Sensationell - Flames holen ein 29:29-Unentschieden gegen Bietigheim

Die Saison 2023/24 der Handball Bundesliga Frauen (HBF) hat ihre erste kleine Sensation. Gegen die Übermannschaft aus Bietigheim holten die Flames der HSG Bensheim/Auerbach vor 1539 begeisterten Zuschauern in der Weststadthalle ein 29:29 (15:15)-Unentschieden. Ein wichtiger Garant für den Punktgewinn war dabei Torfrau Vanessa Fehr, die einen herausragenden Tag erwischte und über 40% der Bälle parierte, so auch den letzten Wurf kurz vor Spielende. Dadurch bleiben beide Teams weiterhin ungeschlagen mit 11:1 Punkten auf den ersten beiden Tabellenplätzen. Beste Werferinnen bei den Flames waren Sarah van Gulik    mit 7/5 Toren und Kim Naidzinavicius mit 6:2 Toren. Bei der SG BBM war Kelly Dulfer mit 7/1 Toren am erfolgreichsten.

„Wir haben uns diesen Punkt absolut verdient. Wir haben heute gekämpft, wir haben heute alles investiert, Vanessa hatte natürlich einen Sahnetag, aber wir machen auch 29 Tore. Also ich kann das auch kaum beschreiben, ich bin fast sprachlos. Wenn das vorher jemand gesagt hätte, hätte man es nicht geglaubt. Denn Bietigheim ist auch nicht irgendjemand und man hat schon den Unterschied gemerkt zu so einer Spitzenmannschaft, wenn da zwei oder drei Spieler dann die Entscheidungen treffen. Ich glaube, heute können wir Megastolz sein auf das, was wir erreicht haben, auf den Punkt, den wir ihnen abgeknöpft haben, denn sie haben in den letzten drei Jahren national nur zwei Punkte verloren. Das war letztes Jahr einer gegen Oldenburg und heute gegen uns. Ansonsten fegen sie alles weg in der Liga. Wir werden das jetzt genießen und trotzdem schön auf dem Boden bleiben. Wir wissen auch, wo wir herkommen und wir wissen auch, dass es nochmal andere Zeiten geben wird. Aber was wir gerade machen, hat alles Hand und Fuß. Es ist alles harte Arbeit. Wir haben heute alles in die Waagschale geworfen und uns endlich mal gegen Bietigheim belohnt. Von daher sind wir Megastolz“, so eine überglückliche Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm.

Es war das angekündigte Spitzenspiel, denn nur beide Mannschaften hatten mit 10:0 Punkten noch eine weiße Weste und standen daher an der Tabellenspitze. Für Bietigheim eine Normalität, für die Flames bisher nicht, denn das war der bisher beste Saisonstart der Vereinsgeschichte in der ersten Liga. Durch den Heimsieg gegen den Thüringer HC und beim letztjährigen Vierten, dem VFL Oldenburg, standen die Flames zu Recht auf dem 2. Tabellenplatz.

Und dies spiegelte sich auf dem Feld wider. Die Begegnung verlief diesmal über 60 Minuten ausgeglichen. Die Führungen wechselten öfter mal, doch keiner der beiden Mannschaften gelang es sich mal mehr, wie mit zwei Treffern abzusetzen. Meistens legte eine Mannschaft vor und die andere glich aus. Richtig spannend wurde es nach einer 21:19-Führung (39.) der Flames. Mit einem 4:0-Lauf wandelte der Deutsche Meister den Rückstand in eine Zwei-Tore-Führung und Erinnerungen an den Supercup wurden wach, als die Flames 50 Minuten mithalten konnten und dann eingebrochen sind und noch deutlich unterlagen.

Doch diesmal war es anders. Die Flames gaben nicht auf. Sarah von Gulik verwandelte einen Siebenmeter zum 22:23 (44.) und Ndidi-Silvia Agwunedu sorgte für das viel umjubelte 23:23 (45.) – das Spiel war wieder ausgeglichen.

Es entwickelte sich endgültig ein Krimi. Die SG BBM legte immer wieder vor, die Flames glichen aus. Nationalspielerin Xenia Smits brachte ihr Team 90 Sekunden vor dem Ende mit 28:29 in Führung, Ndidi-Silvia Agwunedu egalisierte 30 Sekunden später auf 29:29. Jetzt mussten die Flames noch eine Minute überstehen und die Ahlgrimm-Sieben kämpften bis zum Umfallen und wollten unbedingt diesen Punkt. Das Publikum stand schon längst komplett und machte die Weststadthalle zur „Weststadthölle“ und brachten die Stimmung zum Kochen und die Flames hatten ja noch Vanessa Fehr, die auch den letzten Wurf von Bietigheim parierte. Dann gab es kein Halten mehr und die Party auf dem Feld ging los, denn ein Punkt gegen diese Übermannschaft ist für die Flames wie ein Sieg.

„Ein großer Dank an die überragenden Zuschauer und es waren heute über eintausendfünfhundert Zuschauer. Die haben uns heute angefeuert, die haben uns getragen. Ich kann mich nicht erinnern, wann wir das letzte Mal so viele Zuschauer hatten. Ich hoffe, sie kommen alle wieder, weil wir unsere Leistung dazu beigetragen haben. Wir haben alles dafür investiert und ich bin absolut stolz auf die Mädels, auf die Situation, auf das Umfeld, dass wir die Halle heute voll bekommen haben und wirklich alle, die heute ihren Beitrag dazu geleistet und gearbeitet haben. Bei allen kann ich mich nur bedanken und ein dickes DANKE sagen“, so die überwältigte Heike Ahlgrimm.

HSG Bensheim/Auerbach:
Vanessa Fehr (1), Tabea Coors – Amelie Berger, Isabell Hurst (1), Leonie Kockel, Sarah Dekker (2), Alicia Soffel (1), Ndidi Agwunedu (5), Lisa Friedberger (2/2), Kim Naidzinavicius (6/2), Sarah van Gulik (7/5), Lucie-Marie Kretzschmar (4), Mia Ziercke, Sophia Ewald, Lilli Holste.

 


Keine Chance für die Flames beim Deutschen Meister

Der alte und neue Deutsche Meister der Handball Bundesliga Frauen (HBF) heißt SG BBM Bietigheim. Mit einem deutlichen 34:21 (20:10) setzte sich das Team von Trainer Markus Gaugisch am 23. Spieltag gegen die Flames der HSG Bensheim/Auerbach durch. Damit kann Bietigheim in den verbleibenden drei Spieltagen nicht mehr von der Tabellenspitze verdrängt werden. Beste Werferinnen bei den Flames waren Isabell Hurst, Alicia Soffel und Lucie-Marie Kretzschmar, bei Bietigheim war Kelly Dulfer mit sechs Toren am erfolgreichsten.

Es war das dritte Aufeinandertreffen beider Teams in dieser Saison. Am 2. April standen sich beide Teams noch in Stuttgart im Endspiel des Haushahn Final4 gegenüber, damals gewann Bietigheim ebenfalls deutlich mit 39:25 und gewannen den DHB-Pokal zum dritten Mal in Folge. Die Ausgangslage am Samstag war für die Flames etwas kurios. Gewinnt man, wäre man national die erste Mannschaft, die national Bietigheim seit dem 31.03.2021 schlagen würde, verliert man, gewinnt die die SG BBM Bietigheim das Double und die Flames sind als Pokalfinalist für die European League in der Saison 2023/24 qualifiziert.

Die Flames wollten es dem Gastgeber so schwer wie möglich machen du konnten die ersten Minuten vor 741 Zuschauern dem Gegner durchaus Paroli bieten und in der 4. Minute durch Amelie Berger auch mit 3:2 in Führung gehen. Bis zum 4:4 (8.) blieb es noch ausgeglichen, dann zog Bietigheim durch einen 4:0-Lauf auf 4:8 (12.) davon und Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm nahm ein Team-Timeout. Lucie-Marie Kretzschmar konnte zwar nochmal auf 5:8 (13.) verkürzen, doch dann zeigte die Flames-Abwehr zunehmend Schwächen und der Angriff fand keine Durchschlagskraft gegen die Bietigheimer Abwehr um Nationalspielerin Xenia Smits. So setzte sich der Favorit bis zur 25. Minute auf 7:17 ab. Mit einem 10:20-Pausenrückstand ging es dann in die Kabine und an der Meisterschaft von Bietigheim zweifelte bei diesem deutlichen Vorsprung keiner mehr.

Die deutliche Pausenansprache von Heike Ahlgrimm zeigt Wirkung. Die Flames erwischten den besseren Start in die zweite Halbzeit und verkürzten durch Amelie Berger und Isabell Hurst nach fünf torlosen Minuten auf beiden Seiten auf 12:20 (36.). Nun bat Markus Gaugisch sein Team zur Auszeit.

Beim 16:22 (40.) durch Amelie Berger waren die Flames bis auf sechs Tore dran. Durch einen 4:0-Lauf zog Bietigheim dann allerdings wieder auf zehn Tore zum 16:26 (44.) davon und Heike Ahlgrimm nach ihr Team-Timeout.

Am Ende stand ein 34:21 für die Gastgeber auf der Anzeigentafel, die ausgiebig ihren Titel feierten.

„Bietigheim ist verdient Deutscher Meister. Wir konnten in der ersten Halbzeit zehn Minuten mithalten, danach haben wir völlig den Faden verloren. Wir haben nicht besonders gut gespielt. In der Abwehr haben wir zu viele Tore bekommen und vorne keinen Durchschlagskraft mehr gehabt. Ich bin ein bisschen laut geworden in der Halbzeit, weil mir das nicht gefallen hat. 20:10 ist einfach nicht der Anspruch von uns, auch wenn das Bietigheim ist. Von daher mussten wir das ansprechen. In der zweiten Halbzeit haben wir ordentlich mitgespielt, haben ein bisschen mutiger agiert, haben in der Abwehr viel konsequenter zugepackt. Am Ende gingen uns ein bisschen die Kräfte aus. Aber in der zweiten Halbzeit verlieren wir im Endeffekt nur mit drei Toren mit 14:11. Damit kann man leben. Man hat gemerkt, dass Bietigheim einfach eine Liga zu groß für uns ist und die haben nur das Nötigste gemacht. Sie haben nicht viel machen müssen gegen uns, so ehrlich müssen wir sein. Wir müssen uns definitiv steigern, weil wir das besser können und das werden wir die Woche ansprechen. Wir werden ordentlich trainieren, weil nächste Woche kommt ein sehr schweres Spiel gegen Bad Wildungen zu Hause und dann erwarte ich natürlich von meiner Mannschaft viel mehr, direkt von Anfang an eine gute Abwehr und mit viel Selbstvertrauen im Angriff. Man darf das jetzt aber auch nicht überbewerten. Das ist nun mal Bietigheim und das war klar, dass da die Trauben sehr hoch hängen und dass man da auch vielleicht als Verlierer vom Platz geht. Die Art und Weise allerdings hat mir nicht so gut gefallen, dass ich den Mädels auch gesagt. Die zweite Halbzeit war besser, aber wir müssen auf jeden Fall noch weiter arbeiten, dass uns das nicht passiert, dass wir einen so großen Hänger haben“, bilanzierte Heike Ahlgrimm nach dem Spiel.

Trotz der Niederlage durften die Flames sich aber darüber freuen, dass sie nächste Saison international spielen und damit den größten Erfolg der Vereinsgeschichte erzielt haben.

Und auch das  nächste Aufeinandertreffen beider Teams steht bereits fest, denn Ende August spielen beide Teams mit dem Supercup der HBF den ersten Titel der neuen Saison 2023/24 aus.

Doch jetzt geht es für die Flames nächste Woche erstmal mit dem Hessenderby weiter. Im vorletzten Heimspiel der Saison empfangen die Flames am Samstag, 13.05.23 um 18:00 Uhr die HSG Bad Wildungen Vipers.

HSG Bensheim/Auerbach:
Vanessa Fehr, Helen van Beurden – Amelie Berger (3), Isabell Hurst (4), Lotta Heider (2), Myrthe Schoenaker, Elisa Stuttfeld, Alicia Soffel (4), Ndidi Agwunedu, Lisa Friedberger (2/1), Sarah van Gulik, Lucie Kretzschmar (4), Lilli Holste (1), Dionne Visser (1).

 


Flames in Bietigheim gefordert

Im vorletzten Auswärtsspiel der Saison 2022/23 in der Handball Bundesliga Frauen (HBF) gastieren die Flames der HSG Bensheim/Auerbach am Samstagabend (06.05.23) zur Partie des 23. Spieltags bei der SG BBM Bietigheim. Der Anwurf der Partie erfolgt um 19:00 Uhr in der Sporthalle am Viadukt. 

Die SG BBM Bietigheim hat am letzten Wochenende einen großen Schritt in Richtung Titelverteidigung gemacht. Der amtierende Deutsche Meister gewann das HBF-Topspiel bei Borussia Dortmund mit 33:27 (16:14). Damit fehlt der SG BBM nur noch ein Sieg aus den verbleibenden vier Begegnungen, um den vierten Deutschen Meistertitel zu erringen.

Somit ist die Ausgangslage für die Begegnung gegen die Flames klar. Gewinnt Bietigheim, die auf nationaler Ebene seit über 2 Jahren ungeschlagen sind (die letzte Niederlage war am 31.03.2021 gegen Borussia Dortmund), ist Bietigheim Deutscher Meister und kurioserweise können die Flames gleich mitfeiern, denn gleichzeitig bedeutet das für die Flames, dass sie als Pokalfinalist und Deutscher Vizepokalsieger erstmals international in der European League antreten dürfen. Außerdem spielen beide Teams dann Ende August mit dem Supercup der HBF den ersten Titel der neuen Saison 2023/24 aus. Für die Flames der bisher größte Erfolg der Vereinsgeschichte.

Doch das ist für die Flames in der Vorbereitung auf das Spiel unerheblich gewesen, denn selbst wenn den Flames in Bietigheim eine Riesenüberraschung gelingen würde, zweifelt niemand daran, dass die SG BBM den Titel dann in einem der nächsten Spiele holen würde.

Die Chancen auf einen Flames-Sieg sind jedoch gering, zu sehr dominiert der Gastgeber die Liga. Während sie letzte Woche beim Spiel gegen den Tabellenletzten VfL Waiblingen klarer Favorit waren, so sind sie gegen den Ligaprimus diesmal klarer Außenseiter.

In der HBF haben die Flames bisher meistens gute Spiele gegen Bietigheim gemacht. Das Hinspiel in Bensheim endete 27:32 (9:14). Im Finale des Haushahn Final4 am 02.04.23 in Stuttgart gab es für die Flames eine deutliche 25:39-Niederlage, da die Flames in der 1. Halbzeit etwas überrollt worden sind.

Erfolgreichste Torschützinnen sind bisher die beiden deutschen Nationalspielerinnen Julia Maidhof mit 106/46 Toren und Xenia Smits mit 93 Toren, gefolgt von der niederländischen Nationalspielerin Kelly Dulfer mit 85 Toren.

Mit Julia Maidhof, Antje Döll und Kim Naidzinavicius gibt es gleich ein Wiedersehen mit drei ehemaligen Flames-Spielerinnen und für Kim Naidzinavicius ist es zugleich das letzte Spiel gegen die Flames, denn ab der nächsten Saison spielt sie ja bekanntlich wieder für die Flames.  Auch Julia Maidhof wird nächste Saison nicht mehr das Trikot der SG BBM tragen. Sie wechselt nach der Saison ins Ausland zu SCM Ramnicu Valcea.

Aber auch für Bundestrainer und SG BBM Cheftrainer Markus Gaugisch ist es die letzte Saison, die er natürlich mit dem Double krönen will. Ab dem Sommer ist er nicht mehr in Doppelfunktion tätig, sondern konzentriert sich auf seine Aufgabe als Trainer der deutschen Frauen-Nationalmannschaft. Sein Nachfolger in Bietigheim wird Jakob Vestergaard, der ab März 2015 für ein Jahr Trainer der deutschen Frauen-Nationalmannschaft und damit einer der Vorgänger von Markus Gaugisch war.

„Das ist das leichteste Spiel der Saison. Da müssen wir uns keine Gedanken machen, weil das David gegen Goliath ist. Wir haben es beim Final4 am eigenen Leib erfahren. Sie werden das Spiel sehr ernst nehmen, weil sie am Samstag Deutscher Meister werden können. Dementsprechend werden sie alles in die Waagschale werfen und gucken, dass sie das Spiel zu Hause gewinnen und zu Hause Deutscher Meister werden. Wir wissen, was auf uns zukommt. Wir werden das Spiel auf gar keinen Fall herschenken. Dafür sind wir Sportler, dafür sind wir total ehrgeizig und wir werden es ihnen richtig schwer machen. Wir werden versuchen, dass wir sie immer wieder vor neuen Herausforderungen stellen. Es ist natürlich auch eine komische Situation, dass wir international spielen, wenn sie Meister werden. Aber das hat auch die ganze Woche keine Rolle gespielt. Darüber haben wir nicht nachgedacht. Von daher freue ich mich auf das Spiel. Es macht immer Spaß gegen starke Gegner zu spielen und es macht immer Spaß gegen Bietigheim zu spielen. Von daher wird es ein gutes Spiel und ich hoffe, dass wir das sehr lange offen gestalten können und es ihnen nicht so leicht machen. Wir wollen die Leichtigkeit haben, wie in der zweiten Halbzeit beim Final4. In der ersten Halbzeit waren wir etwas erstarrt und das ist die Aufgabe es diesmal besser zu machen“, so Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm.

Egal wie es in Bietigheim ausgeht – Grund zum Feiern haben die Flames am Ende auf jeden Fall.

Wichtiger Hinweis der SG BBM Bietigheim für alle anreisenden Zuschauer:
Aufgrund der Automobilmesse rund um die Viadukthalle stehen die dortigen Parkplätze nicht zur Verfügung. Die Parkflächen Gymnasien im Ellental und am japanischen Garten sind von der Messe nicht betroffen und können genutzt werden.

 

 


Flames begeistern gegen Bietigheim

Vor knapp 1.200 Zuschauer in der Weststadthalle boten die Flames eine starke Leistung gegen den Deutschen Meister und verlustpunktfreien Tabellenführer SG BBM Bietigheim. Am Ende war es zwar die erwartete Niederlage, aber mit dem 27:32 (9:14) zogen sich die Flames der HSG Bensheim/Auerbach mehr als achtbar aus der Affäre.  Die Flames bleiben in der Tabelle auf dem achten Tabellenplatz, die SG BBM Bietigheim bleibt t nach neun absolvierten Spielen als einzige Mannschaft weiter ungeschlagen an der Tabellenspitze der Handball Bundesliga Frauen (HBF). Beste Werferin bei den Flames war Lisa Friedberger mit 7/4 Toren, bei Bietigheim war Nationalspielerin Jenny Behrend mit 5 Toren am erfolgreichsten.

„Wir stehen heute zwar als Verlierer da, aber ich kann meiner Mannschaft heute keinen Vorwurf machen. Wir haben in den letzten Wochen zu Recht viel Kritik eingesteckt, denn wir haben keine guten Spiele gemacht. Wenn wir in einigen Spielen nur halb so gut, wie heute performt hätten, dann wäre vielleicht der eine oder andere Sieg mehr herausgesprungen. Heute haben wir gekämpft, haben versucht wieder die Tugenden herauszuholen mit Kampf und Leidenschaft. Von daher bin ich einfach nur happy, dass wir nur mit 5 Toren verloren haben. Es besteht ja immer die Gefahr gegen so eine souveräne Mannschaft, wenn die ins Rollen kommt, auch unterzugehen. Das musste diese Woche auch schon Dortmund erfahren, die mit 13 Toren verloren haben. Von daher bin ich froh, dass wir das heute so mit  Hilfe der Zuschauer gemeistert haben. Wir werden weiter hart arbeiten und werden jetzt nur paar Tage frei machen und dann haben wir ein ganz wichtiges Spiel in Bad Wildungen“, erklärt eine zufriedene Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm nach dem Spiel.

Zufrieden war auch SG BBM-Coach Markus Gaugisch: “ Es war ein schönes Spiel vor einer geilen Kulisse hier. Ich bin sehr zufrieden, weil wir es souverän gemeistert haben und den Abstand immer so gehalten haben, dass kein Stress aufkommt. Das ist hier in der Halle ja immer, weil es von Bensheim hier einfach geil gemacht wird, mit viel Emotionen und Tempo und das konnten wir in Griff halten. Wir sind froh, dass wir dieses Wahnsinnsjahr mit einem Sieg abgeschlossen haben“, so Gaugisch.

Nach einigen schwachen Auftritten in den letzten Wochen konnte sich das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm zum Jahresabschluss rehabilitieren und begeisterte als Underdog die Fans, die ihr Kommen nicht bereuten.

Die Flames hatten diesmal nichts zu verlieren, denn selbst der Deutsche Vizemeister und Pokalgegner der Flames im Viertelfinale, Borussia Dortmund, unterlag am zweiten Weihnachtsfeiertag mit 13 Toren.

Eine Viertelstunde konnten die Flames bis zum 6:7 Paroli bieten, dann setzte sich der TOP-Favorit vorentscheidend auf 6:12 (23.) ab. Die Flames kamen noch einmal bis auf vier Tore beim 9:13 (29.) durch Ndidi Agwunedu heran. Die ehemalige Flames-Spielerin Julia Maidhof erhöhte kurz danach auf den 9:14 Halbzeitstand.

In der zweiten Halbzeit konnte sich der Deutsche Meister zwischenzeitlich auf 8 Tore beim 11:19 (35.) und 17:25 (45.) jeweils durch Jenny Behrend absetzen, doch die Flames gaben nicht auf und konnten die zweite Halbzeit letztendlich unentschieden gestalten und durften sich über eine gute Leistung und eine tolle Stimmung in der Halle freuen.

Das 27:32 war am Ende ein Ergebnis mit dem beide Mannschaften einen schönen Jahresabschluss hatten.

Erfreulich war bei den Flames, dass Isabell Hurst in beiden Halbzeiten für paar Minuten ihr Comeback nach überstandener Schulterverletzung feiern konnte.

Bevor es in die Villa Lacus zur After Game Party ging wurde es nochmal emotional in der Halle, als Co-Trainerin Ilka Fickinger verabschiedet wurde, die nach insgesamt sieben Jahren bei den Flames in unterschiedlichen Funktionen, davon seit 6 Jahren als Co-Trainerin, nun beim 1. FSV Mainz 05 ein neues Kapitel aufschlägt und dort Chef-Trainerin des Zweitligisten wird.

Das nächste Spiel bestreiten die Flames am Samstag, 07.01.2023, in Bad Wildungen. Um 19:00 Uhr kommt es zum Hessenderby bei den Vipers.

HSG Bensheim/Auerbach:
Vanessa Fehr, Helen van Beurden – Amelie Berger (4), Isabell Hurst, Leonie Kockel (2), Lotta Heider (1), Myrthe Schoenaker(2), Elisa Stuttfeld, Alicia Soffel (2), Ndidi Agwunedu (2), Lisa Friedberger (7/4), Sarah van Gulik (1), Neele Orth, Lucie Kretzschmar, Lilli Holste (2), Dionne Visser (4).

 


Der Ligaprimus kommt zum Jahresabschluss

Das letzte Spiel des Jahres 2022 ist für die Flames der HSG Bensheim/Auerbach nochmal ein ganz besonderes Spiel. Zum einen kommt mit der SG BBM Bietigheim der Deutsche Meister und verlustpunktfreie Ligaprimus in die Weststadthalle und zum anderen ist das letzte Spiel des Jahres auch für Ilka Fickinger ihr letztes Spiel als Co-Trainerin der Flames, die seit dieser Woche Chef-Trainerin des Zweitligisten 1. FSV Mainz 05 ist. Anwurf ist am Freitag um 19:30 Uhr.

Mit der SG BBM Bietigheim kommt die Übermannschaft der letzten Saison nach Bensheim. Bietigheim konnte in allen Wettbewerben, an denen sie teilnahmen, den Titel holen. Die Deutsche Meisterschaft wurde ohne Punktverlust gewonnen, ebenso holte man sich den Supercup und den DHB-Pokal und somit alle nationalen Titel. Zusätzlich gewann das Team aus dem Enztal den Europapokal.

Das Team von Trainer Markus Gaugisch ist auf allen Positionen mehrfach mit TOP-Spielerinnen besetzt. Zu diesen Spielerinnen gehören die ehemaligen Flammen Julia Maidhof, Kim Naidzinavicius und Antje Döll (geb. Lauenroth), die sich allerdings im Vorbereitungsspiel zur EHF EURO am Innenband verletzte und nach gut überstandener OP mehrere Wochen ausfällt.

Auf die Verletzung von Antje Döll reagierte Bietigheim und verpflichtete noch zwei Neuzugänge für die laufende Spielzeit 2022/23. Von VOC Amsterdam wechselte die niederländische Linksaußen Roos Daleman an die Enz, zudem erhielt Kreisläuferin Lea Grießer von der SG H2Ku Herrenberg ein Zweifachspielrecht.

Außerdem wurde kurz vor Weihnachten auch die noch Schweizer Nationalspielerin Kerstin Kündig von Viborg HK verpflichtet.

Auch diese Saison ist die SG BBM das Maß aller Dinge in der Handball Bundesliga Frauen (HBF) und als einzige Mannschaft ohne Verlustpunkt. Auch gegen die beiden Verfolger konnte man sich durchsetzen. Beim Thüringer HC gewann Bietigheim am 27.11.22 mit 31:29 und am 2. Weihnachtstag setzte man sich vor fast 1.900 Zuschauern gegen den amtierenden Deutschen Vizemeister Borussia Dortmund souverän mit 35:22 durch.

Erfolgreichste Torschützinnen sind bisher die beiden deutschen Nationalspielerinnen Xenia Smits mit 39 Toren und Julia Maidhof mit 35/12 Toren, gefolgt von der niederländischen Nationalspielerin Kelly Dulfer mit 30 Toren.

Die Frage nach der Favoritenrolle stellt sich in dieser Begegnung nicht.

Es ist das leichteste Spiel des Jahres. Wir sind ohne Druck. Bietigheim hat am 26.12. ein klares Statement gesetzt und gegen den Tabellenzweiten mal eben mit dreizehn Toren gewonnen. Das ist schon mal eine klare Ansage. Es ist wieder David gegen Goliath. Wir haben nichts zu verlieren und haben gegen sie immer ganz gute Spiele gemacht. Ich erwarte von meinen Mädels, dass sie ganz befreit aufspielen und dass sie sich vom Kopf her mental vielleicht wieder ein bisschen Selbstvertrauen holen. Wenn du keinen Druck hast gewinnen zu müssen, tut uns das gut. Von daher freuen wir uns auf das Spiel. Es ist immer was Besonderes gegen so starke Gegner zu spielen und sich mit sehr guten Spielerinnen zu messen. Von daher freuen wir uns auf das Spiel und dann schauen wir was am Ende bei rauskommt“, sagt Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm mit Blick auf die Partie am Freitag.

Traditionell sind die Spiele am Jahresende in der HBF immer sehr gut besucht. Vor Corona war dies bei den Flames auch so und die Halle war voll besetzt. Die Flames hoffen, dass dieses Jahr auch wieder viele Fans in die Halle kommen – auch um Co-Trainerin Ilka Fickinger  von den Flames und den tollen Fans in der Weststadthalle gebührend zu verabschieden.

Co-Trainerin Ilka Fickinger neue Cheftrainerin in Mainz

Zweitligist 1. FSV Mainz 05 hat diese Woche Flames-Co-Trainerin Ilka Fickinger als Nachfolgerin für die zurückgetretene Nikoletta Nagy verpflichtet. Bevor sie nach dem Erwerb der A-Lizenz zur HSG Bensheim/Auerbach wechselte war sie von 2014 – 2016 Trainerin bei der TuS Kriftel und ist mit der Mannschaft von der Oberliga direkt in die 3. Liga aufgestiegen. 2016 wurde sie als Jugendkoordinatorin von der HSG Bensheim/Auerbach verpflichtet und übernahm als Trainerin mehrere Jugendmannschaften. Ab der Saison 2017/2018 war sie Co-Trainerin der Bundesligamannschaft. In dieser Zeit konnte Ilka Fickinger die Abschlüsse als EHF Handball Manager (2018) und EHF-Mastercoach (2019) erlangen. Seit dieser Saison ist sie außerdem Trainerin des Männerbezirksoberligisten TSV Pfungstadt, mit dem sie aktuell die Bezirksoberliga Hessen anführt.

Mit ihrer langjährigen Erfahrung und ihren Weiterbildungen war es jetzt die logische Folge, dass sie den nächsten Schritt in ihrer Trainerlaufbahn geht. Und in Mainz trifft sie dabei auch auf einige ehemalige Flames-Spielerinnen, wie Christin Kühlborn oder Saskia Fackel, die letzte Saison noch das Flames-Trikot trugen oder auch Larissa Platen sowie die ehemaligen Jugend-Spielerinnen Lena Thoss, Tabea Coors und Rugile Bartaseviciute.

Karten für das Spiel gibt es noch online unter Tickets – Flames Handball (flames-handball.com) und an der Abendkasse.