Kampf um einen internationalen Startplatz

Nach der Niederlage bei der beim Deutschen Meister und Tabellenführer SG BBM Bietigheim steht für die Flames der HSG Bensheim/Auerbach am Osterwochenende ein ganz wichtiges Spiel in der Handball Bundesliga Frauen (HBF) auf dem Programm. Die Flames der HSG Bensheim/Auerbach empfangen zum 20. Spieltag in der Weststadthalle die HSG Blomberg-Lippe. Im Hinspiel mussten die Flames eine knappe 26:28-Auswärtsniederlage in Blomberg hinnehmen, was zugleich die erste Saisonniederlage war. Diesmal möchte die Mannschaft von Trainerin Heike Ahlgrimm die Partie erfolgreicher gestalten, um im Kampf um einen internationalen Startplatz den Abstand in der Tabelle zu vergrößern. Anwurf ist um 18:00 Uhr.

Die Ausgangslage verdeutlicht die Wichtigkeit dieser Begegnung. Um nächstes Jahr in der EHF European League zu spielen, muss man am Saisonende mindestens den 4. Tabellenplatz belegen, da die TuS Metzingen als Pokalsieger bereits den ersten von 5 Startplätzen sicher hat.

Aktuell liegen die Flames in der Tabelle auf Platz 3 mit 30:8 Punkten, hinter Borussia Dortmund mit ebenfalls 30:8 Punkten, aber der besseren Tordifferenz. Auf Platz 4 steht der Thüringer HC mit einem Spiel weniger und 29:7 Punkten.

Mit der HSG Blomberg-Lippe erwarten die Flames den aktuellen Tabellenfünften mit 26:12 Punkten. Gewinnen die Flames das Spiel, würden sich den Abstand zu Blomberg von vier auf sechs Punkte vergrößern, verlieren sie gegen Blomberg, dann rückt Blomberg bis auf zwei Punkte an die Flames ran.

Das Team von Coach Steffen Birkner erlebt diese Saison eine Achterbahn der Gefühle. Auf der einen Seite unterliegt man der SG BBM Bietigheim nur knapp mit 23:26, fügt den Flames am 08.11.2023 mit 28:26 die erste Saisonniederlage zu, man schlägt Borussia Dortmund im Kampf um die internationalen Plätze mit 26:25, dann verliert man aber auch beim Tabellenletzten Sport-Union Neckarsulm mit 16:28 oder vor zwei Wochen zu Hause mit 29:31 dem VfL Oldenburg, was für Blomberg ein Rückschlag im Kampf um die internationalen Plätze bedeutete.

Die HSG Blomberg-Lippe konnte am Wochenende aber souverän den dritten Auswärtserfolg in Folge einfahren und gewannen gegen die Bad Wildungen Vipers mit 34:23 (17:10). Daher ist es für Blomberg unbedingt notwendig auch heute das Duell bei den Flames zu gewinnen. Mit einer Niederlage würde bei noch sechs ausstehenden Partien das Ziel in Ferne rücken.

Erfreulich auch für Chef-Trainer Steffen Birkner, dass sich das Lazarett langsam lichtet. So standen ihm die zuletzt verletzten Stefanie Kaiser, Ann Kynast und Ona Vegué zur Verfügung. Voraussichtlich nicht mehr zum Einsatz diese Saison kommt hingegen Nele Franz, die sich seit Ende der letzten Saison in Reha, aufgrund einer Reruptur des Kreuzbandes, befindet.  Diese Woche wurde bekannt, dass Nele Franz die HSG Blomberg-Lippe zur kommenden Saison nach insgesamt elf Jahren verlassen wird. Schwer wiegt auch seit Wochen der Ausfall von Rückraumspielerin Malina Marie Michalczik, die 2021/22 Torschützenkönigen der Liga war und letzte Saison mit 148/9 Toren ebenfalls beste Torschützin der HSG war. Die Schlüsselspielerin der HSG wird ebenfalls wegen stark anhaltender Rückenprobleme diese Saison voraussichtlich nicht mehr zum Einsatz kommen.

Bisher gab es siebzehnmal das Duell gegeneinander in Pflichtspielen (1. Liga und Pokal). Sechzehnmal gingen die Nelkenstädterinnen als Sieger vom Platz und nur einmal konnten die Flames das Duell für sich entscheiden. Das war in der Saison 2021/22 durch ein 29:24 in Blomberg.

Wie bereits im Hinspiel wird es auch diesmal ein Duell auf Augenhöhe geben – die Flames hoffen allerdings auf einen besseren Ausgang und die Revanche für die Hinspielniederlage. Ein Faktor dafür könnte der Heimvorteil sein und das Publikum im Rücken. Bisher sind die Flames zu Hause noch ungeschlagen und möchten das auch weiterhin bleiben.

„Es ist ein sehr wichtiges Spiel für uns. Blomberg möchte gerne international spielen und dementsprechend wird da einiges auf uns zukommen. Sie haben sich das von Anfang an vorgenommen und das war für Blomberg das Saisonziel. Mit uns hat da oben niemand gerechnet und wir wollen das jetzt aber auch und nächstes Jahr wieder EHF European League spielen. Daher werden wir alles dafür tun. Es ist für mich ein Spiel auf Augenhöhe. Zu Hause sind wir vielleicht leichter Favorit, weil wir den Heimvorteil haben. Und wir wollen natürlich auch das wieder ein bisschen gutmachen, was wir beim Hinspiel nicht gut gemacht haben. Wir haben in Blomberg verloren. Das war eine der drei Niederlagen, die wir erzielt haben. Da wollen wir natürlich zu Hause Revanche dafür. Wenn uns das gelingt, dann haben wir den Verfolger ein bisschen „abgehängt“. Das ist noch keine Vorentscheidung, aber wir haben dann schon mal den ersten Schritt gemacht, um unser Ziel zu erreichen. Wir werden dafür alles investieren. Dazu brauchen wir eine richtig starke Abwehr, wir brauchen ganz viel Leidenschaft und ganz viele Emotionen. Wenn uns das über 60 Minuten gelingt, dann werden wir, zusammen mit dem Publikum als achter Mann, auch als Sieger vom Feld gehen“, gibt sich Cheftrainerin Heike Ahlgrimm optimistisch.

 


Letztes Gruppenspiel in Rumänien

Für die Flames der HSG Bensheim/Auerbach geht es nach dem Ligaspiel am Mittwochabend gegen den VfL Oldenburg bereits am Freitagmittag zum letzten Gruppenspiel der EHF European League bei CS Gloria 2018 ins rumänischen Bistrita Nasaud. Gloria ist Gruppenerster und hat, bis auf ein 19:19-Unentschieden gegen  Neptunes de Nantes alle Gruppenspiele gewonnen und hat sich bereits für das Viertelfinale qualifiziert. Anwurf ist um 18:00 Uhr (19:00 Uhr Ortszeit in Rumänien).

„Es wird ein ganz schweres Spiel. Gloria ist der absolute Top-Favorit in unserer Gruppe und hat sich bis jetzt fast schadlos geschlagen. Das einzige Spiel was sie unentschieden gespielt haben, war in Nantes. Alle anderen Spiele haben sie wirklich sehr souverän gewonnen und sie sind schon weiter. Das kann unser kleiner Vorteil sein, weil ihnen nichts mehr passieren kann. Wir werden sehen, mit wem sie gegen uns auflaufen. Sie hatten am Mittwoch auch noch ein Ligaspiel gehabt, so wie wir. Wir konzentrieren uns auf uns. Es ist  unsere letzte internationale Auswärtsfahrt, denn ich glaube nicht, dass Nantes zu Hause gegen Lublin verliert, auch wenn sie diese Woche das schwere Auswärtsspiel in Brest hatten und dort verloren haben. Wir haben bei Gloria nichts zu verlieren und keiner setzt irgendwas auf uns. Aber wir haben in den letzten Wochen schon bewiesen, dass wir die Großen ärgern können und wenn sich für uns eine ganz, ganz kleine Tür öffnet, dann werden wir sie definitiv nutzen. Wir wollen das Spiel gewinnen, so fahren wir auch dorthin und wir wollen zeigen, dass alles, was wir im Moment machen, keine Eintagsfliege ist, sondern alles, was wir im Moment machen, Hand und Fuß hat und dass wir zurecht dort stehen, wo wir sind. Von daher freuen wir uns auf ein sehr spannendes Spiel. Es wird ein sehr hartes Spiel in einer megavollen Halle mit viele frenetischen Fans, die eine Stunde lang stehend feiern. Wir spielen wieder in einem Riesentempel. Von daher ist es was ganz Besonderes für uns und wir freuen uns auf jeden Fall auf dieses Spiel, auf ganz viel Leidenschaft und ganz viele Emotionen. Wir fahren mit ganz viel Selbstvertrauen dorthin“, erläutert Flames-Coach Heike Ahlgrimm mit Blick auf das Spiel.

Im Hinspiel waren die Flames deutlich mit 27:35 (15:21) unterlegen und scheiterten mit ihren Würfen oft an Glorias Torfrau Renata Lais de Arruda, die fast die Hälfte aller Würfe parierte. Die erfolgreichsten Werferinnen bei Gloria waren Tamires De Araujo Frossard und Bianca Bazaliu mit jeweils sieben Treffern.

Für die Flames war dies das erste Heimspiel in der Gruppenphase und hatten vieles richtig gemacht, könnte sich dann aber nicht belohnen, weil sie zu viele Fehler gemacht haben. „Wir machen zu viele technische Fehler, zu viele Fehlwürfe und das wird eben international eiskalt bestraft. Heute haben wir erneut Lehrgeld bezahlt“, ärgerte sich damals nach dem Spiel Heike Ahlgrimm über die deutliche Niederlage.

Doch ihr Team ist auch international mittlerweile angekommen, womit sicher kaum jemand gerechnet hätte. So konnten die Flames MKS FunFloor Lublin zu Hause mit 35:29 besiegen und letzte Woche gelang den Flames ein ganz starkes Spiel gegen Neptunes de Nantes. Während man in Frankreich mit 39:27 unterlag, wurde das Rückspiel mit 37:30 gewonnen.

Dadurch haben die Flames sogar noch die theoretische Chance Gruppenzweiter zu werden und ins Viertelfinale einzuziehen, auch wenn die Chance sehr gering ist, denn dann müsste man selbst am Samstag bei Gloria gewinnen und Nantes zu Hause gegen Lublin verlieren, was ziemlich unwahrscheinlich ist.

Aber ganz egal, wie dieses Spiel ausgeht. Die Flames haben auf jeden Fall Geschichte geschrieben und können jetzt schon ihre internationale Premiere als Erfolg ansehen.

Erwarten tut von den Flames bei CS Gloria 2018 BN definitiv niemand was. Gloria ist ganz klar Favorit mit seinen Fans im Rücken und alles andere als eine Niederlage wäre eine ganz große Überraschung. Allerdings ist auch die komplette Saison der Flames eine Überraschung, die keiner erwartet hätte.

„Wir genießen dieses letzte Spiel und dann schauen wir, was am Ende dabei herumkommt“, ist deshalb auch die Devise von Heike Ahlgrimm.

 


Flames reisen zum Rückspiel nach Polen

Für die Flames der HSG Bensheim/Auerbach steht am Wochenende das erste Rückspiel in der Gruppenphase der EHF European League auf dem Programm. Am kommenden Samstag (16:00 Uhr) muss das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm beim MKS FunFloor Lublin antreten.

Das Hinspiel konnten die Flames am 20.01.2024 in Elsenfeld für sich entscheiden. Dies war der erste internationale Sieg in der Geschichte der HSG Bensheim/Auerbach. In der Vierergruppe belegen die Flames dadurch mit 2:4 Punkten den dritten Platz. Es führen Neptunes Nantes und CS Gloria 2018 BN, die beide 5:1 Punkte auf dem Konto haben. Lublin belegt nach drei Niederlagen den letzten Platz. Für das Viertelfinale qualifizieren sich die beiden Erstplatzierten.

„Das wird ein ganz, ganz schweres Spiel in Lublin und auch ein anderes Spiel als das Hinspiel. Ich glaube Lublin hat nicht damit gerechnet, dass sie bei uns verlieren und die werden jetzt mit ganz viel Wut vor eigenem Publikum alles daransetzen, um das Spiel gegen uns zu gewinnen. Uns erwartet eine volle Halle mit frenetischen Fans und wir müssen schauen, dass wir weiter an uns glauben. Ich denke, dass wir trotz unserer Personalsituation stark genug sind, um sie auch das zweite Mal zu schlagen. Aber man kann jetzt keine Wunder erwarten“, erklärt Heike Ahlgrimm, die mit einem ganz anderen Auftreten von Lublin rechnet.

Für die Flames beginnt die Reise nach Lublin bereits am Freitagmorgen, am Abend steht dann noch eine Trainingseinheit auf dem Programm. Diese nutzen die Gastvereine in erster Linie, um sich etwas an die Halle und die Lichtverhältnisse dort zu gewöhnen. Dies haben Nantes und Lublin bei ihren Gastspielen in Elsenfeld ebenfalls gemacht.

Für MKS FunFloor Lublin ist es am Wochenende das zweite Heimspiel. Im ersten Heimspiel unterlag man Neptunes Nantes mit 29:34. Am ersten Spieltag musste man sich bei CS Gloria 2018 BN mit 26:23 geschlagen geben.

Die Flames werden in Lublin mit demselben Kader antreten, wie am Dienstag im Ligaspiel gegen den Buxtehuder SV, da Isabell Hurst, Dionne Visser und Sophia Ewald weiterhin ausfallen.

„Ich bin stolz darauf, was wir gerade leisten und wie wir die Ausfälle kompensieren und Spielerinnen auch auf anderen Positionen ihre Sache gut machen. Wir müssen immer wieder improvisieren. Aber ich glaube, dass wir das in den letzten Wochen sehr gut machen, da können wir nur den Hut davor ziehen. Das zerrt natürlich an den Kräften und wir müssen schauen, wie das weitergeht. Aber ich bin davon überzeugt, dass wir nach Lublin fahren und gewinnen wollen und auch können, wenn wir alles in die Waagschale werfen. Wir freuen uns drauf, das haben wir uns verdient und werden in jedem internationalen Spiel lernen und neue Erfahrungen machen. Das werden wir genießen und dementsprechend fahren wir mit ganz viel Vorfreude und ganz viel Selbstbewusstsein nach Lublin, um natürlich die zwei Punkte mitzunehmen“, so Heike Ahlgrimm kämpferisch.

 


Flames schreiben weiter Geschichte – Erster Sieg in der Gruppenphase

Der Jubel kannte nach dem Schlusspfiff keine Grenzen mehr. Mit 35:29 (17:15) bezwangen die Flames der HSG Bensheim/Auerbach den polnischen Club MKS FunFloor Lublin. Für die Flames ist das ein historischer Sieg, denn es ist nicht nur der erste Sieg in der Gruppenphase der EHF European League, sondern gleichzeitig auch der erste Sieg gegen ein internationales Team. Erfolgreichste Torschützin der Flames war Sarah Dekker mit acht Toren, bei Lublin waren die ehemalige Metzingen-Spielerin Magda Balsam, Sara Kovarova, Omana Roszak und Kinga Achruk mit jeweils vier Tore am erfolgreichsten.

„Ich bin absolut stolz auf die Mädels. Das war heute auch sehr emotional und wir haben endlich den ersehnten erste Sieg gegen ein internationales Team. Wir haben auch in den letzten Spielen schon sehr viel investiert, haben aber einfach nicht die Leistung so abgerufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Am Montag haben wir sehr viel drüber gesprochen, was wir verändern müssen, was wir machen müssen und haben uns heute einfach belohnt. Wir haben heute wahnsinnig gekämpft und in der Abwehr versucht das Spiel des Gegners zu unterbinden. Im Angriff haben wir jeden Rückschlag weggesteckt. Im Training am Freitag hatte sich noch Sara van Gulik verletzt. Sie hätte sich heute zur Verfügung gestellt, war aber überhaupt nicht einsatzfähig. Meine dritte Kreisläuferin, die Sophia Ewald, hat sich jetzt verletzt, da bin ich mal gespannt, was da noch kommt. Sie ist jetzt zur Untersuchung im Krankenhaus. Das halt alles so Dinge, die sehr schwierig sind, dann zu kompensieren. Von daher wirklich Hut ab vor der Leistung meiner Mädels, das sie das so gemacht haben, dass wir heute unsere Fehlwürfe minimiert haben und ich bin sehr happy, dass wir uns endlich belohnt haben“, kommentierte eine überglückliche Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm das Spiel.

In den beiden vorangegangenen Spielen der aktuellen Gruppenphase hatte keine der beiden Mannschaften einen Punkt geholt, denn beide Teams unterlagen in ihren bisherigen Begegnungen jeweils CS Gloria 2018 BN (ROU) und Neptunes Nantes (FRA), die sich heute auch gegenüberstanden und 19:19  trennten.

Den besseren Start in die Begegnung erwischten vor 735 Zuschauern in der Untermainhalle in Elsenfeld die wesentlich erfahreneren Gäste aus Polen und kontrollierten das Spiel. Den ersten Treffer der Flames erzielte Sarah Dekker zum 1:2 in der 3. Minute. Die Flames leisteten sich in der ersten Viertelstunde einige einfache Fehler, die Lublin nutzte und teilweise mit drei Toren führte, so beim 1:4 (5.), 3:6 (10.), 5:8 (11.), 7:10 (15.) und 8:11 (16.). Mit einem 4:0-Lauf drehten die Flames den Rückstand und gingen durch Ndidi-Silvia Agwunedu erstmals mit 12:11 (21.) in Führung. Lucie-Marie Kretzschmar erhöhte direkt danach auf zwei Tore zum 13:11 (23). Mit diesem Zwei-Tore-Vorsprung gingen die Flames beim 17:15 in die Kabine.

Ndidi-Silvia Agwunedu und Lisa Friedberger mit einem verwandelten Siebenmeter zum 19:15 (34.) bauten den Vorsprung auf vier Tore aus. Die Flames dominierten die zweite Halbzeit und ließen recht schnell keinen Zweifel aufkommen, dass sie diesen ersten Sieg unbedingt wollen. So konnten sie es auch verkraften, dass Lucie-Marie Kretzschmar in der 56. Minute nach ihrer dritten Hinausstellung die Rote Karte sah. Insgesamt gab es elf Zeitstrafen gegen beide Teams, sechs davon gegen die Flames und fünf gegen Lublin, was zeigte, dass es ein kampfbetontes Spiel war und beide Mannschaften erstmals punkten wollten.

Den Schlusspunkt setzte Kapitänin Lisa Friedberger mit ihrem Treffer zum 35:29.

„Ich bin sehr, sehr stolz. Das gibt uns auch ein bisschen Selbstvertrauen und das zeigt uns, dass wir es auch international können, weil alle ja schon immer geunkt haben, warum wir da drin sind, obwohl wir nicht leistungsfähig sind. Daher bin ich sehr froh, dass wir es heute einfach mal gezeigt haben, dass wir das auch umsetzen können und dass wir auch zwei Punkte holen können und auch mal gewinnen können. Von daher genießen wir das jetzt. Jetzt haben wir ein bisschen mehr Luft, jetzt haben wir Mittwoch keine englische Woche und am nächsten Wochenende kommt Leverkusen. Das ist ein ganz wichtiges Spiel in der Liga, da haben wir den vollen Fokus drauf und dann schauen wir was dabei herumkommt“, sagt Heike Ahlgrimm.

In der EHF European League geht es für die Flames weiter am 03. Februar mit dem Rückspiel gegen FunFloor Lublin.

In der Handball Bundesliga Frauen (HBF) empfangen die Flames am Samstag, 27. Januar 2024 um 18:00 Uhr in der Weststadthalle das Team von Bayer Leverkusen.

HSG Bensheim/Auerbach:
Vanessa Fehr, Helen van Beurden (1) – Amelie Berger (5), Sarah Dekker (8), Alicia Soffel (5), Ndidi Agwunedu (4), Lisa Friedberger (6/3), Kim Naidzinavicius (2), Sarah van Gulik, Lucie-Marie Kretzschmar (3), Mia Ziercke (1), Sophia Ewald, Lilli Holste.

 

 

 


EHF-Heimpremiere in Elsenfeld

Nach dem Ligaspiel am Donnerstagabend gegen die Tus Metzingen geht es für die Flames der HSG Bensheim/Auerbach am Samstag bereits in der Gruppenphase der EHF European League gegen CS Gloria 2018 aus dem rumänischen Bistrita Nasaud weiter. Dabei gibt es für die Flames gleich mehrere Premieren. Es ist das erste Heimspiel in der Gruppenphase und da die Weststadthalle in Bensheim nicht den Anforderungen der EHF entspricht, weichen die Flames nach Elsenfeld aus, der Heimstätte des TV Großwallstadt. Ungewohnt ist auch die Anwurfzeit bei einem Heimspiel, denn die Partie in der Untermainhalle (Dammsfeldstraße 11, 63820 Elsenfeld) wird bereits um 16 Uhr angepfiffen.

„Es kommt wieder ein internationales Spitzenteam. Sie belegen in Rumänien Platz drei. Da wird wieder einiges auf uns zukommen. Wir wollen unser allererstes Heimspiel in Elsenfeld genießen. Am Samstag müssen wir nach dem Spiel am Donnerstag natürlich gucken, wie jetzt die Kräfte noch vorhanden sind, weil wir nur einen Tag Pause hatten. Wir freuen uns drauf, wissen aber auch, dass die Trauben dort hochhängen. Wir werden uns weiter mit starken Gegnern messen. Jetzt ist es Gloria und aus diesen Spielen und internationalen Gegnern lernen wir und das macht auch Spaß“, freut sich Heike Ahlgrimm auf das Spiel.

Eine Premiere ist für die Flames auch der Hallenboden, denn das Spiel findet auf einem Glasboden statt, einem modernen Sportbodensystem. Eine der Besonderheiten: Die Linien sind nicht mehr fest auf dem Boden markiert, sondern befinden sich als LED-Linien unterhalb der Glasoberfläche. So können per Knopfdruck die unterschiedlichsten Sportfelder dargestellt werden. Beide Teams konnten sich am Freitagabend bereits bei einer getrennten Trainingseinheit davon überzeugen.

Vor dem Training haben die Flames sich den Gegner auf Video angeschaut. Gloria bestritt letztes Wochenende auch sein erstes Gruppenspiel und setzte sich mit 26:23 gegen MKS Lublin durch.

Für Heike Ahlgrimm sind die stärksten Spielerinnen auf Rückraummitte Cristina Laslo und die Linkshänderin Seynabou Mbengue Rodriguez, die gegen Lublin mit acht Toren die erfolgreichste Torschützin der Rumänen war.

Die Flames werden gegen Gloria mit derselben Aufstellung antreten, wie gegen Metzingen. Neben der Langzeitverletzten Dionne Visser fehlt die erkrankte Isabell Hurst.

„Ich hoffe, dass viele Fans kommen und dass wir uns gut präsentieren. Dann schauen wir, was am Ende dabei herauskommt“, so Heike Ahlgrimm.

 


Flames schreiben weiter Geschichte

Mit der Teilnahme an der Qualifikationsrunde hatten sie schon Geschichte geschrieben, jetzt haben sie noch einen draufgesetzt und die Tour durch Europa geht weiter. Nach dem deutlichen 27:19-Erfolg vor einer Woche in Bensheim, konnte sich die Flames der HSG Bensheim/Auerbach auch im Rückspiel in Oldenburg durchsetzen. Das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm gewann vor 994 Zuschauern in der EWE Arena ungefährdet mit 28:25 (17:12) gegen den VfL Oldenburg. Dadurch qualifizierten sich die Flames erstmals für die Gruppenphase der EHF European League.  Lisa Friedberger mit 6/2 Toren und Lucie-Marie Kretzschmar 5 Toren waren die erfolgreichste Torschützinnen der Flames, beim VfL war Toni Reinemann mit 4 Toren am treffsichersten.

„Ich bin absolut happy. Wir wollten heute unbedingt gewinnen und wir wollten das bestätigen. Wir haben teilweise, wie im Fluss gespielt und irgendwann mit elf Toren geführt. Wir haben in der ersten Halbzeit eine megastarke Abwehr gespielt, mit einer starken Helen im Tor. Es ist wirklich verdient, dass wir weitergekommen sind und das ist ein schönes Gefühl, weil wir uns diesen Traum verwirklichen wollten. Wir wollten nochmal sechs Spiele in der Gruppenphase haben und die haben wir jetzt. Ich kann es noch gar nicht so richtig glauben, was wir, auch für Bensheim, historisches geschafft haben. Wir haben noch nie international gespielt und stehen jetzt in der Gruppenphase. Vor ein paar Jahren waren wir noch in der zweiten Liga und haben uns kontinuierlich gesteigert. Also absolut happy“, sagt eine überglückliche Heike Ahlgrimm nach dem Spiel.

Die Flames traten mit einem komfortablen Acht-Tore-Vorsprung aus dem Hinspiel in Oldenburg an. Da im Handball nichts unmöglich wollte man von Anfang an wieder sein Spiel aufziehen und nicht den Vorsprung verwalten. So begannen die Flames auch das Spiel und boten eine starke Abwehrleistung und hatten mit Helen van Beurden erneut einen sicheren Rückhalt im Tor. So lagen sie nach knapp 9 Minuten bereits mit 5:0 in Führung und der  aufzuholende Rückstand betrug für den VfL nun schon 13 Tore. VfL-Coach Niels Bötel nahm daher bereits seine erste Auszeit.

Mit einem 5-Tore-Vorsprung ging es beim 17:12 auch in die Halbzeitpause.

In der zweiten Halbzeit ließen die Flames weiter keine Zweifel aufkommen, dass sie nicht nur in die Gruppenphase, sondern auch das Rückspiel gewinnen wollten. Der VfL geriet immer höher in Rückstand, so dass die Flames den Vorsprung Treffer um Treffer vergrößerten. Das Tor zum 25:14 von Amelie Berger in der 45. Minute bedeutet einen Vorsprung von elf Toren und der Einzug in die Gruppenphase war endgültig gesichert.

Die Flames schalteten jetzt einen Gang zurück und Heike Ahlgrimm wechselte munter durch. Es folgten sechs technische Fehler und zwei Fehlwürfe, ehe Mia Ziercke die zehn torlosen Minuten der Flames mit ihrem Treffer zum 27:21 erlöste. Der VfL konnte dann noch weiter etwas Ergebniskorrektur betreiben und bis auf drei Tore herankommen. Doch das tat der Freude bei den Flames keinen Abbruch und Mannschaft und Flames jubelten lautstark über den größten Vereinserfolg in der Geschichte der HSG Bensheim/Auerbach.

Nach der Heimfahrt verabschiedeten sich die Flames in eine 10tägige Pause, um neue Kräfte zu tanken, für die weitere Saison. Lediglich Nationalspielerin Amelie Berger hat keine Pause, sondern trat direkt von Oldenburg aus die Weiterreise zur DHB-Auswahl an. Die DHB-Auswahl startet am heutigen Montag ihre WM-Vorbereitung in Damp.

Durch die Handball-WM pausiert die Liga bis 27.12.2023.

Jetzt blicken die Flames aber erst einmal gespannt auf die Auslosung der Gruppen am Donnerstag, 23.11.23 um 11:00 Uhr und wohin die Reise in Europa weitergeht.

HSG Bensheim/Auerbach:
Vanessa Fehr, Helen van Beurden (1) – Amelie Berger (3), Isabell Hurst (4), Leonie Kockel, Sarah Dekker (2), Alicia Soffel (2), Ndidi Agwunedu (3), Lisa Friedberger (6/2), Kim Naidzinavicius (1), Sarah van Gulik, Lucie-Marie Kretzschmar (5), Mia Ziercke (1), Sophia Ewald, Lilli Holste.


Flames schreiben am Samstag Geschichte – Erstes internationale Spiel in Bensheim

Die Flames der HSG Bensheim/Auerbach schreiben am Samstag Geschichte in Bensheim, denn es ist die Premiere auf der internationalen Bühne für die HSG Bensheim/Auerbach und somit das erste internationale Spiel der Handballfrauen in Bensheim. Qualifiziert hatten sich die Flames als Vize-Pokalsieger, da der Doublegewinner SG BBM Bietigheim in der Champions League startet. Dass der Gegner kein internationales Team ist, sondern der Ligakonkurrent VfL Oldenburg tut der Vorfreude dabei überhaupt keinen Abbruch. Das Siegerteam aus Hin- und Rückspiel zieht in die Gruppenphase der European League ein, die 2024 startet. Anwurf der Partie ist am Samstag, 11.11.23 um 18:00 Uhr in der Weststadthalle Bensheim.

Während die Flames sich für den Wettbewerb direkt qualifizierten, bekam der VfL Oldenburg als Vierter der Saison 2022/23 in der Handball Bundesliga Frauen (HBF) eine Wildcard und musste daher schon in der 2. Qualifikationsrunde der EHF European League antreten. Die Handballerinnen des VfL Oldenburg bestritten beide Partien in Griechenland. In den Playoffs gewannen sie innerhalb von drei Tagen in Summe die beiden Begegnungen gegen den griechischen Vizemeister PAOK Thessaloniki. Nach dem deutlichen 37:22-Hinspielerfolg am Freitag, machte der VfL mit dem 25:25-Unentschieden am Sonntag das Weiterkommen in die 3. Runde perfekt und somit die beiden Spiele gegen die Flames.

„Am Wochenende ist das erste Eurocup-Spiel für Bensheim in der Geschichte. Wir sind voller Vorfreude. Die Spannung spürt man im Umfeld. Ich hoffe, dass die Halle Mega-voll wird, dass sie die Zuschauer uns wieder so unterstützen, wie gegen Bietigheim. Wir werden alles investieren, um uns in eine gute Ausgangslage zu bringen. Es wird ein Spiel auf Augenhöhe sein, das war in den letzten Spielen gegen Oldenburg schon immer so und das Gute bei internationalen Spielen ist, dass wir zwei Spiele haben. Das heißt, dass das am Samstag bei uns zu Hause erst der erste Schritt ist. Eine gute Ausgangslage ist daher wichtig. Wir  brauchen ein sehr gutes Abwehrverhalten und einen guten Rückzug. Wir müssen vorne die Dinge richtig umsetzen und die Chancen nutzen. Das haben schon direkt nach dem Spiel in Blomberg angesprochen und was wir verändern wollen. Wenn wir das umsetzen, dann haben wir eine ganz große Chance das Spiel auch zu gewinnen. So gehen wir auch ins Spiel“, erzählt Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm mit Blick auf das Hinspiel am Samstag.

Es ist das zweite von vier Spielen in dieser Saison gegeneinander. Erst am 18.10.23 standen sich beide Mannschaften in Oldenburg gegenüber. Die Flames konnten das Spiel mit 29:27 für sich entscheiden. In der Liga liegt der VfL Oldenburg mit 7:7 Punkten auf dem 7. Tabellenplatz. Am Mittwochabend musste der VfL, genau wie die Flames in Blomberg, ebenfalls eine Niederlage hinnehmen. Beim TSV Bayer 04 Leverkusen unterlag das Team von Trainer Niels Bötel mit 25:29 (9:16). Im DHB-Pokal feierte der VfL eine Woche zuvor gegen Leverkusen noch einen 26:22-Erfolg und den damit verbundenen Einzug ins Final 4 in Stuttgart.

In 15 Pflichtspielen (Liga und Pokal) standen sich beide Mannschaften bisher gegenüber. Achtmal ging der VfL als Sieger vom Feld, sechsmal die Flames und einmal trennte man sich unentschieden.

„Ich möchte, dass meine Mädels das genießen, weil man die Chance European League zu spielen, nicht so oft bekommt. Wir machen uns auch keine Gedanken darüber, dass es jetzt Oldenburg ist und kein internationaler Gegner, denn das wird am Samstag keine Rolle spielen. Wir werden am Samstag ein internationales Spiel haben und ob da jetzt eine deutsche Mannschaft kommt oder eine andere Mannschaft, das ist völlig egal und spielt, wie gesagt keine Rolle. Es sind internationale Schiedsrichter, ein internationales Kampfgericht und es wird das Feeling da sein und darum geht es. Es ist die Belohnung für das, was wir letzte Saison im Pokal geleistet haben. Ich möchte, dass meine Mädels ein geiles Spiel machen und sich nicht unter Druck setzen und dann haben wir auf jeden Fall auch eine Chance gegen Oldenburg zu gewinnen und das ist das große Ziel“, ist Heike Ahlgrimm voller Vorfreude auf die Begegnung.

Die Flames wollen die Weststadthalle zur „Weststadthölle“ machen und sich zu Hause eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am Sonntag, 19.11.202, in Oldenburg schaffen, damit sie sich den Traum zur Teilnahme an der  Gruppenphase der EHF European League erfüllen können.

Die eine oder andere Überraschung wird es am Samstag geben, sodass das Hinspiel zu einem absoluten Highlight für alle in der Halle wird.

Unter dem Motto " Alle in Rot" wird das Europa-Shirt am Samstag statt für 12,50 Euro zum Sonderpreis für 10 Euro im Fanshop in der Halle verkauft.

Für die jüngeren Fans haben sich die Flames auch was einfallen lassen: freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre!

 

 


"Alle in Rot" – Internationale Premiere – Freier Eintritt unter 18 Jahre

Das gab es in Bensheim bisher noch nicht. Am 11.11.23 (18:00 Uhr, Weststadthalle) treffen die Flames der HSG Bensheim/Auerbach in der dritten und letzten Qualifikationsrunde zur EHF European League auf den Ligakonkurrenten VfL Oldenburg und spielen damit erstmals international.

Lasst‘ Euch diese Premiere nicht entgehen – seid live dabei und macht die Weststadthalle zur „Weststadthölle“. Wir wollen uns am 11.11.2023 zu Hause eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 19.11.2023 in Oldenburg schaffen, damit unser Traum weiterlebt und wir die Gruppenphase der EHF European League erreichen!

Ganz wichtig für unsere jüngeren Fans: freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre!

Vorabanmeldungen können per Mail an Romina Heßler gerichtet werden: r.hessler@flames-handball.com

Unter dem Motto " Alle in Rot" wird das Europa Shirt am Samstag statt für 12,50 Euro zum Sonderpreis für 10 Euro im Fanshop in der Halle verkauft.

Die eine oder andere Überraschung wird es am Samstag auch geben, sodass das Hinspiel zu einem absoluten Highlight für alle wird.