Est. 1881

Flames: Geschichte. Gegenwart. Zukunft.

Von den Anfängen des Handballs in Auerbach bis zur etablierten Größe im deutschen Frauenhandball.

Vereinsgeschichte

Meilensteine

1925 – Erste Handballmannschaft in Auerbach

1975 – Hessen- und Südwestdeutscher Meister

1977 – Finale um die Deutsche Meisterschaft und DHB-Pokalfinale

1999 – Gründung der Spielgemeinschaft im Frauen- und Jugendbereich

2002 – Entstehung der HSG Bensheim/Auerbach

2010 – Meisterschaft in der 2. Bundesliga Süd

2017 – Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga

2023 – Deutscher Vizepokalsieger und Qualifikation für die EHF European League

2024 – Deutsche Vizemeisterschaft

Die Wurzeln des Vereins

Die Handballspielgemeinschaft Bensheim/Auerbach entstand im Jahr 2002 durch den Zusammenschluss der Handballabteilungen der beiden Bensheimer Traditionsvereine TSV Rot-Weiß Auerbach und DJK-SSG Bensheim. Ihre Wurzeln reichen jedoch deutlich weiter zurück und prägen die Handballgeschichte der Region seit vielen Jahrzehnten.

Die TSV Rot-Weiß Auerbach 1881 e.V. wurde 1965 aus dem FC Auerbach und der TSG 1881 Auerbach gegründet. Bereits 1925 stellte der damalige Turnverein Gut Heil Auerbach eine Männerhandballmannschaft. Mit Einführung der Handball-Bundesliga zur Saison 1975/76 etablierte sich Auerbach im höherklassigen Handball und wurde 1975 Hessen- sowie Südwestdeutscher Meister.

Zu den größten sportlichen Erfolgen der frühen Vereinsgeschichte zählen das Finale um die Deutsche Meisterschaft und der Einzug in das DHB-Pokalfinale im Jahr 1977. Auch wenn beide Endspiele letztlich verloren gingen, gehören diese Erfolge bis heute zu den Meilensteinen der Vereinsgeschichte und legten den Grundstein für die überregionale Wahrnehmung des Handballs in Bensheim und Auerbach.

Nach dem Abstieg aus der Bundesliga im Jahr 1988 wurden wichtige strukturelle Weichen für die Zukunft gestellt. 1999 gründeten die TSV Rot-Weiß Auerbach und die bereits 1920 entstandene DJK-SSG Bensheim zunächst im Frauen- und Jugendbereich eine Spielgemeinschaft. Drei Jahre später wurde diese Zusammenarbeit auf die gesamten Handballabteilungen ausgeweitet und die heutige HSG Bensheim/Auerbach geschaffen.

Die Entstehung der Flames

Wenig später erhielt die von einer eigenen Vermarktungsgesellschaft betreute 1. Damenmannschaft den Beinamen „Flames“. Die TSV Rot-Weiß Auerbach blieb dabei Stammverein der Bundesliga-Mannschaft und ist mit nahezu 4.000 Mitgliedern weiterhin der größte Sportverein im Kreis Bergstraße. Während die Handballabteilung der TSV für den weiblichen Unterbau bis hin zu den Flames verantwortlich ist, betreut die SSG Bensheim den männlichen Bereich. Die HSG organisiert den gesamten Spielbetrieb unterhalb der 1. Bundesliga.

Über zwei Jahrzehnte Kontinuität in der Vereinsführung

Die Entwicklung der Flames zu einer festen Größe im deutschen Frauenhandball ist eng mit dem langjährigen Wirken von Geschäftsführer Michael Geil verbunden. Über 20 Jahre führte er die Geschicke des Bundesliga-Handballs in Bensheim/Auerbach und prägte die jüngere Vereinsgeschichte maßgeblich. Unter seiner Verantwortung wurden wichtige sportliche und strukturelle Grundlagen geschaffen, die den Weg in die nationale Spitze ermöglichten. Zum 1. Juli 2026 erfolgte der Übergang in eine neue Führungsgeneration.

Der Weg in die nationale Spitze

Sportlich begann der Aufschwung mit der Meisterschaft in der Südstaffel der 2. Bundesliga im Jahr 2010. Hinzu kamen drei Teilnahmen an den Aufstiegs-Play-offs zwischen 2009 und 2011 sowie der vielbeachtete Einzug in das Final Four des DHB-Pokals 2011.

Heike Ahlgrimm und eine prägende Ära

Einen wesentlichen Anteil an der erfolgreichen Entwicklung der vergangenen Jahre hatte Trainerin Heike Ahlgrimm. Über ein Jahrzehnt hinweg prägte sie die sportliche Ausrichtung der Flames und führte die Mannschaft zurück in die Spitzengruppe des deutschen Frauenhandballs. Unter ihrer Leitung gelang in der Saison 2016/17 der souveräne Wiederaufstieg in die Bundesliga. Mit dem Einzug ins DHB-Pokalfinale 2022/23, der Qualifikation für die EHF European League sowie der Deutschen Vizemeisterschaft 2023/24 erreichte die Mannschaft weitere sportliche Höhepunkte. Mit ihrem Wechsel in eine führende Rolle beim Deutschen Handballbund und der Gesamtverantwortung für den weiblichen Nachwuchsbereich auf Bundesebene setzt Heike Ahlgrimm ihren erfolgreichen Weg auf nationaler Ebene fort.

Nationalspielerinnen und Nachwuchsarbeit

Die Flames haben sich darüber hinaus als wichtige Adresse für ambitionierte und leistungsstarke Handballerinnen etabliert. Im Laufe der Jahre trugen zahlreiche aktuelle und ehemalige Nationalspielerinnen das Trikot des Vereins. Stellvertretend seien hier Isabell Klein (geb. Nagel), Antje Döll (geb. Lauenroth), Kim Irion (geb. Naidzinavicius), Amelie Berger, Nina Engel sowie aktuell Nationalspielerin Chiara Rohr genannt. Diese Entwicklung unterstreicht die hohe sportliche Qualität und die Attraktivität des Standorts Bensheim/Auerbach weit über die Region hinaus.

Die erfolgreiche Nachwuchsarbeit bildet dabei seit vielen Jahren eine zentrale Säule der Vereinsentwicklung. Die Handball Bundesliga Frauen würdigt dieses Engagement seit der Saison 2022/23 kontinuierlich mit dem Gütesiegel „Ausgezeichnete Jugendarbeit“. Damit zählen die Flames auch im Nachwuchsbereich zu den anerkannten Adressen des deutschen Frauenhandballs.

Ein besonderer Baustein dieser Entwicklung ist die enge Verzahnung von Vereinsarbeit, Akademie und regionaler Talentförderung. Mit ihrer Handball-Akademie sowie der Zusammenarbeit mit dem Handball-Leistungszentrum Bergstraße verfügt die HSG Bensheim/Auerbach über Strukturen, die junge Spielerinnen gezielt auf ihrem Weg in den Leistungs- und Spitzensport begleiten. Das bereits 1989 gegründete Leistungszentrum gilt als feste Größe der Talentförderung in Südhessen und arbeitet eng mit dem Hessischen Handball-Verband zusammen.

Dabei knüpft der Verein auch an seine eigene Tradition an. Mit Claudia Richter (geb. Sturm) engagiert sich eine der erfolgreichsten Handballerinnen der Bergstraße im Nachwuchsbereich. Die ehemalige Nationalspielerin absolvierte 103 Länderspiele für Deutschland, erzielte dabei 167 Tore, nahm an den Olympischen Spielen 1984 teil und lief in ihrer aktiven Karriere für die TSV Rot-Weiß Auerbach auf. Heute bringt sie ihre Erfahrung als Trainerin in die Ausbildung der nächsten Generation ein.

Immer wieder schaffen Spielerinnen aus den eigenen Jugendmannschaften den Sprung in den Leistungsbereich und in höhere Spielklassen. Damit steht die Nachwuchsarbeit beispielhaft für den nachhaltigen Ansatz des Vereins, Talente langfristig zu entwickeln und an den Spitzenhandball heranzuführen.

Tradition mit Zukunft

Heute gehören die Flames zur erweiterten Spitze des deutschen Frauenhandballs. Die Verbindung aus gewachsener Tradition, professionellen Strukturen, nachhaltiger Nachwuchsarbeit und sportlichem Ehrgeiz bildet das Fundament für die weitere Entwicklung des Vereins. Was einst als regionale Spielgemeinschaft begann, hat sich zu einer festen Größe im deutschen Frauenhandball entwickelt.

Sport und Gemeinschaft seit 1881

Erfolge

1975 & 1977

2023 & 2026

DHB-POKAL VIZEPOKALSIEGER 

1977 & 2024

VIZEMEISTER 

2011 & 2023

2025 & 2026

TEILNAHME AM FINAL FOUR 

Die Mannschaft spielte von 1975-1978 sowie 2013/14 in der 1. Bundesliga und erreichte nach dem Aufstieg 2017 folgende Platzierungen:

Saison 2017/2018 – 1. Bundesliga Platz 12

Saison 2018/2019 – 1. Bundesliga Platz 9

Saison 2019/2020 – 1. Bundesliga Platz 8

Saison 2020/2021 – 1. Bundesliga Platz 9

Saison 2021/2022 – 1. Bundesliga Platz 10

Saison 2023/2024 – 1. Bundesliga Platz 2

Saison 2024/2025 – 1. Bundesliga Platz 5

Saison 2025/2026 – 1. Bundesliga Platz 4 (Platz 3 nach der Hauptrunde)