FLAMES unterliegen Spitzenreiter Dortmund in der Weststadthalle
26:31-Niederlage vor 1.102 Zuschauern – Fünf-Tore-Rückstand zur Pause nicht mehr aufgeholt
Die HSG Bensheim/Auerbach Flames haben im Bundesliga-Heimspiel gegen Champions-League-Teilnehmer Borussia Dortmund eine 26:31 (8:13)-Niederlage hinnehmen müssen. Vor 1.102 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Weststadthalle fanden die Flames zunächst nicht ins Spiel und lagen früh mit 0:3 zurück, kämpften sich aber direkt wieder bis zum 3:3 heran. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit setzte sich der favorisierte Gegner dank einer starken Sarah Wachter im Dortmunder Tor sowie einer neuen 5:1-Abwehrvariante ab, sodass es zur Pause 8:13 stand.
Nach einem zunächst schwierigen Start in Durchgang zwei, in dem Dortmund sich über über schnelles Tempospiel absetzt, aber durch eine überragende Emma Andersson zwischenzeitlich gebremst wird, verteidigten die Flames gegen eine auf 7 gegen 6 umgestellte Dortmunder Offensive stark und kämpften sich mit Unterstützung der Halle Tor um Tor wieder heran – am Ende reichte es dennoch nicht zu einem knapperen Ergebnis.
Beste Werferin auf Bensheimer Seite war Ndidi Agwunedu, die im Angriff der Flames die meisten Treffer beisteuerte.
Cheftrainerin Ilka Fickinger ordnete die Partie nach dem Abpfiff so ein:
„Erneut verhindert unsere Chancenverwertung und die Anzahl der technischen Fehler ein engeres Ergebnis. Auch wenn wir nicht gut ins Spiel hineingefunden haben und 0:3 zurücklagen, kämpften wir uns direkt zum 3:3 wieder heran. Eine gute und disziplinierte Defensive, gepaart mit einer gut aufgelegten Melanie Halter, taten ihr Übriges. Auch gegen die neue Variante der 5:1-Abwehr von Dortmund erarbeiteten wir uns nach und nach immer bessere Torchancen, die eins ums andere Mal durch die deutsche Nationaltorhüterin Sarah Wachter leider vereitelt wurden. So mussten wir mit einem 8:13-Rückstand in die Halbzeitpause.
Wir hatten uns einiges für die zweite Halbzeit vorgenommen, doch leider war auch der Beginn für uns nicht optimal. Leichte Ballverluste und Fehlwürfe führten zu direktem Tempospiel von Dortmund – in dieser Phase konnte sich Emma Andersson ebenfalls eins ums andere Mal auszeichnen. Dortmund stellte dann auf eine 7-gegen-6-Variante um, die wir sehr gut verteidigten und uns Tor um Tor wieder herankämpfen konnten. Die Zuschauer honorierten diesen Kampf und die Leidenschaft, und mit der Unterstützung der Halle konnten wir das Ergebnis letztendlich noch versöhnlicher gestalten.
Wir wissen, dass wir noch nicht an unserem Peak sind und werden weiter an Timing und Selbstverständnis arbeiten. Wichtig wird sein, dass wir in hektischen Phasen die einfachen Fehler reduzieren und unsere Wurfeffektivität wieder erhöhen.“
Mit der Niederlage endet die bis dahin verlustpunktfreie Serie der Flames in der laufenden Bundesliga-Saison. Nach dem Auftaktsieg bei der Sportunion Neckarsulm (22:34) und dem 33:33-Remis gegen SV Union Halle-Neustadt war Dortmund der bislang stärkste Gegner der jungen Spielzeit. Bereits kommende Woche steht für die Flames die nächste wichtige Auswärtsaufgabe an, wenn es zum Gastspiel nach Buxtehude geht.
Bild: ©Martin Widenka

