubereiten, da es keine englische Woche war. In der ersten Halbzeit und auch teilweise in der zweiten Halbzeit haben wir das wirklich richtig gut gemacht und hatten einen guten Zugriff. Wir haben genau gewusst, was der Gegner spielt und haben eine Zeitlang auch Thomaier und Lopez gut eingrenzen können. Im Endeffekt ärgert es mich so ein bisschen, dass es nur sechs Tore sind. Aber das ist jetzt Jammern auf hohem Niveau. Wir haben natürlich dann auch ein bisschen was verändert in unserer Formation. Gerade auch im Hinblick auf das Spiel am Dienstag. Wir haben die zwei Punkte, die wollten wir haben und von daher sind wir sehr happy. Jetzt haben wir wenig Zeit, denn am Dienstag geht es weiter und da müssen wir wieder alles investieren“, so Heike Ahlgrimm nach dem Spiel.
„Ich habe schon vor der Partie gesagt, dass ich sehr viel Respekt und Hochachtung vor der Arbeit in Bensheim habe, auch vor der Qualität und vor dem Kader. Wir sind daher nicht angereist, um hier zu siegen, das wäre auch vermessen. Wir müssen nach uns gucken und mussten uns hinterfragen, ob wir das, was wir uns vorgenommen haben, um unser Spiel auf die Platte zu kriegen, ob uns das in allen Punkten gelungen ist. Vom Endergebnis her sieht das noch sehr gut aus, aber ich bin nicht mit den Teilen zufrieden. Wir haben die Deckung nicht so aggressiv gespielt, wie wir sie spielen wollten, und wir haben auch vorne natürlich die Chancen, die wir uns am Anfang erarbeitet haben, nicht verwertet und dann war der zwischenzeitliche Rückstand sehr, sehr hoch und es sah sehr nach einer richtigen Packung aus. Die haben wir noch vermieden, weil wir nochmal versucht haben, auch gegen andere Formationen, um jedes Tor zu fighten. Aber grundsätzlich bin ich nicht zufrieden mit der Leistung. Aber ich hab hier keine Punkte erwartet und von daher ist alles in Ordnung. Mit -6 können wir auch gut leben“, so das Resümee von Elfen-Coach Michael Biegler.
Der wollte mit einer taktischen Variante die Flames überraschen und verunsichern, denn beide Teams wechselten vor dem Anpfiff die Seiten, so dass die Flames zuerst auf der ungewohnten Seite spielten, auf der sie sonst in der zweiten Halbzeit stehen.
Das ließ das Team von Heike Ahlgrimm jedoch völlig kalt und fand gut ins Spiel. Lisa Friedberger und Kim Nadzinavicius brachten die Flames mit 2:0 (2. Minute) in Führung. Mariana Ferreira Lopes gelang nach knapp drei Minuten der erste Gästetreffer. Die Flames zogen schnell mit 5:2 (7.) und 8:4 (15.) davon.
Elfen-Trainer Michael Biegler nahm umgehend seine erste Auszeit. Die führte allerdings nicht zum gewünschten Erfolg, denn die Flames zogen durch einen 3:0-Lauf auf 11:4 (19.) davon. Biegler reagierte mit seinem zweiten Team-Tim-Out.
Sein Team kam beim 13:10 (25.) und 14:11 (26.) jeweils durch Treffer von Mariana Ferreira Lopes bis auf drei Tore heran, bis zum Halbzeitpfiff hatten sich die Flames beim 17:12 wieder auf fünf Tore abgesetzt.
In der zweiten Halbzeit geriet der Sieg der Flames nie in Gefahr. So konnten sie sich bis auf acht Tore beim 22:14 (40.) durch Sarah Dekker und beim 30:19 (54.) durch Amelie Berger sogar auf elf Tore absetzen. Leverkusen gelang bis zum Spielende noch etwas Ergebniskorrektur, auch, weil Heike Ahlgrimm im Hinblick auf das Spiel am Dienstag munter durchwechselte. So stand am Ende ein 32:26 auf der Anzeigentafel und die nächsten zwei Punkte waren auf dem Konto.
Den Flames bleibt jetzt nur der Sonntag zur Regeneration, denn bereits am Montag stehen wieder Training und Video für den Rückrundenstart am Dienstag auf dem Programm. Um 19:30 Uhr erwarten da die Flames in der Weststadthalle den Buxtehuder SV.
HSG Bensheim/Auerbach:
Vanessa Fehr, Helen van Beurden – Amelie Berger (6), Sarah Dekker (7), Alicia Soffel (3), Ndidi Agwunedu, Lisa Friedberger (9/3), Kim Naidzinavicius (2), Sarah van Gulik, Lucie-Marie Kretzschmar (3), Mia Ziercke (1), Lilli Holste (1).
Flames wollen Tabellendritter bleiben
Am letzten Wochenende haben die Flames der HSG Bensheim/Auerbach einen historischen Sieg gefeiert. Mit 35:29 (17:15) bezwangen die Flames in der EHF European League den polnischen Club MKS FunFloor Lublin, was gleichzeitig der erste internationale Sieg in der Geschichte der HSG Bensheim/Auerbach war. Dieses Wochenende geht es in der Handball Bundesliga Frauen (HBF) weiter, wo die Flames aktuell den dritten Tabellenplatz belegen. Zu Gast sind am Samstag die Werkselfen des TSV Bayer 04 Leverkusen. Anwurf der Partie in der Weststadthalle ist um 18:00 Uhr.
Bayer Leverkusen kommt zum letzten Spiel der Hinrunde (die Flames haben allerdings noch das Nachholspiel bei Borussia Dortmund) mit Selbstvertrauen an die Bergstraße, denn das Team von Michael Biegler, dem ehemaligen Coach der Frauen-Nationalmannschaft, gewann seine beiden letzten Bundesliga-Partien. Am vergangenen Wochenende bezwangen die Werkselfen nach einem Fünf-Tore-Rückstand in eigener Halle die TuS Metzingen noch deutlich mit 29:23. Großen Anteil daran hatte die elffache Torschützin Mareike Thomaier. Durch den Sieg verbesserten sich die Werkselfen mit 11:13 Punkten auf den 9. Tabellenplatz.
Im DHB-Pokal war für Leverkusen ebenfalls, wie bei den Flames, das Viertelfinale Endstation. Nachdem die Elfen im Achtelfinale noch Borussia Dortmund mit 26:24 aus dem Pokal warfen, unterlagen sie dann aber im Viertelfinale ebenfalls auswärts beim VfL Oldenburg mit 22:26. Eine Woche später entschied man das Ligaduell in Leverkusen wiederum mit 29:25 für sich.
Die beiden anderen Siege waren gegen die Sport-Union Neckarsulm (30:25) und gegen den BSV Sachsen Zwickau (26:25). Unentschieden trennte man sich gegen den SV Union-Halle Neustadt.
Beste Torschützin der Werkselfen ist Nationalspielerin Mareike Thomaier. Die Rückraummitte erzielte bisher 85/20 Tore und liegt damit auch auf Rang 2 der HBF-Scorerliste. Ihr folgt auf Platz 2 der internen Statistik Mariana Ferreira Lopes im linken Rückraum mit 52/17 Toren sowie Nationalspielerin Viola Leuchter im rechten Rückraum mit 47/3 Toren. Aktuell fällt die deutsche Nationalspielerin allerdings aufgrund einer Knieverletzung, welche sie sich im letzten WM-Platzierungsspiel gegen die Niederlande zuzog, aus. Für Mareike Thomaier und Viola Leuchter ist es die letzte Saison bei den Werkselfen, denn beide Spielerinnen wechseln in der nächsten Spielzeit zum deutschen Meister SG BBM Bietigheim.
Die Bilanz der bisherigen vierzehn Partien gegeneinander spricht für Leverkusen, die neunmal als Sieger vom Platz gingen, die Flames fünfmal. Letzte Saison konnten die Flames beide Begegnungen für sich entscheiden.
Mit einem Sieg in Bensheim würden sich die Werkselfen weiter vom Tabellenende absetzen und wieder Anschluss ans Mittelfeld finden. Die Flames im Gegenzug wollen den dritten Tabellenplatz in der Tabelle festigen.
„Es kommt ein Gegner, der am Wochenende mit einem Sieg gegen Metzingen überrascht hat. Das haben sie richtig gut gemacht, mit einer guten Abwehr und guten Torhüterinnen. Sie haben in der zweiten Halbzeit nur 5 Tore bekommen und das gegen Metzingen. Das ist aller Ehren wert. Sie kommen mit breiter Brust zu uns und wollen ihren Lauf bei uns fortsetzen. Sie brauchen jeden Punkt. Wir schauen aber nur auf uns. Wir hatten diesmal keine englische Woche und konnten ein bisschen regenerieren. Gesundheitlich sind wir nicht mehr angeschlagen, weil wir am Montag noch mal frei gemacht haben, damit wir alle uns noch etwas erholen und Kräfte sammeln konnten. Seit Dienstag haben wir gut trainiert und uns super vorbereitet. Wir sind in dem Spiel Favorit und wollen unbedingt weiter oben in der Tabelle bleiben. Dementsprechend wollen wir das Spiel gewinnen, denn wir spielen zu Hause vor eigenem Publikum und wieder in der Weststadthalle, worauf wir uns freuen. Von daher denke ich, dass wir dort alles investieren und zusammen mit unseren Fans gewinnen werden“, ist Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm optimistisch.
Gegen Leverkusen müssen die Flames allerdings ohne etatmäßigen Kreisläufer antreten. Neben der Langzeitverletzten Dionne Visser und der erkrankten Isabell Hurst fällt jetzt auch noch die dritte Kreisläuferin für die nächsten Wochen Zeit aus, denn Sophia Ewald zog sich beim Spielgegen MKS FunFloor Lublin am vergangenen Samstag einen Bruch an der linken Mittelhand zu.










