Desaströser Heimauftritt: Flames verlieren deutlich gegen Oldenburg

Mit großen Hoffnungen startete die HSG Bensheim/Auerbach am Mittwochabend in das vorgezogene Heimspiel gegen den VfL Oldenburg – doch am Ende stand eine bittere 29:41 (13:24)-Niederlage auf der Anzeigetafel der Weststadthalle. 785 Zuschauer*innen mussten mit ansehen, wie die Flames nach einem ordentlichen Start komplett den Faden verloren und von einem stark aufspielenden Oldenburger Team regelrecht überrannt wurden.

Dabei begann die Partie durchaus vielversprechend. Nach sechs Minuten führten die Flames mit 4:3 und zeigten viel Tempo im Angriffsspiel. Doch was dann folgte, war aus Sicht von Trainerin Ilka Fickinger ein „desaströser Auftritt“. Technische Fehler, fehlende Körpersprache, eine fehleranfällige Abwehr und eine erschreckend niedrige Wurfquote (36 % zur Pause) führten dazu, dass Oldenburg mit zwei 4:0-Läufen erst auf 4:8 (11. Minute) und später auf 5:12 (16.) davonzog. Auch zwei frühe Auszeiten (9. und 24. Minute) sowie viele personelle Wechsel auf Seiten der Flames brachten keine Besserung. Zur Halbzeit lagen die Gastgeberinnen mit 13:24 deutlich zurück.

Zwar kamen die Flames nach der Pause etwas besser ins Spiel und verkürzten zwischenzeitlich auf 20:28, doch auch in einer doppelten Überzahlphase blieben entscheidende Chancen ungenutzt – stattdessen kassierte man zwei weitere Gegentreffer zum 23:33. Oldenburg blieb konzentriert, bestrafte jeden Fehler und zog auf 24:36 (52.) davon – die Partie war endgültig entschieden.

Ilka Fickinger fand nach dem Spiel deutliche Worte:
„Wir haben heute alles vermissen lassen, was unser Spiel normalerweise ausmacht – Kampf, Einsatz, Wille. Die Körpersprache hat überhaupt nicht gestimmt. Mit so vielen technischen Fehlern und einer löchrigen Abwehr ist es gegen ein starkes Team wie Oldenburg unmöglich, mitzuhalten. Das war enttäuschend – so dürfen wir uns unserem Publikum nicht präsentieren.“

Torschützinnen HSG Bensheim/Auerbach:
Nina Engel (7), Mareike Thomaier (5/4), Matilda Ehlert (4), Jule Polsz (4/1), Lucie-Marie Kretzschmar (3), Isabell Hurst (3), Meike Schmelzer (1), Mia Ziercke (1) und Amelie Berger (1).

Torschützinnen VFL Oldenburg:
Joanna Granicka (8/2), Pam Korsten (7), Toni-Luisa Reinemann (5), Ariane Pfundstein, Marie Steffen, Lana Teiken (je 4), Jane Martens, Lotta Röpcke (je 3), Laurentia Wolff (2) und Lisa-Marie Fragge (1).

Nach der bisher höchsten Saisonniederlage heißt es nun: schnell den Schalter umlegen. Am Samstag, den 31. Januar, wartet auswärts bei Borussia Dortmund der aktuelle Tabellenführer – und die Gelegenheit zur Wiedergutmachung.

Bild: ©️Dennis Ungefehr (IG/FB: @du24_social)