Gerüstet für das Duell David gegen Goliath

Hochmotiviert bereiten sich die Junior-Flames mit ihrem Trainer Martin Schwarzwald (hinten links) auf das Final Four am Wochenende vor. Hochmotiviert bereiten sich die Junior-Flames mit ihrem Trainer Martin Schwarzwald (hinten links) auf das Final Four am Wochenende vor. @ Lotz

Junior-Flames treffen beim Final Four um die deutsche Meisterschaft zuerst auf den favorisierten Gastgeber Bayer Leverkusen

Nach einer Saison mit Licht und Schatten für die HSG Bensheim/Auerbach steht für eine ihrer Mannschaften am Wochenende noch einmal ein tolles Highlight auf dem Programm. Die weibliche Handball-A-Jugend geht beim Final Four um die deutsche Meisterschaft in Leverkusen an den Start und will hier genauso für Furore sorgen wie bei den Spielen in der Bundesliga-Runde. Nachdem sich die Flames-Talente im DM-Viertelfinale gegen die HSG Blomberg-Lippe durchgesetzt hatten, gilt es für sie am Samstag, 17.30 Uhr, mit Bayer Leverkusen - Gastgeber und Titelträger der Jahre 2015, 2014 und 2013 - eine ganz hohe Hürde zu nehmen.

"Wir glauben an unsere Chance, wenngleich Bayer Leverkusen in der Favoritenrolle ist. Immerhin hat unser erster Gegner zuletzt drei deutsche Meisterschaften in Folge gewonnen, ist seit drei Jahren zu Hause ungeschlagen und gespickt mit Nationalspielerinnen. Das Team zeichnet sich durch die individuellen Stärken der einzelnen Spielerinnen und eine aggressive Abwehr, aus der sie schnell umschalten, aus", zeigt Martin Schwarzwald großen Respekt vor der Truppe von Trainerin Kerstin Reckenthäler, das zudem das Gros der in der 3. Liga West spielenden zweiten Frauen-Mannschaft bildet.

Der ehrgeizige Bensheimer Coach hebt besonders die Rückraumspielerinnen Mia Schocke ("großer Zug zum Tor) und Luisa Knippert ("gutes Eins-zu-eins-Verhalten") sowie Allrounderin Kim Braun ("starker Abschluss aus dem Rückraum") und Vanessa Fehr, Torhüterin der Juniorinnen-Nationalmannschaft, hervor. "Leverkusen ist letztlich auf jeder Position gut besetzt", fügt Schwarzwald hinzu.

Aber auch der HSG-Kader braucht sich nicht zu verstecken. Mit Dreh- und Angelpunkt Lisa Friedberger, Julia Maidhof und Torhüterin Clara Bohneberg treten in Leverkusen drei Spielerinnen mit Zweitliga-Erfahrung an. Hinzu kommt Juniorinnen-Nationalspielerin Josephine Körner, die verletzungsbedingt noch keinen Punktspieleinsatz hatte. "Josephine trainiert auf allerhöchstem Niveau und ist eine wertvolle Verstärkung für uns", betont der HSG-Coach, der personell aus dem Vollen schöpfen und zusammen mit Co-Trainer Peter Günther und Torhüterinnen-Trainer Udo Bohneberg auf einen Kader von 16 Spielerinnen zurückgreifen kann.

"Ich glaube, dass wir uns zuletzt gesteigert haben. Über die mannschaftliche Geschlossenheit werden wir unsere Chance suchen. Ich habe jedenfalls ein gutes Gefühl. Die Mädels sind fokussiert auf diese Endrunde. Nervosität habe ich bei ihnen noch nicht ausgemacht", sagt Schwarzwald. Er feiert am Wochenende ein Wiedersehen mit den Leverkusenerinnen Amelie Berger und Elisa Brunkholder, die er aus seiner Zeit als Trainer der weiblichen B-Jugend des SV 64 Zweibrücken kennt.

Zuversichtlich zeigt sich Sophia Sommerrock: "Wenn wir einen unserer guten Tage erwischen, dann besteht für uns die Chance, Leverkusen zu schlagen. Beim Final Four gibt es für mich keinen ausgesprochenen Favoriten. Uns zeichnet ein großer Teamgeist aus. Jede Spielerin setzt sich für die andere ein. Wir setzen unsere eigenen Stärken so ein, dass der Gegner seine nicht einbringen kann." Die 19-jährige Rechtsaußen, die nach dieser Saison beim Zweitliga-Aufsteiger TSG Ketsch eine neue sportliche Herausforderung sucht, gibt zu, "dass mir der Abschied von der HSG Bensheim/Auerbach genauso schwerfällt wie der von der Jugendzeit".

"Sportlich gesehen wird es natürlich immer schwerer, einen Titel zu verteidigen. Dies stellt uns vor eine wahnsinnige Herausforderung. Es ist schon ein toller Erfolg, dass wir zum vierten Mal in Folge die Endrunde erreicht haben", umschreibt Leverkusens Nachwuchskoordinatorin Sybille Gruner die Ausgangsposition vor diesem Stelldichein des besten deutschen Handball-Nachwuchses.

Mehr als 100 Fans drücken den Junior-Flames in der Smidt-Arena die Daumen

16 Spielerinnen sowie der Trainer- und Betreuerstab der HSG Bensheim/Auerbach werden am heutigen Freitag in Leverkusen eintreffen. Die Flames-Talente absolvieren heute ab 16 Uhr in der Smidt-Arena eine Trainingseinheit. Untergebracht ist man im Hotel Lindner unmittelbar neben der BayArena.

Betreut werden die vier Mannschaften von aktuellen Bundesligaspielerinnen des SV Bayer Leverkusen, die als A-Jugendliche schon deutsche Meistertitel geholt haben und die als Paten fungieren. Für die Flames-Talente ist dies Johanna Heldmann.

Rund um die DM-Spiele bietet der Veranstalter ein attraktives Rahmenprogramm an. Nach jedem Spiel gibt es Auszeichnungen für die besten Spielerinnen. Am Sonntag werden die beste Spielerin, Torhüterin, Torschützin und Abwehrspielerin der gesamten DM-Endrunde gekürt.

Die Smidt-Arena ist eine Multifunktionsarena in Leverkusen, die 1974 erbaut wurde und in der 3500 Zuschauer Platz finden. Martin Schwarzwald rechnet mit 2000 Besuchern beim Handballfest für die ganze Familie: "Die 80 Karten, die uns für den unteren Block zur Verfügung gestellt wurden, waren im Nu weg. Das wird eine super Geschichte, wir freuen uns drauf." Der Bensheimer Trainer rechnet mit weiteren 40 bis 50 Jugendlichen aus den eigenen Reihen, die den Weg nach Leverkusen finden werden. Verzichtet wurde auf den Einsatz eines Busses für die Fans, die laut Schwarzwald "ihre Fahrten selber organisieren werden".

Schon einmal startete eine Bensheimer Handball-Mannschaft im Rahmen einer deutschen Meisterschaft in Leverkusen. Der damalige Bundesligist TSV Auerbach gewann im Mai 1977 das erste Halbfinale in der Scholl-Halle gegen das favorisierte Bayer Leverkusen mit 13:11 und verlor das Rückspiel mit dem gleichen Resultat. Nach einer Verlängerung verwandelte Elfriede Bayer den entscheiden Strafwurf im Siebenmeterstechen. Dank des 18:17-Sieges stand das das Team von Trainer Seppl Brendle im DM-Finale, das man dann in Berlin gegen den dortigen TSV GutsMuths aber mit 7:12 verlor. rs

© Bergsträßer Anzeiger, Freitag, 27.05.2016

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