Zweiter Sieg im zweiten Spiel

Die Flames der HSG Bensheim/Auerbach haben am zweiten Spieltag ihr zweites Spiel in der Handball-Bundesliga Frauen (HBF) mit 26:24 (13:13) beim SV Union Halle-Neustadt gewonnen. Beste Werferinnen bei den Flames waren Lisa Friedberger (7/3), Lilli Holste (5) und Lucie Kretzschmar (4), für die Wildcats waren Vanessa Dierks (4) und die ehemalige Flames-Spielerin Julia Niewiadomska (4/3) am erfolgreichsten.

Neben den Verletzten Sarah Dekker, Isabell Hurst, Alicia Soffel und Vanessa Fehr mussten die Flames an der Saale auch auf die erkrankte Cheftrainerin Heike Ahlgrimm verzichten, die an der Außenlinie von Co-Trainerin Ilka Fickinger vertreten wurde. Die Wildcats konnten, bis auf die die langzeitverletzte Ex-Flames-Spielerin Simone Spur Petersen, ihren kompletten Kader aufstellen.

„Es war, wie erwartet, ein heißer Kampf über 60 Minuten. Wir hatten anfängliche Probleme in der 6:0-Abwehr am Kreis, weil wir die Wege und die Geschwindigkeit vom Rückraum unterbinden wollten. Dabei haben wir nicht den Zugriff zum Kreisläufer bekommen. Dementsprechend haben wir in der Abwehr auf 5:1 umgestellt. Die Umstellung auf 5:1 war dann auch so ein bisschen der Knackpunkt. Die über die gesamte Spielzeit sehr gute Helen van Beurden im Tor hat nach der Umstellung auf 5:1 viele freie Würfe von Halle weggenommen. Vorne im Angriff haben wir das clever gemacht, auch wenn wir dabei nicht so kreative Lösungen hatten, wie dies normalerweise bei unserem Spiel der Fall ist. Halle hatte sich im Vorfeld gut auf uns eingestellt. In der zweiten Halbzeit hatten wir neben Helen im Tor auch eine gute Lilli Holste, die viel Verantwortung übernommen hat“, analysierte Ilka Fickinger nach dem Spiel.

Die ersten fünf Minuten war es bis zum 2:2 eine ausgeglichene Begegnung. Dann konnten sich die Wildcats vor 510 Zuschauern in der SWH.arena über 4:2 auf 7:4 (12.) leicht absetzen. Ilka Fickinger nahm eine Auszeit und stellte die Abwehr von 6:0 auf 5:1 um. Begünstigt auch durch eine Zeitstrafe gegen Helena Mikkelsen und die Abwehrumstellung konnten die Flames durch einen 8:0-Lauf den Rückstand in eine 12:7-Führung (20.) drehen. Großen Anteil hatte hierbei auch Helen van Beurden zwischen den Pfosten der Flames, die mehrere freie Bälle parierte.

Wer dachte, dies sei schon eine kleine Vorentscheidung, der sah sich allerdings getäuscht. Denn jetzt hatten die Flames eine Schwächephase und erzielten fast 11 Minuten kein Tor, so dass die Wildcats den 7:12-Rückstand ihrerseits wieder in eine 13:12-Führung wandeln konnten. Fast mit dem Pausenpfiff gelang Lucie Kretzschmar aber noch der 13:13-Ausgleich. So ging es mit einem Unentschieden in die Kabine.

Dionne Visser eröffnete mit ihrem Führungs-Treffer zum 14:13 eine spannende zweite Halbzeit, die die ersten zehn Minuten bis zum 17:17 erneut komplett ausgeglichen war. Lisa Friedberger verwandelte einen Siebenmeter sicher zum 18:17 und die Flames überstanden kurz danach die Zeitstrafe gegen Ndidi Agwunedu ohne Gegentreffer. Im Angriff hatte Lilli Holste Verantwortung übernommen und erhöhte mit ihrem dritten Treffer auf 19:17 (44.). Wildcats-Trainerin Katrin Schneider reagierte mit einer Auszeit.

Vanessa Dierks gelang der Anschlusstreffer zum 19:18 (47.), doch Lilli Holste und Lisa Friedberger erhöhten erstmals im zweiten Abschnitt auf einen 3-Tore-Vorsprung zum 21:18 (50.) und Helen van Beurden, die nach dem Spiel neben Vanessa Dierks von den Wildcats zur Spielerin des Spiels gewählt wurde, sorgte mit ihren Paraden immer wieder für Sicherheit und verhinderte, dass die Wildcats das Spiel noch einmal drehen konnten. Als sie knapp eine Minute vor dem Ende beim Stande von 25:23 für die Flames einen weiteren Ball parierte und Lucie Marie Kretzschmar zum 26:23 einnetzte, war der erste Auswärtssieg im ersten Auswärtsspiel in trockenen Tüchern. Die ehemalige Flames-Spielerin Julia Niewiadomska konnte nur noch Ergebniskorrektur zum26:24-Endstand betreiben.

Neben dem Auswärtssieg durfte sich die A-Jugend-Spielerin Sophia Ewald bei ihrem Treffer zum 15:15 auch über ihr erstes Bundesligator freuen.

Nach diesem guten Saisonstart hoffen die Flames auf viele Zuschauer in der Weststadthalle am nächsten Samstag, 24.09.2022 um 18:00 Uhr. Gegner ist dann der Deutsche Vize-Meister Borussia Dortmund, die gestern ebenfalls einen souveränen 38:25-Auswärtssieg bei der Sport-Union Neckarsulm feiern konnten.

Statistik:

HSG Bensheim/Auerbach:
Helen van Beurden - Leonie Kockel, Lotta Heider (3), Myrthe Schoenaker, Elisa Stuttfeld, Jana Haas, Ndidi Agwunedu (3), Lisa Friedberger (7/3), Sarah van Gulik (2), Neele Orth, Lucie Kretzschmar (4), Sophia Ewald (1), Lilli Holste (5), Dionne Visser (1).

 

 

 

 

 


Flames wollen bei schwerer Auswärtsaufgabe punkten

Mit dem 33:28-Heimsieg gegen den TSV Bayer 04 Leverkusen gelang den Flames der HSG Bensheim/Auerbach ein erfolgreicher Start in die Saison 2022/23 der Handball Bundesliga Frauen (HBF).  Dieses Wochenende sind die Flames auswärts gefordert. Das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm ist am Samstag, 17. September 2022, zu Gast beim SV Union Halle-Neustadt. Anpfiff ist in der SWH-Arena um 19:00 Uhr. Wer nicht vor Ort dabei sein kann, hat die Möglichkeit die Partie live und kostenlos auf Sportdeutschland.TV zu verfolgen.

Der letztjährige Tabellenachte möchte diese Saison möglichst frühzeitig den Klassenerhalt sichern. Cheftrainerin Katrin Schneider stand vor einem Umbruch ihrer Mannschaft. Sieben Spielerinnen verließen die Wildcats, sechs neue Spielerinnen kamen hinzu. Die Neuzugänge haben sich bereits gut integriert und stärken das Team vor allem in der Breite gegenüber der Vorsaison.

In der Vorbereitung hatte die Mannschaft mit zahlreichen Verletzungen zu kämpfen. Die meisten Spielerinnen standen zum Saisonauftakt beim Saisonauftakt wieder zur Verfügung. Auswärts musste man sich dem Deutschen Vize-Meister Borussia Dortmund mit 24:34 geschlagen geben. So überzeugten Lotta Woch (von FA Göppingen)  und Alexandra Lundström (Kärra HF /SWE) im linken Rückraum und Cara Reuthal (Kurpfalz Bären Ketsch) im rechten Rückraum bereits in den Testspielen, für Rückraummitte wurde mit Maxime Struijs (HSG Bad Wildungen) eine erfahren Spielerin geholt.

In der Vorbereitung trafen beide Mannschaften beim Domstadt-Cup in Fritzlar aufeinander. Die Flames lagen zwar schnell 2:6 zurück, konnten das Spiel am Ende aber klar mit 27:14 für sich entscheiden, was für Heike Ahlgrimm aber keine große Rolle spielt. „In der Vorbereitung hatte Halle mit einigen Verletzungen zu kämpfen. Außerdem probiert man bei den Testspielen und Turnieren in der Vorbereitung viel aus. Das machen nicht nur wir so, sondern alle anderen Mannschaften auch. Von daher sind die Ergebnisse in der Vorbereitung zweitrangig und spielen für mich nur eine untergeordnete Rolle“, erklärt Heike Ahlgrimm.

Letzte Saison mussten sich die Flames zweimal den Wildcats geschlagen geben. Im Hinspiel verlor man in der heimischen Weststadthalle mit 25:28, das Rückspiel ging mit 26:33 verloren. Allerdings waren die Flames da stark coronageschwächt.

“Das Spiel in Halle ist immer ein schweres Auswärtsspiel. Für Halle ist es das erste Heimspiel der Saison. Da ist man immer etwas nervöser, weil das was Besonderes ist, da man sich gut vor seinem Publikum präsentieren will. Letztes Jahr waren wir dort mit einer dezimierten Coronatruppe. Wir haben uns in der Vorbereitung und durch den Sieg gegen Leverkusen viel Selbstvertrauen geholt. Von daher bin ich optimistisch, dass uns wir dort die Punkte holen. Dass es schwer wird, wissen wir, aber wenn wir unser Potential abrufen, dann können wir dort bestehen”, blickt Heike Ahlgrimm positiv auf die Begegnung in Halle.

Personell werden die Flames mit demselben Kader nach Halle fahren, der auch gegen Leverkusen auf dem Parkett stand. Lediglich als zweite Torfrau wird dieses Mal Josefin Lotze von den Junior Flames zur Verfügung stehen.