Flames sind stolz auf ihre Jugend

Final-Four-Teilnahme hat Bensheim einen Platz auf der Landkarte gesichert / Martin Schwarzwald als Trainer für drei Teams

Martin Schwarzwald war in der Handball-Saison 2015/16 im Dauereinsatz in Diensten der HSG Bensheim/Auerbach - als neuer Coach der Junior-Flames und der Bundesliga-Mannschaft der weiblichen A-Jugend sowie als Co-Trainer der Zweitliga-Mannschaft. Die Erlebnispalette des 30-Jährigen reicht vom Gewinn der Bronzemedaille mit den Flames-Talenten beim Final Four in Leverkusen, dem Auf und Ab der Flames mit einem letztlich etwas enttäuschenden sechsten Platz bis hin zum bitteren Abstieg der Junior-Flames aus der Oberliga. Im folgenden Interview zieht der Handball-Übungsleiter Bilanz und wirft auch schon einmal einen Blick voraus.

Welchen Stellenwert nimmt für Sie der Gewinn der Bronzemedaille beim Final Four in Leverkusen mit der weiblichen A-Jugend der HSG Bensheim/Auerbach ein?

Martin Schwarzwald: Ich muss zugeben, fast gar keinen. Ich habe schon 2014 mit der weiblichen B-Jugend des SV 64 Zweibrücken Platz drei bei den deutschen Meisterschaften belegt. Da hatte ich mir fest vorgenommen, bei einer erneuten DM-Qualifikation mit den Flames-Talenten, das Halbfinale zu gewinnen, um persönlich noch einen draufzusetzen. Dass wir das Final Four an sich erreicht haben, das bedeutet mir sehr, sehr viel, dennoch kann ich einem Sieg im Spiel um Platz drei gegen den VfL Bad Schwartau nur wenig abgewinnen.

Ihr Ehrgeiz dürfte so groß sein, dass das Thema Deutsche Meisterschaft noch lange nicht erledigt ist?!

Schwarzwald: Na klar, ich hoffe natürlich, dass ich noch des Öfteren die Chance erhalten werde, bei einem Final Four dabeizusein. Aber man darf nicht vergessen, dass es für viele meiner Spielerinnen das größte Erlebnis während ihrer Jugendzeit gewesen ist. Deswegen betrachte ich unser Abschneiden auch differenziert. Ich bin riesig stolz auf die Leistung, die meine Mädels gezeigt haben. Die Enttäuschung ist allerdings nach wie vor groß, weil wir uns mehr vorgenommen hatten. Unterm Strich haben wir ein gutes Final Four zum Abschluss einer herausragenden Saison gespielt. Das Erreichen der DM-Endrunde hat uns endgültig auf die Landkarte des deutschen Jugendhandballs gebracht.

Hat es Sie stolz gemacht, dass zum zweiten Halbfinalspiel am 1. April gegen die HSG Blomberg-Lippe 600 Zuschauer in der Weststadthalle kamen?

Schwarzwald: Selbstverständlich. Verein und Umfeld sind wahnsinnig stolz auf die Leistung unserer Mannschaft. Das hat auch schon die großartige Kulisse im Heimspiel gegen Blomberg bestätigt. Das Bensheimer Publikum kann sich für hochklassigen Jugendhandball wie für Bundesligahandball gleichermaßen begeistern.

Was hat die weibliche A-Jugend der HSG Bensheim/Auerbach in der vergangenen Saison so stark gemacht?

Schwarzwald: Unsere Flexibilität in der Abwehr. Wir waren in der Lage, verschiedene Deckungssysteme zu spielen. Und darüber hinaus auch die Ausgeglichenheit in unserem Kader. Wir taktisch sehr flexibel agiert und waren mit einem guten Kampfgeist ausgerüstet. Juniorinnen-Nationalspielerin Lisa Friedberger und Torhüterin Clara Bohneberg kann man als unsere tragenden Säulen über die gesamte Saison hinweg hervorheben. Erwähnen möchte ich auch Sophia Sommerrock, die vor allem in der Deckung eine wichtige Rolle gespielt hat. Julia Maidhof und Josephine Körner werden in der neuen Runde das Zweitliga-Team verstärken und gemeinsam mit Anja Ernsberger unseren Linkshänderinnen sein.

Im August 2015 wurde die Flames-Handball-Akademie ins Leben gerufen. Wie fällt hier Ihre Zwischenbilanz aus?

Schwarzwald: Ausgesprochen gut. Unser Ziel muss es sein, langfristig Talente für den oberen Leistungsbereich zu entwickeln. Dadurch erhoffen wir uns eine höhere Identifikation der Mädchen mit unserem Verein. Aber auch für unser Umfeld ist es von Bedeutung, dass wir immer wieder junge Spielerinnen an die Bundesliga heranführen. Unsere Akademieleiterin Heike Ahlgrimm hat wertvolle Erfahrungen aus ihrer Zeit in Blomberg und Leverkusen in das Projekt eingebracht. Dass wir noch die eine oder andere Kinderkrankheit überstehen müssen, versteht sich von selbst. Aber wir sind so zufrieden mit unserem ersten Jahr, dass wir für die kommende Saison die Anzahl der verfügbaren Plätze von vier auf acht erhöht haben.

Wie beurteilen Sie das Niveau des Mädchenhandballs - auch im Hinblick auf die Frauen-Weltmeisterschaft 2017 in Deutschland?

Schwarzwald: Ich glaube, dass wir auf einem guten Weg sind. Ich kann natürlich immer nur unsere eigene Arbeit zuverlässig beurteilen. Aber das Final Four in Leverkusen hat gezeigt, dass das Niveau sehr hoch war und wir uns derzeit keine Sorgen machen müssen, dass in Deutschland keine Talente nachrücken.

Wie fällt Ihre Saisonbilanz als Trainer in Dreifach-Funktion insgesamt aus?

Schwarzwald: Zwiegespalten. Das Erreichen des Endturniers um die deutsche Meisterschaft war ein Highlight. Man darf jedoch nicht vergessen, dass der Abstieg unserer zweiten Mannschaft in die Landesliga einen schweren Schlag darstellt. Allerdings sind Mannschaft, Verein und ich positiv gestimmt, dass dies ein einmaliger Ausrutscher war, den wir in der kommenden Saison auf jeden Fall korrigieren wollen.

War der Abstieg der zweiten Frauen-Mannschaft vermeidbar?

Schwarzwald: Ich denke schon. Am Ende gaben viele Faktoren, die nicht zu beeinflussen waren, den Ausschlag zu unseren Ungunsten. Ich denke da an die Abstiege der Drittligisten TuS Kriftel und HSG Sulzbach/Leidersbach und an die überraschenden Punktgewinne der direkten Konkurrenten in der Schlussphase der Saison. Am Ende müssen wir uns an die eigene Nase fassen, denn wir hätten in der Hinrunde mehr Punkte holen müssen. Das bittere 25:28 im Schlüsselspiel zu Hause gegen die SG Kirchhof II dürfen wir nicht verlieren. Mit 20 Punkten wären wir in den letzten vier Jahren nicht abgestiegen - ganz zu schweigen von unserem tollen Torverhältnis von 654:613, mit dem man normalerweise nicht absteigen kann.

Welche Impulse erhoffen Sie sich von Heike Ahlgrimm, der neuen Trainerin der Zweitliga-Mannschaft der HSG Bensheim/Auerbach in der Spielzeit 2016/17?

Schwarzwald: Ich bin überzeugt davon, dass sie unsere junge Mannschaft spielerisch weiterentwickelt und die vielen Talente für die Bundesliga wappnet. Für mich persönlich wünsche ich mir, dass ich von der großen Erfahrung der früheren Nationalspielerin lernen kann.

Die Spielerinnen der drei Flames-Mannschaften befinden sich derzeit in der wohlverdienten Pause. Wann geht es für sie weiter?

Schwarzwald: Unsere Zweitliga-Mannschaft nimmt ihre Vorbereitung auf die neue Saison am 11. Juli auf, die Junior-Flames und die weibliche A-Jugend beginnen eine Woche früher.

Gibt es weitere Neuzugänge zu vermelden?

Schwarzwald: Im Sommer wird sich dahingehend sicherlich noch etwas tun, alleine schon deshalb, weil wir noch zwei freie Plätze in der Handball-Akademie zu vergeben haben. Bei den Junior-Flames werden wir aber überwiegend auf den Kader der vergangenen Saison zurückgreifen und ihn mit Spielerinnen aus unserer A-Jugend sowie unserem prominenten Neuzugang aus dem Zweitliga-Team, Ingrida Bartaseviciene, ergänzen.

Werden Sie auch in der Saison 2016/17 als Dreifach-Trainer im Einsatz sein?

Schwarzwald: Ja, auf jeden Fall. Ich werde mein Engagement bei der ersten Frauen-Mannschaft noch etwas ausbauen, aber meine Schwerpunkte als Trainer bleiben weiterhin die zweite Garnitur und das Mädchen-Bundesliga-Team. rs

© Bergsträßer Anzeiger, Samstag, 04.06.2016

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Junior-Flames bekommen Lob und Bronze

HSG Bensheim/Auerbach bei deutscher A-Jugend-Meisterschaft auf Platz drei / Fast 20 torlose Minuten im Halbfinale kosten Endspiel-Teilnahme

Der Traum von der deutsche Meisterschaft war für die weibliche Handball-A-Jugend der HSG Bensheim/Auerbach am Samstag schon nach 20 Minuten im Halbfinalspiel gegen Gastgeber Bayer Leverkusen ausgeträumt. Da erzielte Kim Schmitt erst den Treffer zum 1:6-Zwischenstand. Trotz einer Aufholjagd in der zweiten Halbzeit gab es am Ende eine 18:21 (4:10)-Niederlage und "nur" die Teilnahme am Spiel um Platz drei, in dem die Junior-Flames den VfL Bad Schwartau mit 22:21 (11:9) bezwangen.

"Meine Spielerinnen haben sich eigentlich sehr gut an das taktische Konzept gehalten, aber zu viele freie Bälle und vier Siebenmeter verworfen. Wir sind immer wieder an Leverkusens Torhüterin Vanessa Fehr gescheitert", analysierte Bensheims Trainer Martin Schwarzwald: "In der Abwehr haben wir verbissen gekämpft. Ich ziehe den Hut vor den Mädels, da sie später sogar die Chance hatten, dieses Spiel noch zu drehen. Wir haben für den starken Auftritt in der zweiten Halbzeit auch viel Lob vom Gegner bekommen."

Immerhin hielt die HSG vor 650 Zuschauern in der Smidt Arena fast fünf Minuten lang ein 0:0. Ganz böse sah es für die Talente von der Bergstraße beim Stand von 2:9 (25.) aus, doch sie verkürzten durch Josephine Körner und Lisa Friedberger per Siebenmeter zur Pause noch auf 4:10. In den ersten 19 Minuten hatten Lea Müller und Julia Maidhof jeweils zwei Strafwürfe vergeben. Zwei davon entschärfte die überragende Vanessa Fehr, die genau wie Bensheims Torhüterin Clara Bohneberg zur besten Spielerin ihrer Mannschaft gewählt wurde.

Nach Wiederanpfiff besannen sich die Bensheimer Mädchen auf ihre Klasse und spielerischen Mittel und holten Tor um Tor auf. Als Isabell Rubeck zum 12:15 traf (45.), schien die Sensation wieder greifbar nahe. Doch die Juniorelfen - angeführt von ihrer überragenden, aber in der 51. Minute disqualifizierten Haupttorschützin Mia Zschocke (sieben Treffer) - zogen dann vorentscheidend auf 18:12 (50.) davon.

Nach den Toren von Julia Maidhof (56.) und Lisa Friedberger (57.) zum 20:17 schöpfte das Schwarzwald-Team noch einmal Hoffnung, "Meine Trainerkollegin Kerstin Reckenthäler nahm da noch einmal eine Auszeit, da sie gemerkt hatte, dass ihre Spielerinnen wackelten", hatte Martin Schwarzwald erkannt. "Doch auch danach haben wir wieder einige freie Bälle vergeben. Auf diesem Niveau entscheiden nun einmal Kleinigkeiten", so der HSG-Coach weiter.

So reichte es am Ende nicht mehr gegen die clevereren Leverkusenerinnen. "Natürlich hat es uns viel Spaß gemacht, vor einer solchen Kulisse zu spielen. Aber dennoch ist die Enttäuschung schon groß", gab Bensheims Juniorinnen-Nationalspielerin Lisa Friedberger unumwunden zu.

HSG Bensheim/Auerbach: Clara Bohneberg, Jessica Brückner - Linda Brocke, Lea Müller, Sophia Sommerrock (2), Lisa Friedberger (5), Lena Thoß, Henrike Zimmer (2), Julia Maidhof (3), Josephine Körner (2), Pia Magnago, Marie-Lisa Schmidt, Isabelle Rubeck (3), Kim Schmitt (1).

Friedberger beste Abwehrspielerin

Im "kleinen Finale" bezwangen die Junior-Flames den VfL Bad Schwartau mit 22:21 (11:9). "Wir haben verdient gewonnen, auch weil auf unsere Abwehr Verlass war. Wir haben mit einer 3:3-Deckung angefangen und so den Bad Schwartauer Angriff vor eine große Probe gestellt. Damit lieferten wir genau das Gegenstück zur Partie gegen Leverkusen ab", freute sich Martin Schwarzwald über den starken Beginn.

Das 1:0 gelang Lisa Friedberger, die zur besten Abwehrspielerin des Final Fours gewählt wurde, per Kempa-Trick auf Zuspiel von Sophia Sommerrock (1.). Nach 20 Minuten führte Bensheim 8:3 und zur Pause 11:9. "Bad Schwartau hat nie aufgegeben, sich eindrucksvoll zurückgekämpft und unserer Abwehr Probleme bereitet, obwohl man in den entscheidenden Szenen einige Zeitstrafen kassierte", machte der HSG-Trainer dem Gegner ein dickes Kompliment.

Beim 18:18 (52.) war wieder alles offen, doch die Junior-Flames bewahrten die Ruhe und erspielten sich eine 22:20-Führung, ehe sie das 21. Gegentor kassierten. Josephine Körner wurde zur besten Spielerin des "kleinen Finales" gewählt. rs

© Bergsträßer Anzeiger, Montag, 30.05.2016

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Gerüstet für das Duell David gegen Goliath

Junior-Flames treffen beim Final Four um die deutsche Meisterschaft zuerst auf den favorisierten Gastgeber Bayer Leverkusen

Nach einer Saison mit Licht und Schatten für die HSG Bensheim/Auerbach steht für eine ihrer Mannschaften am Wochenende noch einmal ein tolles Highlight auf dem Programm. Die weibliche Handball-A-Jugend geht beim Final Four um die deutsche Meisterschaft in Leverkusen an den Start und will hier genauso für Furore sorgen wie bei den Spielen in der Bundesliga-Runde. Nachdem sich die Flames-Talente im DM-Viertelfinale gegen die HSG Blomberg-Lippe durchgesetzt hatten, gilt es für sie am Samstag, 17.30 Uhr, mit Bayer Leverkusen - Gastgeber und Titelträger der Jahre 2015, 2014 und 2013 - eine ganz hohe Hürde zu nehmen.

"Wir glauben an unsere Chance, wenngleich Bayer Leverkusen in der Favoritenrolle ist. Immerhin hat unser erster Gegner zuletzt drei deutsche Meisterschaften in Folge gewonnen, ist seit drei Jahren zu Hause ungeschlagen und gespickt mit Nationalspielerinnen. Das Team zeichnet sich durch die individuellen Stärken der einzelnen Spielerinnen und eine aggressive Abwehr, aus der sie schnell umschalten, aus", zeigt Martin Schwarzwald großen Respekt vor der Truppe von Trainerin Kerstin Reckenthäler, das zudem das Gros der in der 3. Liga West spielenden zweiten Frauen-Mannschaft bildet.

Der ehrgeizige Bensheimer Coach hebt besonders die Rückraumspielerinnen Mia Schocke ("großer Zug zum Tor) und Luisa Knippert ("gutes Eins-zu-eins-Verhalten") sowie Allrounderin Kim Braun ("starker Abschluss aus dem Rückraum") und Vanessa Fehr, Torhüterin der Juniorinnen-Nationalmannschaft, hervor. "Leverkusen ist letztlich auf jeder Position gut besetzt", fügt Schwarzwald hinzu.

Aber auch der HSG-Kader braucht sich nicht zu verstecken. Mit Dreh- und Angelpunkt Lisa Friedberger, Julia Maidhof und Torhüterin Clara Bohneberg treten in Leverkusen drei Spielerinnen mit Zweitliga-Erfahrung an. Hinzu kommt Juniorinnen-Nationalspielerin Josephine Körner, die verletzungsbedingt noch keinen Punktspieleinsatz hatte. "Josephine trainiert auf allerhöchstem Niveau und ist eine wertvolle Verstärkung für uns", betont der HSG-Coach, der personell aus dem Vollen schöpfen und zusammen mit Co-Trainer Peter Günther und Torhüterinnen-Trainer Udo Bohneberg auf einen Kader von 16 Spielerinnen zurückgreifen kann.

"Ich glaube, dass wir uns zuletzt gesteigert haben. Über die mannschaftliche Geschlossenheit werden wir unsere Chance suchen. Ich habe jedenfalls ein gutes Gefühl. Die Mädels sind fokussiert auf diese Endrunde. Nervosität habe ich bei ihnen noch nicht ausgemacht", sagt Schwarzwald. Er feiert am Wochenende ein Wiedersehen mit den Leverkusenerinnen Amelie Berger und Elisa Brunkholder, die er aus seiner Zeit als Trainer der weiblichen B-Jugend des SV 64 Zweibrücken kennt.

Zuversichtlich zeigt sich Sophia Sommerrock: "Wenn wir einen unserer guten Tage erwischen, dann besteht für uns die Chance, Leverkusen zu schlagen. Beim Final Four gibt es für mich keinen ausgesprochenen Favoriten. Uns zeichnet ein großer Teamgeist aus. Jede Spielerin setzt sich für die andere ein. Wir setzen unsere eigenen Stärken so ein, dass der Gegner seine nicht einbringen kann." Die 19-jährige Rechtsaußen, die nach dieser Saison beim Zweitliga-Aufsteiger TSG Ketsch eine neue sportliche Herausforderung sucht, gibt zu, "dass mir der Abschied von der HSG Bensheim/Auerbach genauso schwerfällt wie der von der Jugendzeit".

"Sportlich gesehen wird es natürlich immer schwerer, einen Titel zu verteidigen. Dies stellt uns vor eine wahnsinnige Herausforderung. Es ist schon ein toller Erfolg, dass wir zum vierten Mal in Folge die Endrunde erreicht haben", umschreibt Leverkusens Nachwuchskoordinatorin Sybille Gruner die Ausgangsposition vor diesem Stelldichein des besten deutschen Handball-Nachwuchses.

Mehr als 100 Fans drücken den Junior-Flames in der Smidt-Arena die Daumen

16 Spielerinnen sowie der Trainer- und Betreuerstab der HSG Bensheim/Auerbach werden am heutigen Freitag in Leverkusen eintreffen. Die Flames-Talente absolvieren heute ab 16 Uhr in der Smidt-Arena eine Trainingseinheit. Untergebracht ist man im Hotel Lindner unmittelbar neben der BayArena.

Betreut werden die vier Mannschaften von aktuellen Bundesligaspielerinnen des SV Bayer Leverkusen, die als A-Jugendliche schon deutsche Meistertitel geholt haben und die als Paten fungieren. Für die Flames-Talente ist dies Johanna Heldmann.

Rund um die DM-Spiele bietet der Veranstalter ein attraktives Rahmenprogramm an. Nach jedem Spiel gibt es Auszeichnungen für die besten Spielerinnen. Am Sonntag werden die beste Spielerin, Torhüterin, Torschützin und Abwehrspielerin der gesamten DM-Endrunde gekürt.

Die Smidt-Arena ist eine Multifunktionsarena in Leverkusen, die 1974 erbaut wurde und in der 3500 Zuschauer Platz finden. Martin Schwarzwald rechnet mit 2000 Besuchern beim Handballfest für die ganze Familie: "Die 80 Karten, die uns für den unteren Block zur Verfügung gestellt wurden, waren im Nu weg. Das wird eine super Geschichte, wir freuen uns drauf." Der Bensheimer Trainer rechnet mit weiteren 40 bis 50 Jugendlichen aus den eigenen Reihen, die den Weg nach Leverkusen finden werden. Verzichtet wurde auf den Einsatz eines Busses für die Fans, die laut Schwarzwald "ihre Fahrten selber organisieren werden".

Schon einmal startete eine Bensheimer Handball-Mannschaft im Rahmen einer deutschen Meisterschaft in Leverkusen. Der damalige Bundesligist TSV Auerbach gewann im Mai 1977 das erste Halbfinale in der Scholl-Halle gegen das favorisierte Bayer Leverkusen mit 13:11 und verlor das Rückspiel mit dem gleichen Resultat. Nach einer Verlängerung verwandelte Elfriede Bayer den entscheiden Strafwurf im Siebenmeterstechen. Dank des 18:17-Sieges stand das das Team von Trainer Seppl Brendle im DM-Finale, das man dann in Berlin gegen den dortigen TSV GutsMuths aber mit 7:12 verlor. rs

© Bergsträßer Anzeiger, Freitag, 27.05.2016

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Hoffen auf eine große Kulisse

Fünf-Tore-Vorsprung aus dem Hinspiel ist für Flames-A-Jugend kein Ruhekissen auf dem Weg ins Final Four

Was den Topfavoriten bei der deutschen Meisterschaft der weiblichen Handball-Jugend, Bayer Leverkusen und Buxtehuder SV, recht ist, das soll den Talenten der HSG Bensheim/Auerbach nur billig sein. Diese können sich im Viertelfinal-Rückspiel am heutigen Freitagabend in der Weststadthalle gegen die HSG Blomberg-Lippe nämlich sogar eine Niederlage mit vier Toren Unterschied erlauben und würden dennoch den Einzug ins Final Four am 28./29. Mai schaffen. Hier stünde mit Leverkusen der Gegner in der Vorschlussrunde bereits fest.

"Mit dem 34:29-Sieg im Hinspiel haben wir uns natürlich eine super Ausgangsposition geschaffen. Diese kann aber auch tückisch sein, denn in der Blomberger Mannschaft steckt sehr viel Qualität. Da müssen wir abermals eine gute Leistung abrufen", weiß Martin Schwarzwald um das schwere Unterfangen. Der HSG-Trainer hat nach wie vor großen Respekt vor dem Gegner.

Immerhin traf Jugend-Nationalspielerin Nele Franz im Hinspiel neunmal, die schon in der Blomberger Bundesliga-Mannschaft eingesetzte portugiesische Jugend-Nationalspierlerin Patri Emidio Rodrigues achtmal. Franz wurde genau wie die Bensheimerin Julia Maidhof zu einem Lehrgang der Jugend-Nationalmannschaft vom 4. bis 8. April als Vorbereitung auf die U18-Weltmeisterschaft im Juli/August eingeladen.

Im Hinspiel fehlte beim Gegner Junioren-Nationalspielerin Leonie Oehme wegen Knieproblemen. "Ich rechne jedenfalls damit, dass Blomberg in Bensheim mit ihrer besten Mannschaft antreten wird", ist sich Schwarzwald im Klaren darüber, dass das Team aus Westfalen personell besser besetzt sein wird als beim ersten Kräftemessen am 6. März.

Der Bensheimer Trainer hofft auf die Unterstützung möglichst vieler Bergsträßer Handballfreunde: "Die Mädchen haben es sich verdient, dass viele Zuschauer kommen. Es kommt ja nicht alle Tage vor, das eine Mannschaft im Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft spielt."

Die Flames-Talente bangen noch um Sophia Sommerrock, die am Dienstag und Mittwoch wegen eines sich ankündigenden Infekts nicht trainieren konnte. Ansonsten sind alle Spielerinnen an Bord - natürlich auch Lisa Friedberger und Clara Bohneberg vom Bensheimer Zweitliga-Team. rs

© Bergsträßer Anzeiger, Freitag, 01.04.2016

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