33:33 – FLAMES verspielen klare Führung gegen kämpferisches Halle-Neustadt

Ein dramatisches Kräftemessen lieferten sich die Handballerinnen der HSG Bensheim/Auerbach FLAMES und des SV Union Halle-Neustadt am Samstag in der Weststadthalle Bensheim: Vor 624 Zuschauerinnen und Zuschauern trennten sich beide Teams am Ende 33:33 (19:20).

Die FLAMES erwischten den besseren Start, setzten sich schnell mit 5:1 ab und zogen durch ihr hohes Tempo weiter auf 10:4 davon (10. Minute). Die Gäste aus Sachsen-Anhalt ließen sich davon jedoch nicht beirren, kämpften sich zurück ins Spiel und glichen in der 22. Minute zum 16:16 aus. Wenig später gingen die WildCats durch einen verwandelten Siebenmeter mit 17:18 erstmals in Führung. Mit einem knappen 19:20-Rückstand ging Bensheim in die Kabine.

„Ein sehr guter Beginn mit hohem Tempo und konsequenten Abschlüssen“, beschreibt Cheftrainerin Ilka Fickinger die Anfangsphase ihrer Mannschaft. „Wir kamen gut ins Spiel und konnten uns schnell mit 5:1 absetzen.“ Danach habe sich das Bild gewandelt: „Danach kam leider eine Phase, die von zu viel Hektik geprägt war. Sowohl vorne als auch hinten wollten wir immer nachsetzen und sind aus dem System beziehungsweise vom Matchplan, den wir hatten, abgewichen. So brachten wir Halle wieder ins Spiel.“

Auch nach dem Wechsel behielten die Gäste zunächst die Oberhand und bauten ihren Vorsprung bis zur 39. Minute auf vier Tore aus (22:26). Erst in der Schlussphase fanden die FLAMES zurück in die Spur: „Erst acht Minuten vor Schluss fanden wir, durch viel Emotion und Kampf, wieder zurück in die Spur“, so Fickinger. Den Vier-Tore-Rückstand drehte die Mannschaft in der Folge noch einmal und glich zum 26:26 aus. In einer packenden Schlussphase brachte Emma Hertha die WildCats 2:25 Minuten vor dem Ende noch einmal mit 32:33 in Führung – ehe Jule Polsz in letzter Sekunde per Siebenmeter den 33:33-Endstand sicherte.

Trotz des Punktgewinns überwog bei Fickinger im Nachhinein die Enttäuschung: „Nach anfänglicher Freude wissen wir aber, dass das ein unnötiger Punktverlust war. Das war ein komplett anderer Spielverlauf als noch letzte Woche in Neckarsulm. Wichtig wird sein, dass wir es schaffen, eine solch gute Anfangsphase nicht allzu schnell wieder herzuschenken.“ Ein Lob sprach die Trainerin auch einer Debütantin aus: „Milena Podgorac hat sich ein Lob verdient, die in ihrem ersten Bundesligaspiel direkt zwei Tore erzielen konnte und einen guten Job im Mittelblock erledigt hat.“

Beste Werferin der Partie war Halle-Neustadts Emma Hertha mit acht Treffern. Auch für die FLAMES war Lena Sophia Degenhardt mit acht Toren erfolgreichste Werferin, gefolgt von Jule Polsz, die sieben Tore erzielte, davon vier per Siebenmeter. Auf Gästeseite steuerten zudem Marie Polakova und Lois van Vliet jeweils fünf Treffer bei.

Für den SV Union Halle-Neustadt bedeutete das Remis den ersten Punktgewinn der noch jungen Saison, nachdem die WildCats zum Auftakt knapp gegen TuS Metzingen verloren hatten. Die FLAMES bleiben nach zwei Spieltagen weiterhin ungeschlagen, verpassten am Samstag aber den zweiten Saisonsieg vor heimischem Publikum.

Bild: ©Martin Widenka