Nina Engel erster Neuzugang bei den Flames

Der Kader für die Saison 2024/2025 nimmt bei den Flames der HSG Bensheim/Auerbach weiter Konturen an. Mit Nina Engel, die vom Ligakonkurrenten Sport-Union Neckarsulm an die Bergstraße wechselt, präsentieren die Flames den ersten Neuzugang für die kommende Saison. Die 20-jährige Rückraumspielerin unterschrieb einen Zweijahresvertrag und schließt damit die Lücke, die Leonie Kockel hinterlässt.

Die Linkshänderin wurde in ihrer Kindheit beim Hagener SV sowie der HG Bremerhaven ausgebildet und wechselte daraufhin in der Jugend zum SV Werder Bremen. Als großes Talent empfiehlt sich Engel bereits als
B-Jugendliche für ihre ersten Einsätze für Werder in der 2. Bundesliga und sammelte dort erste Spielpraxis. Dabei überzeugt sie die Verantwortlichen des Zweitligisten und bekommt nach der Saison 2019/20 einen ersten Bundesliga-Vertrag.

Mit der deutschen Juniorinnen-Nationalmannschaft nahm sie an der U-19-Europameisterschaft 2021 und der U-20-Weltmeisterschaft 2022 teil. Bei der U20-Weltmeisterschaft 2022 war sie mit 44 Toren erfolgreichste deutsche Torschützin und belegte Platz 8 der Torschützenliste des Turniers.

Im Sommer 2022 wechselte sie dann in die erste Liga zur Sport-Union Neckarsulm, wo sie einen Vertrag bis 2024 unterschrieb. Nach zwei Jahren in Neckarsulm möchte Nina Engel nun den nächsten Schritt in ihrer Karriere gehen.

“Ich bin froh, dass sich wieder eine junge Spielerin für uns entschieden hat. Nina hat ein Riesenpotenzial und ich glaube, dass sie mit uns zusammen den nächsten Schritt gehen kann. Sie passt sehr gut in unser Profil und ich bin sehr happy, dass wir den rechten Rückraum wieder mit einer Linkshänderin besetzen können. Es waren sehr gute und sehr schnelle Gespräche mit Nina. Sie wollte unbedingt zu uns. Von daher bin ich glücklich, dass wir zu so einem frühen Zeitpunkt auch auf dieser Position Klarheit haben. Wir hatten sie schon vor zwei Jahren auf dem Zettel, als sie von Bremen aus der zweiten Liga nach Neckarsulm gegangen ist. Dort hat sie die letzten zwei Jahre schon gezeigt, dass in ihr viel Potential steckt“, freut sich Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm auf die Zusammenarbeit mit der talentierten Spielerin.

„Ich habe jetzt zwei Jahre in Neckarsulm gespielt. Diese Zeit war nicht immer einfach, jedoch habe ich viele Erfahrungen gemacht und Menschen getroffen, die meine Zeit sehr positiv geprägt haben. Allerdings freue ich mich jetzt schon sehr auf die neue Herausforderung in Bensheim und denke es ist der richtige Schritt in meiner Entwicklung. Ich hatte von Anfang an ein gutes Gefühl und gute Gespräche. Vor allem die Energie, der Zusammenhalt und das Teamgefühl in Bensheim haben mich direkt überzeugt und ich hoffe, dass ich mich gut in die Mannschaft einfügen und sowohl sportlich als auch menschlich Schritte nach vorne gehen kann“, begründet Nina Engel ihren Wechsel zu den Flames.

Geschäftsführer Michael Geil: “Wir gehen konsequent unseren Weg mit jungen Spielerinnen, die sich bei uns entwickeln können, weiter. Ich freue mich das Nina sich für uns entschieden hat. Sie wird uns im rechten Rückraum weiterhelfen.”


Transfercoup: Flames verpflichten Nationalspielerin Amelie Berger

Die Flames der HSG Bensheim/Auerbach sind noch einmal kurzfristig auf dem Transfermarkt tätig geworden und haben einen hochkarätigen Neuzugang verpflichtet. Nationalspielerin Amelie Berger, die nach ihrer Vertragsauflösung in Dortmund auf der Suche nach einem neuen Verein war, wechselt zu den Südhessen an die Bergstraße. Die 23jährige Linkshänderin unterschrieb einen Vertrag bis 30.06.2023.

Amelie Berger wurde in Tübingen geboren und begann im Alter von acht Jahren Handball zu spielen. Sie wechselte als Jugendspielerin im Sommer 2015 von ihrem Heimatverein SV 64 Zweibrücken zum TSV Bayer 04 Leverkusen. Mit der A-Jugend wurde sie 2016 und 2017 deutsche Vizemeisterin und 2018 konnte sie dann den Gewinn der Deutschen A-Jugend-Meisterschaft feiern.

Bereits als 17jährige gab sie am 16. November 2016 sie ihr Debüt für Leverkusen in der Handball Bundesliga Frauen (HBF). Im Sommer 2019 wechselte die Rechtsaußen zum Ligakonkurrenten SG BBM Bietigheim und gewann mit Bietigheim 2021 den DHB-Pokal. Ab der Spielzeit 2021/22 stand sie beim Ligakonkurrenten Borussia Dortmund unter Vertrag.

Amelie Berger durchlief alle DHB-Nachwuchsmannschaften und gehörte zum DHB-Elitekader. International spielte sie ihr erstes großes Turnier bei der U17-EM 2015 in Mazedonien. Teilnahmen bei der U20-WM 2016 in Russland, der U19-EM 2017 in Slowenien und der U20-WM 2018 in Ungarn folgten. Ihr Länderspieldebüt für die DHB-Auswahl feierte sie am 29.09.2018 in Dessau gegen Russland. Bisher bestritt sie 45 Länderspiele und erzielte dabei 87 Tore.

Aktuell arbeitet sie an ihrem Comeback nach dem im Februar erlittenen Kreuzbandriss im rechten Knie. 

Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm ist glücklich über die Neuverpflichtung und freut sich auf die Zusammenarbeit mit der 1,70 m großen Außenspielerin. „Ich freue mich, dass Amelie zu uns kommt. Amelie hat einen Verein gesucht und wir geben ihr hier die Möglichkeit wieder in Ruhe fit zu werden. Es ist auch eine Auszeichnung für uns, dass sich eine Nationalspielerin für Bensheim entscheidet. Wir werden mit ihr geduldig arbeiten und ihr die Zeit geben, die sie benötigt, da sie ja aus einer Verletzung kommt. Wir werden Amelie dabei unterstützen und alles dafür tun, dass sie wieder fit wird. Wenn sie wieder gesund und fit ist, ist sie für uns eine Verstärkung auf dieser Position“, so Heike Ahlgrimm.

Amelie Berger freut sich auf die neue Aufgabe bei den Flames: „Ich bin sehr froh hier gut aufgenommen worden zu sein und habe auch die ersten Medizinchecks schon hinter mir. Jetzt muss ich mit dem ganzen Trainerteam schauen, dass ich nach meinem Kreuzbandriss wieder zurück in die Bahn komme. Medizinisch und im Team fühle ich mich sehr gut aufgenommen und freue mich schon, wenn ich mit dem Team auf Punktejagd gehen kann.“

Flames Geschäftsführer Michael Geil ergänzt: „Wir sind froh mit Amelie eine Spielerin verpflichten zu können, die zu unserer DNA passt. Sie wird sich schnell in das Team und unser Spielsystem integrieren und die verletzungsbedingte Lücke von Sarah Dekker schließen.“