Stuttgart im Hinterkopf, Zwickau im Fokus: FLAMES wollen ins Pokal-Viertelfinale
Die HSG Bensheim/Auerbach tritt am Sonntag, 4. Oktober, um 16 Uhr im Achtelfinale des DHB-Pokals beim BSV Sachsen Zwickau an. Mit einem konsequenten Tempospiel, einer beweglichen Abwehr und mehr Sicherheit in den eigenen Abläufen wollen die FLAMES den nächsten Schritt im Pokal gehen.
Die Erinnerungen an Stuttgart sind präsent. An die besondere Atmosphäre des Final4, die Emotionen auf dem Spielfeld und die Unterstützung von den Rängen. Für die HSG Bensheim/Auerbach ist die Aussicht auf eine erneute Teilnahme ein großer Antrieb. Doch der Weg dorthin führt zunächst nach Zwickau – und verlangt am Sonntag die volle Konzentration auf das Achtelfinale.
„Wir wollen unbedingt ins Viertelfinale des DHB-Pokals einziehen“, sagt Cheftrainerin Ilka Fickinger. „Auch wenn sich das Gesicht unserer Mannschaft im Vergleich zur vergangenen Saison deutlich verändert hat, wissen alle Spielerinnen, das gesamte Trainer- und Betreuerteam, die Verantwortlichen und vor allem unsere Fans, wie schön es wäre, noch einmal zum Final4 nach Stuttgart zu fahren. Wer diese Atmosphäre einmal erlebt hat, möchte immer wieder hin.“
Diese Vorfreude verbindet Fickinger mit einer klaren Vorgabe: „Unser voller Fokus gilt dem Achtelfinale am Sonntag in Zwickau.“
Auch beim Gegner hat sich personell viel verändert. Zwickau geht mit einer nahezu komplett neuen Mannschaft in die Saison, darunter Spielerinnen, die bislang noch nicht in der Bundesliga aktiv waren. Für die FLAMES bedeutet das, sich auf neue Konstellationen und individuelle Qualitäten einzustellen.
„Es wird einiges Neues auf uns zukommen“, erklärt Fickinger. „Wir müssen unser Tempospiel forcieren und eine bewegliche Abwehr spielen, damit die individuellen Stärken von Zwickau möglichst wenig zur Entfaltung kommen.“
Die Grundlage dafür sieht die Cheftrainerin in der Entwicklung ihrer eigenen Mannschaft. Nach dem personellen Umbruch wachsen die FLAMES zunehmend zusammen, Abläufe werden sicherer und das Zusammenspiel gewinnt an Klarheit. „Wir merken von Training zu Training und von Woche zu Woche, dass unsere Abstimmungen besser werden. Das wollen wir nutzen, um Zwickau ab der ersten Sekunde unter Druck zu setzen“, so Fickinger.
Entscheidend wird dabei sein, Tempo und Übersicht miteinander zu verbinden. In den vergangenen Begegnungen gegen Buxtehude, Dortmund und Halle-Neustadt haben leichte Ballverluste und schnelle Fehlwürfe die FLAMES phasenweise aus ihrem Rhythmus gebracht. Im Pokal soll die Mannschaft diese Situationen früher erkennen und konzentrierter lösen.
„Wir müssen solche Phasen möglichst kurz halten und uns clever an unseren Matchplan halten“, betont Fickinger. Gefragt sind klare Entscheidungen im Angriff und die nötige Disziplin, auch in hektischen Momenten gemeinsam die richtige Lösung zu finden.
Dass im Pokal vermeintliche Kräfteverhältnisse keine Garantie für das Weiterkommen bieten, ist den FLAMES bewusst. Bereits eingetretene Überraschungen unterstreichen, wie wichtig eine konzentrierte Leistung über die gesamte Spielzeit ist. An der Zielsetzung der Bensheimerinnen ändert das nichts.
„Auch wenn der Pokal seine eigenen Gesetze hat, fahren wir mit dem klaren Ziel nach Zwickau, ins Viertelfinale einzuziehen“, sagt Fickinger. Ihren Aufruf richtet sie zugleich an die Fans: „Kommt gerne mit und unterstützt uns bei unserem Vorhaben.“
Die Sehnsucht nach Stuttgart reist mit. Den nächsten Schritt dorthin wollen die FLAMES am Sonntag in Zwickau machen.
Bild: ©Dennis Ungefehr (IG/FB: @du24_social)

